Venedigs Palazzi Prunk, Pracht und Köstlichkeiten

Ewig fasziniert die Pracht der Palazzi am Canal Grande in Venedig. Und es gibt sie doch, die guten Adressen, wo man zu reellen Preisen in venezianischem Prunk schwelgen kann.

Am Rialto-Markt verkaufen die Fischhändler, was die venezianische Küche so köstlich macht: Moscardini, winzige Tintenfische, oder Vongole, die kleinen Muscheln der Venus. Göttlich ist auch, was Venedigs Köche daraus machen: knuspriges Fritto misto (das beste im «Cipriani») und andere Meereskompositionen, von denen zurzeit das «Aromi» im «Hilton Molino Stucky» die aufregendsten der Stadt kreiert.

Den roten Backsteinpalast des «Molino Stucky» liess ein Schweizer Kaufmann vor gut hundert Jahren als Europas grösste Getreidemühle errichten. Heute ist sie das grösste Hotel der Serenissima. In der Skyline-Bar des Hotels (mit dem einzigen Rooftop-Pool in Venedig) liegt dem Betrachter die einmalige Kulisse der Lagunenstadt zu Füssen.

Mit den eleganten Hotelbooten oder stampfenden Vaporetti, Venedigs Wasserbussen, erreicht man in wenigen Minuten den Dogenpalast am Markusplatz und den Canale Grande mit seinen Gondeln. 200 Paläste wetteifern an der prächtigsten Wasserstrasse der Welt auf 3,8 km Länge um Prunk und Prestige.

Am Eingang des Canal Grande präsentieren sich in der Dogana da Mar Werke zeitgenössischer Künstler. Gleich daneben thront die barocke Kirche Santa Maria della Salute über der schönsten Ecke Venedigs. Die Magie des Orts haben Canaletto, Tintoretto, Carpaccio und andere Malerfürsten einzufangen versucht. Peggy Guggenheim hat sie so fasziniert, dass sie sich samt Kunstsammlung hier niederliess – in einem alten Palazzo natürlich.

Viele der Palazzi sind heute Museen oder Hotels. Wie das «Barbarigo», neben dem Commissario Brunettis Filmwohnung liegt, oder das noble «Ca’ Sagredo», das sich neben dem «Ca’ d’Oro», dem vielleicht schönsten Kunstpalazzo am Canal Grande, befindet. Von den Loggias des «Ca’ d’Oro» blickt man hinüber zum Rialto, in dessen Gassengewirr sich viele altvenezianische, schummrige Bacari (Bars) verstecken. Wie das «Do Mori», das älteste Bacaro der Stadt. Hier gibt es für den Gegenwert eines Bellinis im «Palazzo Gritti» ein paar Gläschen Wein aus dem Veneto mit Cichetti, den traditionellen Häppchen der Venezianer. Die beste Grundlage für die nächste Runde Kunst und Kultur.

  • Anreise Mit Swiss dreimal tägl. Zürich–Venedig ab CHF 199.–
  • Hotel Molino Stucky, www.molinostuckyhilton.com. Ca’ Sagredo, www.casagredohotel.com. Palazzo Barbarigo, www.hotelphilosophy.net. Preise für DZ ab EUR 230.–
  • Restaurant Corte Sconta (Castello), Cip’s Club im «Cipriani» (ab 15. 4., Giudecca), Riviera (Dorsoduro)
  • Bars Do Mori (San Polo), Dei Rossi (Dorsoduro), Skyline Bar

www.turismovenezia.it

 

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