Nissan Leaf Revolution fährt leise vor

Der Nissan Leaf will weltweit grosse Massen elektrisieren. Ab 2011 auch in der Schweiz. Tatsächlich taugt das fünfplätzige E-Mobil zu mehr als nur zum sauberen Cityflitzer.
Lärm- und abgasfrei: Bereits das Design soll den Nissan Leaf als Vertreter der emissionsfreien Mobilität identifizieren.
Lärm- und abgasfrei: Bereits das Design soll den Nissan Leaf als Vertreter der emissionsfreien Mobilität identifizieren.

Die Zeit ist reif für das Elektroauto und wir bei Nissan auch», erklärt Tom Smith, verantwortlich für E-Mobilität bei Nissan. Tatsächlich ist den Japanern mit dem E-Mobil Leaf ein guter Wurf gelungen: Auf 4,45 Metern Länge (VW Golf: 4,20 Meter) erfüllt es praktisch alle Bedürfnisse, die an ein gutes Alltagsauto gestellt werden: Platz für fünf Personen, inkl. 330-Liter-Kofferraum, Spitze mindestens 140 km/h. Und er fährt sich wie ein normales Auto – dazu flüsterleise und emissionsfrei. Nur an die für E-Mobile zwar grosse, für Diesel- und Benzinautos aber geringe Reichweite von 160 Kilometern muss man sich gewöhnen. Und vielleicht auch etwas an die Optik.

Der Fronttriebler beschleunigt dank 80-kW-E-Motor (109 PS, 280 Nm) rasanter als viele Kompaktwagen. Die 250 Kilo schweren Lithium-Ionen-Batterien sind zentral im Wagenboden platziert und sorgen dank tiefem Schwerpunkt für ein sehr agiles Fahrverhalten. Unter einer kleinen Klappe in der Front warten zwei Steckdosen für Schnellladung (32 Ampere, 30 Minuten für 80 % Kapazität) und Standardladung (16 Ampere, 6 bis 8 Stunden für 100 %). Ist der Akku voll, gibt es eine Meldung aufs Handy. Auch sonst brilliert der Leaf mit viel Technik: Dank Timer-Funktion lässt sich der Start des Ladevorgangs programmieren. Im Cockpit wird stets der aktuelle Ladezustand der Batterie eingeblendet, und auf der Karte des Navis erscheint zudem auch die minimale und die maximale Reichweite.

Und der Preis? Der soll weltweit bei rund 30 000 Euro liegen – nach Abzug der staatlichen Förderungen. Und da liegt die Krux: Während E-Mobile in Europa von Unterstützungsbeiträgen zwischen 6000 bis zu 8000 Franken profitieren, müssen sie sich in der Schweiz ohne staatliche Förderung etablieren.
 

 

 

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