Abenteuer Jordanien Salzbad und Wüstenritt in Wadi Rum

Jordanien, auch die Schweiz des nahen Ostens genannt, ist zu recht ein beliebtes Reiseziel. Neben dem unverzichtbaren Besuch von Petra lockt ein Bad im Toten Meer.
Kamelsafari. Am schönsten lässt sich Wadi Rum per Wüstenschiff entdecken.
Kamelsafari. Am schönsten lässt sich Wadi Rum per Wüstenschiff entdecken.

Dem Zauber von Wadi Rum ist schon Lawrence von Arabien verfallen. Mit gutem Grund. Neben der Stille und den schier unendlichen Weiten der grössten Wüste Jordaniens finden sich hier über 4000 Jahre alte Felszeichnungen. Eindrücklich auch die bis zu 1750 Meter hohen Sandund Kalksteinfelsen, für Abenteuerlustige ein wahres Kletterparadies. Wers gemütlicher mag: Wandertouren, Jeep- und Kamelsafaris können direkt im Besucherzentrum bei den berühmten Felsen «Sieben Säulen der Weisheit» gebucht werden. Nicht verpassen: eine Ballonfahrt und eine Nacht im Beduinenzelt. Der Sternenhimmel ist nicht zu toppen.

Weltwunderliche Ruinenstadt. Zwei Autostunden nördlich liegt die sagenumwobene Wüstenstadt Petra, Unesco-Weltkulturerbe und Höhepunkt jeder Jordanienreise. Die spektakuläre 1,3 Kilometer lange Felsenschlucht bis zur berühmten Fassade des Schatzhauses am Eingang der Stadt hat man frühmorgens noch fast für sich allein. Das einstige Handeslzentrum des antiken Nomadenvolkes der Nabatäer ist auch bei straffem Reiseplan einen Tagesausflug wert. Wers nicht nach Jordanien schafft: Das Antikenmuseum Basel zeigt in «Wunder in der Wüste» Originalwerke aus Petra. Noch bis 17. 3.

Massage oder Salzbad. Beliebtes Fotomotiv auf der Fahrt zum Toten Meer ist eine von Wind und Wetter modellierte Kalksteinfigur: der Legende nach die zur Salzsäule erstarrte Frau von Lot. Erwiesen hingegen ist der hohe Salzgehalt des Toten Meeres – über 31 Prozent. Längst kommt nicht mehr nur, wer von der gesundheitsfördernden Wirkung des Wassers profitieren will. Mehrere Fünfsternepaläste säumen die Küste, allesamt mit ausladenden Wellnesszonen bestückt. Ein Ausflug nach Hammamat Ma’in lohnt sich. Die Heisswasserquellen liegen 264 Meter unter Meeresspiegel in einer herrlichen Oase.

Römisches Jerash, arabisches Amman. Geschichte und Kultur begegnen einem in Jordanien auf Schritt und Tritt. Jerash – auch Pompeji des Nahen Ostens genannt – gilt als die am besten erhaltene römische Provinzstadt. Erst vor siebzig Jahren unter dem Sand hervorgeholt, ist sie nach Petra das zweitwichtigste Reiseziel des Landes. Eindrücklich und noch heute an den Ruinen abzulesen: wie sich die römische Kultur mit der orientalischen verband. Nur eine knappe Stunde entfernt liegt die Hauptstadt Amman, die sich über neunzehn Hügel verteilt. Neben dem traditionellen Basar lohnt ein Abstecher ins Ausgehviertel Jabal, wo sich Restaurants, Discos und Bars aneinanderreihen. Tipp: Von der Terrasse des Wild Jordan Café hat man eine herrliche Aussicht über die Stadt.

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