Helsinki, Welthauptstadt für Design 2012, Finnland Wo die schönen Dinge wohnen

Helsinki feiert sich dieses Jahr gleich doppelt: mit dem 200. Geburtstag und als offizielle Welt-Design-Hauptstadt 2012. Ein inspirierender Spaziergang – bis in die höchste Bar der Stadt.
«Perle der Ostsee» wird Helsinki genannt. Der Dom überragt den Senatsplatz, den die Universität und das Parlament einrahmen.
«Perle der Ostsee» wird Helsinki genannt. Der Dom überragt den Senatsplatz, den die Universität und das Parlament einrahmen.

Der Zauber der «weissen Nächte» strahlt über Finnlands Hauptstadt, rückt sie als Welt-Design-Hauptstadt 2012 ins Licht und erinnert damit an eine lange Tradition innovativer Gestaltung: von Alvar Aaltos Vasen über die bunten Stoffe von Marimekko, den Kinderbuchklassiker «Die Mumins» bis zum Handyspiel Angry Birds. Weil noch bis im September die Sonne in Helsinki fast 24 Stunden scheint, können Besucher den nicht enden wollenden Tag mit dem vielfältigen Angebot füllen: 250 Projekte und Veranstaltungen in der ganzen Stadt zeigen, wie gute Gestaltung in Finnland in den Alltag integriert wird und so Identität schafft.Helsinki erwacht am schönsten am Hafen.

Der Ostseewind trägt das Geschrei der Möwen heran, während in den traditionellen Kaffeezelten Filterkaffee in grossen Bechern – natürlich von Iittala, dem nationalen Geschirrhersteller – an Fischer, Geschäftsleute und die ersten Touristen verkauft werden. Gestärkt schlendert man durch den beliebten Esplanade-Park Richtung Designdistrikt. (www.designdistrict.fi). Hier konzentriert sich, was Helsinki unter guter Gestaltung für jedermann versteht. In Boutiquen stellen junge finnische Modedesigner ihre bezahlbaren Entwürfe vor. Galerien präsentieren in zauberhaften Hinterhöfen moderne Kunst, Restaurants finnische Spezialitäten wie Rentier-Tatar mit Austern. In diesem Viertel steht auch das 1875 gegründete finnische Designmuseum. Es ist das älteste seiner Art auf der ganzen Welt.

Der Höhepunkt des Designjahres steht noch bevor. Während der Design Week vom 6. bis 16. September öffnen Gestalter ihre Studios, spielen Bands, gibt es Workshops, Modeschauen, Podiumsdiskussionen (www.helsinki designweek.com). Wer nach so viel Kultur seinen Durst löschen will, tut das am besten bei den Cocktailmixern der Ateljé Bar – übrigens eingerichtet von Alvar Aalto. Von der Dachterrasse des einzigen Hochhauses der Stadt, des Hotels Torni, geniesst man einen fabelhaften Blick über Helsinki – auch um Mitternacht. Denn es ist noch immer taghell. (Design-) Sonnenbrille nicht vergessen!
 

Check-in

  • Anreise Direkt von Zürich nach Helsinki mit Finnair. Tipp: Statt per Taxi mit dem Finnair-Bus bis ins Stadtzentrum (EUR 6.20)
  • Hotel «Klaus K»: familiengeführtes Designhotel mit individuellen Zimmern im Zentrum. DZ mit Frühstück ab EUR 145.–, Tel. +358 (0) 20 770 4700, www.klausk.com
  • Restaurant «Ateljé Finne», experimentelle Küche; berühmt sind Sapas, die man am besten geniesst in der Latva Wine Bar (Korkeavuorenkatu 25) Tipp: Lokale Biere probieren!
  • Besonderheit Font-Walks, geführte Design-Spaziergänge. Kontakt über
    www.helsinki guides.fi
  • Infos www.wdchelsinki2012.fi

 

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