Aston Martin Rapide Sport im Quartett

Nach fast 50 Jahren baut Aston Martin erstmals wieder einen Rapide. Der noble Viertürer tritt nicht als Luxuslimousine, sondern als ein Sportwagen für die ganze Familie an.
Teamarbeit: Der Aston Martin Rapide bietet Sportwagengenuss für vier Personen.
Teamarbeit: Der Aston Martin Rapide bietet Sportwagengenuss für vier Personen.

Aller guten Dinge sind drei. Schon 1986 hatte der heutige Aston-Martin-CEO Ulrich Bez die Idee eines viertürigen Sportwagens mit einer coupéhaften Silhouette. Nur amtete der gebürtige Schwabe damals noch als BMW-Entwicklungsleiter und konnte in München keine rechte Begeisterung für das Konzept wecken. Beim zweiten Anlauf scheiterte Bez bei Porsche – mit dem projektierten Viertürer 989 und an zu hohen Kosten.

Erst im dritten Anlauf konnte er jetzt mit dem Aston Martin Rapide seinen Traum realisieren. Vorgängig musste die Marke aber an eine kuwaitische Investorengruppe verkauft werden: Aston-Martin-Vorbesitzer Ford wollte vom schnellen Viersitzer einst ebenfalls nichts hören. Doch das Warten hat sich nicht nur für Bez ausgezahlt. Der 5,20 Meter lange Rapide besticht mit schlanker Linie und einer Seitenansicht, die die beiden hinteren Türen eher verbirgt als betont.

Die aus Aluminium und Stahl verklebte Karosserie beherbergt einen salonartigen Innenraum. Weil der Rapide ja eben keine Limousine, sondern ein vollwertiger Sportwagen sein will, räkelt man sich auch in der zweiten Sitzreihe in wie massgeschneiderten Sportsitzen. Überraschenderweise lassen sich deren Lehnen umklappen, um den Kofferraum auf bis zu 886 Liter Volumen zu erweitern.

In der gedämpften Atmosphäre im Inneren kommt jede musikalische Nuance des Soundsystems zur Geltung – bis beim Druck auf den Startknopf der Zwölfzylinder unter der schier endlos wirkenden Haube erwacht. Auf kurvenreichen Landstrassen überzeugt der Rapide mit so flinken Lenkreaktionen, dass man beinahe vergisst, in einem Viertürer zu sitzen. Ob die Familienmitglieder auf der Rückbank diese forcierte Fahrweise ebenfalls zu schätzen wissen, sollte man aber besser bereits vor der Abfahrt klären.

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