Adelboden Winterspass am Chuenisbärgli

Die Schickeria schaut in Adelboden selten vorbei. Was dem 3500-Seelen-Dorf im Berner Oberland durchaus nicht schadet.
Beliebter Ort: Die sonnige Panoramaterrasse des Designhotels The Cambrian.
Beliebter Ort: Die sonnige Panoramaterrasse des Designhotels The Cambrian.

Mitte Januar bricht in Adelboden das Chaos aus. Dann stürmen mehrere Zehntausend Fans in das kleine Bergdorf, um bei den FIS-Weltcup-Rennen der Herren dabei zu sein.

Zwei Tage lang dauert jeweils der Trubel, dann kehrt wieder Ruhe ein. Einheimische und Wintersportler sind erneut unter sich, und auf der 500 Meter kurzen Hauptstrasse, wo weder Guccinoch Prada-Shops auszumachen sind, wird freundlich gegrüsst. Im gemütlichen Bäckerei-Confiserie-Café Haueter, das mit seiner Auslage jeden noch so standhaften Diätfanatiker ins Wanken bringt, kann man wieder gemütlich sitzen. Und auch die Schweizer Ski-Legende Annerösli Zryd, die als völlig unbekanntes Adelbodner Meitschi 1970 Gold in der Abfahrt an den Skiweltmeisterschaften in Val Gardena holte, hat Zeit für einen Schwatz in ihrem Sportgeschäft Zryd Sport & Mode.

Ein mondäner Ferienort ist Adelboden nicht. Hier, am Ende des Engstligentales auf 1350 Meter Höhe, frönt man dem Sport. Es lockt die herrliche Ski- Arena von Adelboden-Lenk, mit über 185 Kilometer Skipisten und 56 Anlagen. Mutige nehmen den steilen Hang des Chuenisbärgli in Angriff und sausen runter wie Didier Cuche. Andere fahren rüber in die Lenk, über Silleren-Hahnenmoos- Metsch. Unterwegs trifft man auf zahlreiche Alphütten. Beim Après-Ski ist vor allem in den Restaurants Aebi (Silleren) und Lavey (Geils) der Teufel los.

Die einen fahren Ski, die anderen geniessen das Winterpanorama. Oder tun beides. Das kürzlich renovierte Designhotel The Cambrian, vormals Solis, bietet zahlreiche Annehmlichkeiten, darunter auch ein beheiztes Outdoor-Solebad: Der Blick vom Bad auf den Wildstrubel und hinunter ins Tal ist berauschend. Dieses Erlebnis toppen kann nur noch eine entspannende Massage im eleganten, 750 Quadratmeter grossen Spa (Produkte von Just Pure).

Eine Wohltat für Auge und Gemüt sind auch die erlesenen Materialien, Schiefer aus der Gegend und viel Holz, die im ganzen Haus zu finden sind. Kulinarisch wird der Gast im hoteleigenen Restaurant verwöhnt. Und sie wecken Lust auf mehr, die klassischen Gerichte aus der Schweizer Küche.
 

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