Oslo Kunst und Design auf der «Insel der Diebe»

Städtereisen? London, Barcelona und Paris sind Lieblingsdestinationen. In Oslo waren erst wenige. Das ist ein Fehler. Vor allem, wenn man Kunst und Lifestyle mag.
Reisen, Oslo, Museum Tjurvholmen

Treffpunkt Tjuvholmen: Auf Oslos «Diebesinsel» hat Stararchitekt Renzo Piano ein kühnes Museum für moderne Kunst gebaut, das Astrup Fearnley.

Die Stadt ist überschaubar, liegt am Fjord. Und verblüfft mit ihrer Vielfalt. Man hat Mühe, alle spannenden Museen an einem kurzen Wochenende zu besuchen. Und man staunt über den Lifestyle der kühlen Nordländer: Oslo ist auch eine Ausgehzone, mit sympathischen Strassencafés, Lounges und Bars. Mit einem hohen Outdoor-Anteil, weil das Klima ausgewogener ist als erwartet.

Rondinone & Piano. Tjuvholmen war mal die «Insel der Diebe», jetzt mutiert das Viertel zum Art-District. Das Astrup-Fearnley-Museum steht hier, mit einer gewaltigen Skulptur des in Brunnen SZ aufgewachsenen Künstlers Ugo Rondinone. Sein Werk hat mittlerweile Weltruf, und der «Moonrise», der in Oslo steht, gehört zu seinen besten Arbeiten. Den kühnen Bau (mit geschwungenem Glasdach) hat Renzo Piano, ein anderer Weltstar, entworfen. Zum Museum gehören ein kleiner Strand (!), ein Skulpturenpark und ein Aussichtsturm. Das zweite Top-Museum ist die National Gallery. Bis Mitte Oktober sind «Der Schrei» und «Madonna» von Edvard Munch zu sehen («Munch 150»), in der permanenten Sammlung gibts Werke von Cézanne und Monet.

Amundsen und «Fram». Wer das Meer liebt, setzt mit dem Schiff über auf die Halbinsel Bygdoy. Dort gibts ein Museum, das kühnen Seefahrern gewidmet ist. Die «Fram», die den Norweger Roald Amundsen als ersten Menschen an den Südpol brachte, ist ausgestellt, es galt als das stärkste Schiff der Welt (www.frammuseum.no).

Auf Simis Schanze! Ein Trip nach Holmenkollen (mit der U-Bahn) ist Pflicht. Hier fliegen Simi Ammann und andere Olympiastars am «Holmenkollensonntag» Anfang Januar über die Schanze. An allen anderen Tagen ist Holmenkollen mit seiner kühnen Stahlkonstruktion eine Touristenattraktion mit Ski-Museum, Ski-Simulator, Schanzen-Café und vor allem einer tollen Aussichtsplattform auf dem Sprungturm (www.holmenkollen.com).

Schlafen bei den Dieben. Oslos bestes Designhotel liegt auf der «Diebesinsel» – und heisst «The Thief». Eine spektakuläre Adresse gleich beim Astrup-Fearnley-Museum. Empfehlenswert auch das «Radisson Blu Scandinavia», allein schon wegen der coolen Bar in der 21. Etage («Summit 21»). Nordische Küche ist im Trend. Gute Restaurants gibts auch in Oslo. Esben Holmboe Bang kocht im modernen «Maaemo» für zwei Sterne (www.maaemo.no), Kari Innera im «Cru» ist die begabteste «Lady Chef» in der Stadt (www.cru.no). Für Nachtschwärmer: Im «Bare» treten regelmässig die besten Jazzer des Landes auf (www.barejazz.no).

Check-in:
Anreise: Swiss fliegt zweimal täglich ab Zürich nach Oslo Hotels The Thief. Attraktives Hotel direkt am Oslofjord. Modernes norwegisches Design, junge Künstler stellen aus, Video-Installationen. DZ ab 380 Euro. «Radisson Blu Scandinavia», 497 Zimmer und Suiten. DZ ab 120 Euro. «Summit 21 Bar», 180-Grad-Sicht auf Stadt und Fjorde. Restaurant-Tipp: Von Kari Innera («Cru») wird man noch viel hören. Die junge Chefin arbeitet mit Meergetier und regionalen Produkten.

Info: www.thethief.com, www.radissonblu.com/scandinaviahotel-oslo.

 

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