Vietnam mit Zug und Schiff Dschunken, Schlangenschnaps, romantisches Höhlen-Dinner

Tempel, Strände, Wolkenkratzer: Vietnam ist ein Land der Abenteuer. Das Doppelleben zwischen Kapitalismus und Kommunismus elektrisiert von Ho-Chi-Minh-Stadt bis Hanoi.
Vietnam, Hanoi, Schiff, Reisen
© Caroline Hauger

Mystische Bai Tu Long Bay: Mit der «Dragon’s Pearl» ins Unesco-Weltnaturerbe. Dieser Teil ist touristisch noch wenig erschlossen.

Ein versunkener Drache, der zu Stein wurde, gab der mystischen Halong Bay den Namen. 2000 Inseln zählt das Unesco-Weltnaturerbe. Die 12 000 Bewohner leben von Fischfang, Perlenzucht, Tourismus. Kenner buchen bei Indochina Junk und lassen die Halong Bay (mehr Boote als Berge) rasch hinter sich. Im James-Bond-Streifen «Der Morgen stirbt nie» diente sie als Kulisse im Showdown. Die hübsche Dschunke «Dragon’s Pearl» (11 Kabinen, 1 Spitzenkoch) kreuzt zwischen den Karstkegeln von Cong Do durch eine sagenumwobene Landschaft. Man besichtigt das Perlendorf Vung Vieng. Geniesst am Strand von Tra Gioi den Sonnenuntergang. Diniert in der Thien-Canh-Son-Höhle bei Kerzenlicht. 

Die Tour startet per Bus in Hanoi, der Stadt der alten Traditionen. Drei kulturelle Sehenswürdigkeiten: der Literaturtempel, wo Konfuzius 551 v. Chr. geboren wurde. Der Hoan-Kiem-See mit der roten Brücke, dem Jadeberg-Tempel, der Einsäulenpagode. Und das Ho-Chi-Minh-Mausoleum mit dem Privathaus des verehrten Staatsmannes. Vom Mövenpick Hotel Hanoi (edelstes Frühstücksbuffet der Stadt) steht man nach fünf Minuten mitten im wuseligen Französischen Quartier mit seinen Kaffee-Shops (den Wiesel probieren!), Fuss-Massage-Salons und Suppenküchen.

Auf die Bucket-List gehört ein Kurztrip mit dem Sapaexpress auf dem neuen Highway (18 $ pro Person) zu den Reis-Terrassen im Norden Vietnams. Pellerine nicht vergessen - auf 1600 Metern regnet es an 180 Tagen pro Jahr. Mit dem Wiedervereinigungs-Express geht es im Schlafwagen von Hanoi nach Ho-Chi-Minh-Stadt. Dazwischen liegt noch immer vermintes Land. Der Krieg hat in den Seelen der Bewohner Zentralvietnams seine Spuren hinterlassen. Das grüne Herz ist der Nationalpark Phong Nha-Ke Bang, ein Abenteuerspielplatz für Höhlenforscher und Dschungelfans. Die Son-Doong Cave (Bergflusshöhle) ist die grösste der Welt. Sie wurde 1991 zufällig von einem Bauern entdeckt. Oxalis Adventure Tours hat das Monopol auf das spektakuläre Trekking. Man schläft in Zelten und Hängematten, schwimmt durch unterirdische Seen. Kosten des Sieben-Tage-Trips: 3000 Dollar.

Der Nachtzug rattert vorbei an Hoi An und seinen Traumstränden. Nach 1700 Kilometern steigt man etwas gerädert in Ho-Chi-Minh-Stadt aus. Der Blick von der Pool-Bar des Liberty Central Saigon Riverside Hotel auf das Mekong-Delta wird nur noch durch die In-Location Chill Skybar im AB Tower getoppt. Am Mango-Margarita nippen, die Aussicht geniessen. Xin chào - willkommen im Vietnam der Zukunft!

Check-in
Anreise Ab Zürich mit Singapore Airlines via Singapur nach HCMC oder Hanoi oder mit Emirates über Dubai. Inlandflüge mit Vietnam Airlines Reisezeit Norden November bis Mai Süden November bis Januar Shopping HCMC Nachtmarkt (Schlangenschnaps), Saigon-Markt (Kleider) Hanoi Lotte-Center, Bat Trang Ceramic Village, Vincom Mega Mall Infos www.asien.net/vietnamwww.tui.ch

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