Burgenland – Jüngstes Bundesland Österreichs Operetten, Ochsen und Rebberge

Das Burgenland ist Österreichs östlichstes Bundesland. Die Region um den Neusiedlersee ist bekannt für ihren Wein sowie für die einzigartige Fauna und Flora. Auch der Kultursommer ist ein Hit.
Schönes Fotosujet: Der Leuchtturm von Podersdorf am Neusiedlersee warnt mit orangem Licht vor Sturm.
Schönes Fotosujet: Der Leuchtturm von Podersdorf am Neusiedlersee warnt mit orangem Licht vor Sturm.

Der Neusiedlersee ist Europas grösster Steppensee. Ein Schilfgürtel umgibt die Wasserfläche, die wegen ihrer Nähe zur österreichischen Hauptstadt auch als «Meer der Wiener» bezeichnet wird. Idyllische Dörfer wie Rust, Neusiedl oder Mörbisch liegen unweit der Ufer. Rebberge schmiegen sich an sanfte Hügel, während Sonnenblumenfelder markante Akzente setzen. Die Kulturlandschaft des Neusiedlersee-Gebietes steht seit 2001 auf der Liste des Unesco-Weltkulturerbes.

Paradies für Wasserratten: Alle erdenkliche Wassersportarten lassen sich am Neusiedlersee ausüben. Dank den starken Winden hat sich besonders Surfen und Kitesurfen durchgesetzt. Einladend sind auch der 130 Kilometer lange Veloweg rund um den See sowie die zahlreichen Reitwege.

Operette am See, Oper im Steinbruch: Da die Sonne im Burgenland an rund 300 Tagen scheint, wurden zahlreiche Open Airs ins Leben gerufen. Die Seefestspiele in Mörbisch und die Opernfestspiele in St. Margarethen gehören zu den berühmtesten. Beide Bühnen sind einmalig: In Mörbisch, wo heuer die Operette «Der Bettelstudent» von Carl Millöcker aufgeführt wird (11. 7.– 24. 8.), blickt der Zuschauer über die Bühne direkt auf den Neusiedlersee. In St. Margarethen wird in einem alten, idyllischen Römersteinbruch gespielt. Dieses Jahr: Giacomo Puccinis Oper «La Bohème» (10. 7.–25. 8.).

Ochsen und Vögel im Nationalpark: Mit seinem Schilfgürtel, den periodisch austrocknenden Salzlacken, den Mähwiesen und den Hutweideflächen (auch als Puszta bekannt), ist der Nationalpark Neusiedlersee-Seewinkel bei Illmitz ein wahres Paradies für über 340 Brutvögel und das majestätische Graue Steppenrind. Besonders lohnenswert: ein Besuch des Parks zu Fuss, mit dem Fahrrad oder auf einer geführten Wanderung (www.nationalpark-neusiedlerseeseewinkel. at).

Schlemmen und Degustieren: Die Region ist bekannt für ihre authentischen Produkte. Der Wein hat hier einen besonderen Stellenwert. Junge, innovative Winzer stellen Topprodukte her. Schlemmen mit Blick auf den See lässt sich in Purbach im «Kloster am Spitz». Der Wein kommt aus dem familieneigenen Weingut (www.klosteramspitz. at). Ebenfalls im Städtchen befindet sich die schöne Kellerstrasse, wo draussen vor den Kellern gegessen, getrunken und gefeiert wird. Im Restaurant Taubenhobel in Schützen erwarten ein bezaubernder Garten und Haubenkoch Walter Eselböck die Gäste. Leckere Kleinigkeiten gibt es in der angegliederten, bistroähnlichen «Geisslerei».

Check-in

Anreise: Flug Wien (www.swiss.ch). Mit Mietauto ca. 1 Std. bis Neusiedlersee. 
Hotels: Schützen: Relais & Château «Taubenkobel», DZ mit Gourmetfrühstück, p. P. ab EUR 90.– (
www.tauben kobel.at); Halbturn: «Bliem’s Wohn. Reich», altes Winzerhaus, schöner Weinkeller, DZ, inkl. Frühstück, p. P. ab EUR 80.–.
Ausflüge: Eisenstadt: Schloss Esterházy, Restaurant Henrici (
www.henrici.at), Vinothek Selektion Burgenland, Rust: «Stadt der Störche». 
Infos Festspiele: 
www.seefestspielemoerbisch. at, www.ofs.at 
Infos Tel. 00800 400 200 00,
www.austria.info

 

 

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