Hotspot in Südamerika, Buenos Aires (Argentinien) Tango, Polo und Fleischeslust

Die argentinische Hauptstadt Buenos Aires gehört zu den grössten Metropolen der Welt. Das PARIS AM RIO DE LA PLATA gibt sich modisch, kosmopolitisch und vibriert vor Lebenslust.
Grossspurig: Die Avenida 9 de Julio ist die Hauptachse von Buenos Aires und mit 18 Spuren die breiteste Strasse der Welt.
Grossspurig: Die Avenida 9 de Julio ist die Hauptachse von Buenos Aires und mit 18 Spuren die breiteste Strasse der Welt.

Die «Stadt der guten Winde»: So nannten die Spanier einst ihre Kolonie am Rio de la Plata. Heute ist sie eine 13-Millionen-Einwohner-Metropole und für Modebegeisterte, Tangofans und Gourmets die aufregendste Stadt Lateinamerikas. Die sauberste, sicherste und europäischste ist sie auch – und die Luft, dank der Lage, immer noch vergleichsweise gut.

Einkaufsrausch: Die exklusivsten Düfte der Stadt kreiert derzeit Fueguia im mondänen Stadtteil La Recoleta. Sie erinnern an das Gras der Pampa, an Leder, Tabak und Matetee oder die Aromen der Pulperias. Jene sind die traditionellen Krämerläden der Gauchos, die gerade eine Renaissance erleben.

In La Recoleta residieren die noblen Herrschaften. Hundesitter führen vornehme Vierbeiner aus. Die Porteños, die Einwohner von Buenos Aires, sind verrückt nach Pferd und Hund; Polo-Mode, Ponchos, Reitstiefel und Accessoires im Gaucho-Stil (etwa von Cardón oder Arandú) sind immer angesagt. Hippe Mode, freches Design, Kitsch und coole Bars zum Chillen nach dem Shoppen findet man dagegen in Palermo Viejo sowie im Tangound Antiquitätenviertel San Telmo.

Fleischeslust Tango, der lasziv-leidenschaftliche Tanz von Buenos Aires, ist in den Halbwelt-Kaschemmen von La Boca entstanden. Das ehemalige Hafenviertel mit den grellbunten Häuserfassaden und der Bombonera, dem weltberühmten Fussballstadion, in dem Diego Maradona kickte, lockt mit melodramatischem Strassentango Touristen an. Am besten ist das schrille Quartier per Velo zu erkunden. Der Hafen liegt heute weit draussen am Rio de la Plata. An den ehemaligen Docks im benachbarten Puerto Madero haben sich inzwischen einige der besten Asados, die saftige Riesensteaks vom Holzgrill servieren, und Hotels der Stadt, wie das «Faena» und das Hotel Madero, angesiedelt.

National-Ikone Ist für die einen der Tango die grösste Attraktion, ist es für andere ein Friedhof. Auf dem Cementerio de la Recoleta ist Evita Perón, die einstige First Lady Argentiniens, begraben, die wie eine Nationalheilige verehrt wird. Neben dem Friedhof befindet sich die Iglesia de Nuestra Señora del Pilar, eines der wenigen Gebäude im spanischen Stil. Pariser Belle Epoque sowie der monumentale Neoklassizismus Peróns prägen das Stadtbild. Die Avenida 9 de Julio, eine Kopie der Champs-Elysées, ist die breiteste Strasse der Welt. Auch die Blüte aus Stahl im Parque Thays, die sich mit der Sonne öffnet und schliesst, ist mit zwanzig Metern Höhe kein Winzling. In der europäischsten Metropole Südamerikas fallen eben nicht nur die Steaks grösser aus. 

Check-in:

  • Anreise: Von Zürich via Madrid nach Buenos Aires mit Iberia
  • Unterkunft: 4,5-Sterne-Hotel Madero, DZ mit Frühstück ab CHF 204.–, www.hotelmadero.com
  • Restaurants: Cabaña Las Lilas in Puerto Madero, «La Cabrera» in Palermo Viejo, «La Biella» in Recoleta
  • Tango: Confiteria La Ideal, Plaza Dorrego
  • Trips: Stadtspaziergang (Adrian Heynen buchen) ab CHF 43.–, Velotour ab CHF 36.–, 3-Tages-Trip Estancia El Ombu de Areco, 2 Nächte im DZ, Vollpension, Asados, Ausritte etc. inklusive Transfers ab CHF 770.– pro Person

 
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