Sevilla: Lebensfrohe Stadt in Südspanien Wo die wilden Orangen blühen

Die schöne Stadt am Guadalquivir lebt gut mit ihren Klischees: Die Altstadt ist romantisch, das Essen fabelhaft und der Flamenco überall zu hören und zu sehen.
Ein Juwel: Die Giralda, der imposante Turm der Kathedrale, gehört seit dem 13. Jahrhundert zu den Wahrzeichen Sevillas.
Ein Juwel: Die Giralda, der imposante Turm der Kathedrale, gehört seit dem 13. Jahrhundert zu den Wahrzeichen Sevillas.

Die Giralda ist das prägendste Merkmal Sevillas und erzählt mehr über die Stadt als jedes andere Monument. Der verzierte Turm stammt aus dem 13. Jahrhundert, misst 97 Meter und war einst das Minarett einer Moschee. Ihr zur Seite steht die prächtige Kathedrale. Sie ist die grösste gotische Kirche der Welt und eine der wichtigsten im Christentum. Filigrane Türmchen und Strebebögen verleihen dem Bau eine ungewohnte Leichtigkeit. Vom Westportal her gelangt man in eine kleine, unerwartete Oase: den Orangenhof. Überhaupt: Viele Orangenbäume zieren Strassen und Plätze. Besonders sinnlich: Der verführerische Duft der weissen Blütenpracht im Frühjahr.

Den spektakulärsten Blick auf Giralda und Kathedrale geniesst man von der Dachterrasse des kürzlich eröffneten Boutique-Hotels EME. An Wochenenden stehen hier Einheimische wie Touristen dicht beieinander. Der Mojito soll der beste der andalusischen Hauptstadt sein, in den vier Restaurants des Hauses wird gute spanische Küche geboten. Das Hotel zieht ein urbanes, junges Publikum an. Die Zimmer sind puristisch eingerichtet, einige mit Blick auf das Gotteshaus. Die Lounge ist in einem gewagten Mix aus katholischen und maurischen Elementen gehalten, der Duft von Weihrauch ist allgegenwärtig.

Flamenco ist eng mit Sevilla verbunden. Das romantische Triana-Viertel gilt als eine seiner Wiegen. Im Museo del Baile Flamenco (www.museoflamenco.com) kann der Besucher interaktiv in die Geschichte dieses sinnlich-stolzen Tanzes eintauchen und abends gleich eine Aufführung hautnah miterleben.

Essen wird in Sevilla zelebriert. Mal sind es Tapas (kleine Häppchen), mal was Deftigeres. In der «Antigua Abacería de San Lorenzo» (antiguaabaceriadesan lorenzo.com) fühlt man sich rundum wohl. Das Lokal ist alt und verwinkelt, die Speisen sind regional. Die Zusammenstellung der feinen Gerichte überlässt man am besten Ramón Lopéz de Tejada, dem Besitzer des Restaurants. Den süssen Abschluss sollte man sich in der «Heladería La Fiorentina» genehmigen. Die Glace-Kompositionen von Joaquín Liria sind himmlisch. Und ungewohnt. Oder haben Sie schon mal Olivenöl-Glace gegessen?


Check-in

Anreise:
Mit Iberia nach Madrid (www.iberia.com), weiter mit dem Hochgeschwindigkeitszug AVE (www.renfe.es)

Attraktives Angebot:
Hotel EME Fusion «EME zu zweit»: 2 Übernachtungen im De-luxe-Zimmer, Frühstück, 1 Abendessen und vieles mehr EUR 750.– (www.emecatedralhotel.com)

Tapas-Bar:
«Sol y Sombra» (C/Castilla 151 im Viertel Triana); «Las Columnas» (bei der Kathedrale)

Info:
Span. Tourismusamt, Tel. 044 - 253 60 50 (www.spain.info)

 

 



 

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