Paphos - Europäische Kulturhauptstadt 2017 (Zypern) Kultur unter freiem Himmel

In Paphos, der Kulturhauptstadt 2017, stehen unterirdische Königsgräber, renovierte Altstadtgassen, antike Höhlen und der Hafen ein Jahr lang ganz im Zeichen von Kunst, Konzert und Theater. 
Reisetipp: Kultur unter freiem Himmel
© CSP_Kirill / Prisma / Dukas

Dreh- und Angelpunkt. Das mittelalterliche Kastell im Hafen von Paphos. Die zypriotische Kleinstadt ist 2017 Treffpunkt für Kulturliebhaber aus aller Welt.

Gedankenverloren blickt eine zierliche Bronzefigur im Fischerhafen von Paphos Richtung Pétra tou Romioú, zu jenem mystischen Felsen, wo Aphrodite einst dem Meeresschaum entstiegen sein soll. Das poetische Kunstwerk der zypriotischen Künstlerin Yiota Ioannidou ist eine Hommage an die griechische Göttin und idealer Ausgangspunkt, die Kulturhauptstadt 2017 zu entdecken.

Historisches Erbe trifft auf charmante Bescheidenheit. Aus Mangel an Konzertsälen und Theatern finden die meisten der rund 300 Veranstaltungen während des Kulturjahres unter freiem Himmel statt. So spielen die Berliner Philharmoniker vor der mittelalterlichen Burg am Hafen, im römischen Amphitheater finden Tanzvorstellungen statt, der antike Steinbruch Fabrica dient als pittoreske Kulisse für Ausstellungen. Und die griechische Komödie «Lysistrata» wird im archäologischen Park aufgeführt, da, wo auch die weltberühmten Mosaiken einstiger Römervillen zu sehen sind.

Das Motto «Open Air Factory» bezieht sich jedoch nicht nur auf die Veranstaltungsorte, wie Programmleiterin Georgia Doetzer betont. «Es soll auch Symbol dafür sein, dass die Menschen wieder offener aufeinander zugehen. In Zypern, aber auch ausserhalb unserer Insel.» Ein gelungenes Beispiel dafür ist «Peace2Peace» in der Altstadt von Paphos. Der Stamm eines 600 Jahre alten Olivenbaums wurde mit einer bunten Häkelarbeit eingefasst, die von griechisch- und türkischzypriotischen Kunstschaffenden gefertigt wurde.

Die Umgebung von Paphos hat reichlich Naturschätze zu bieten: wilde Mufflons, endlose Orangen- und Mandarinenhaine und endemische Pflanzen wie die Orchidee Kotschys Ragwurz. Wer in denherrlichen Kiefernwälder des Troodos-Gebirges wandern will, ist mit einem Wanderführer gut beraten, da die Wege kaum ausgeschildert sind. Lohnende Abstecher: das Kloster Kykkos und das Naturschutzgebiet auf der Halbinsel Avacas (Schlucht, Strände, Schildkröten).

Stilvoll nächtigen lässt es sich im «Almyra». Das ganz im Art-déco-Stil erbaute Fünf-Sterne-Designhotel liegt direkt am Strand und nur fünf Minuten vom Hafen entfernt. Die grosszügigen Zimmer sind geschmackvoll eingerichtet, für kulinarische Abwechslung sorgen die Restaurants Ouzeri mit zypriotischen Spezialitäten und Notios mit japanisch-mediterraner Fusionküche. Tipp: Zum Apéro unbedingt Karydaki (eingelegte Baumnüsse) probieren! Wem einmal nicht nach Kultur ist, dem sei ein Besuch im hoteleigenen Spa ans Herz gelegt. Unbedingt ausprobieren: Gesichtstreatment Serenity Facial by Ila.

Check-in
Flug | Zürich–Larnaka mit Austrian, Sommer Charterflüge ab Zürich direkt nach Paphos | Übernachten | 5-Sterne-Hotel Almyra, DZ ab CHF 150.– | Ausgehen | Cocktailbar Sweet 48 am Hafen | Café Muse mit Panoramablick | Bar Boulevard, Kennedy Square | Ausflüge | Geführte Wanderungen «Land und Leute», Infos: eugenios.neo@gmail.com, schönster Strand: Coral Bay | Infos | www.pafos2017.eu

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