Ferrari 458 Spider Ungefiltertes Klangerlebnis

Mit dem neuen 458 Spider schafft Ferrari ein atemberaubendes Cabrio, das fahrdynamisch keine Wünsche offenlässt und selbst mit geschlossenem Verdeck faszinierend ausschaut.
Oben ohne: Es gibt wohl kaum Faszinierenderes im Autoleben, als den neuen Ferrari 458 Spider offen zu geniessen.
Oben ohne: Es gibt wohl kaum Faszinierenderes im Autoleben, als den neuen Ferrari 458 Spider offen zu geniessen.

Ferrari-Entwicklungsdirektor Roberto Fedeli ist stolz. Besonders auf die Klappdach-Konstruktion des neuen Ferrari 458 Spider. «Schon vor sieben Jahren dachten wir für den Vorgänger F 430 über eine feste Klappdach-Lösung in Verbindung mit einem Heck-Mittelmotor-Konzept nach», verrät der Italiener. Allerdings mit unbefriedigendem Resultat.

«Deshalb entschieden wir uns damals nochmals für ein Stoffverdeck.» Nach vielen weiteren Versuchen fanden Fedeli und seine Ingenieure für den neuen 458 Spider schliesslich die ideale Lösung in einer dreistatt zweiteiligen Faltkonstruktion. Dank seiner harmonischen Karosserielinie ist der Spider mit geschlossenem Verdeck kaum als offener Zweisitzer zu erkennen. Und es nerven auch keine Windgeräusche. Trotzdem will man den 570-PS-Renner natürlich vor allem offen fahren: So faltet sich das schmale Aludach auf Knopfdruck in 14 Sekunden zwischen die Insassen und den 4,5-Liter-V8-Motor im Heck. Stolz ist Fedeli beim 458 Spider aber auch auf die Motor-Akustik: «Für dasselbe Klangerlebnis wie beim Coupé haben wir beim Spider lange am Endschalldämpfer sowie an der Ansauganlage getüftelt.» Das ungefilterte Resultat fasziniert, ohne dabei je in ordinären Lärm zu kippen. Für den stolzen Roberto Fedeli eine Selbstverständlichkeit ist dagegen, dass sich der nur 50 Kilo schwerere Spider auf der Strasse genauso fahrdynamisch wie das Coupé verhält. In nur 3,4 Sekunden geht es auf Tempo 100 – bis 320 km/h sind möglich. Das Zusammenspiel von unbändiger Motorkraft, dem unheimlich schnell schaltenden Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe und der extremen Lenkpräzision ist beeindruckend. Der Chef-Entwickler sagt dazu nur zufrieden schmunzelnd: «Das sind wir unserer Marke schuldig.»

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