Smart Fortwo Electric Smarter Stromer

Mit Feldversuchen – unter anderem auch in Zürich – bereitet Smart die Serienfertigung des elektrifizierten Fortwo vor. Der entpuppt sich schon jetzt als der bessere Smart.
Stromer: Von New York bis Zürich: Der Feldversuch mit dem E-Smart läuft rund um die Welt.
Stromer: Von New York bis Zürich: Der Feldversuch mit dem E-Smart läuft rund um die Welt.

Man wird in der elektrischen Zukunft seinen Ohren nicht mehr trauen können. Mal eben über die Strasse gehen, ohne hinzusehen? Bloss nicht! Schon eine kurze Fahrt im Smart Fortwo Electric Drive durch die City macht klar, wieso die Industrie künstliche Fahrgeräusche für Elektroautos diskutiert: Niemand hört den E-Flitzer heransummen.

Im Rahmen der Feldversuche sausen nun 1500 elektrische Smart durch Metropolen wie Berlin, Mailand, Rom, Paris oder New York – und 50 Stück durch Zürich. Das Ziel: So sollen Alltagserfahrungen, zum Beispiel in punkto Infrastruktur, gesammelt werden, ehe 2012 der Verkauf an jedermann startet. In der Stadt zeigt der Stromer schon heute vielen die Rücklichter. Zwar leistet der E-Motor «nur» 41 PS, stellt aber vollen Durchzug ab der ersten Umdrehung parat.

Das sorgt für sehr flotten Antritt und lineare Beschleunigung. Weil Elektroautos ein einziger Gang reicht, gibt es im E-Smart die bei den herkömmlichen Smart oft kritisierten Schalt-Rucke nicht. Erst ab Tempo 60 wird der Vortrieb zäher, und bei 100 km/h macht die Elektronik Schluss: Das spart Strom, verbannt uns aber auf der Autobahn unangenehm hilflos zwischen die Laster. Dafür sorgt die Batterie im Boden mit ihren 100 Kilo für solideres Fahrgefühl und den Hauch mehr Komfort. Nach 120 bis 140 Kilometern muss der Flitzer für rund sieben Stunden an die Steckdose. Leider geht das hierzulande kaum daheim, weil meist Sicherungen mit 10 statt der benötigten 16 Ampere verbaut sind.

Da helfen nur die von den Stromversorgern aufgebauten Zapfsäulen für den Feldversuch mit speziellen Steckern. Mit Ökostrom – und nur dann macht ein Elektroauto Sinn – kostet der Strom für 100 Kilometer Fahrt dann ganz nach Ladetarif und den auftretenden Ladeverlusten zwischen knapp zwei bis über drei Franken.

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