Schweizer Illustrierte Vom Leben geprüft

Tagebuch von Nik Niethammer, Chefredaktor.
Tagebuch von Nik Niethammer, Chefredaktor.
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Florian Inhauser Auf diese Bilder, liebe Leserin, lieber Leser, warteten wir fünf Monate. Es sind die ersten Bilder von «Tagesschau»-Moderator Florian Inhauser, der beinahe an einem Tumor an der Bauchspeicheldrüse gestorben wäre. Seit der ersten Operation am 2. Juni stand ich mit dem 41-jährigen Fernsehmann und seiner Frau Katja Stauber in Kontakt.

Habe mitgehofft, dass alles gut geht, habe mitgelitten, als ein zweiter Eingriff nötig wurde. Und war schockiert, als ich von den schweren Komplikationen hörte. Erst jetzt, fünf Monate nach dem ersten Eingriff, waren Florian Inhauser und seine Frau bereit, über die schlimmste Zeit ihres Lebens zu sprechen. Bettina Portmann traf die beiden letzte Woche zum grossen Interview. Zum ersten Mal erzählt Inhauser, wie schlimm es wirklich um ihn stand. Wie ihn die Schmerzen zermürben. Und wie ihn die Krankheit verändert hat.

Als ich den Text las, musste ich an Max Frisch denken. In «Antwort aus der Stille» schreibt der grosse Schweizer Schriftsteller: «Warum leben wir nicht, wo wir doch wissen, dass wir nur ein einziges Mal da sind, nur ein einziges und unwiederholbares Mal, auf dieser unsagbar herrlichen Welt!» «Ohne Katja hätte ich es nicht geschafft» – ab Seite 20.

Julian Assange Der Mann macht mir Angst. Und fasziniert mich gleichermassen: Er ist Chef von Wikileaks, dieser Internetplattform, die mit immer neuen Enthüllungen die
Welt in Atem hält. Julian Assange spreche mit seiner tiefen Stimme so leise und monoton, starre einem beim Gespräch so eindringlich in die Augen, dass sich der Eindruck aufdränge, er leide an Verfolgungswahn, beschreibt ein Reporter der «Süddeutschen Zeitung» eine Begegnung mit dem 39-Jährigen. Wer ist Assange, dessen Sohn sagt, er wundere sich, dass sein Vater nicht längst umgebracht worden ist? «Beruf: Verräter». Das Porträt – ab Seite 28.

Roger Federer Für seine Fans ist in diesem Jahr bereits am 13. Dezember Weihnachten: Dann erscheint unser Gold-Heft für den grössten Schweizer Sportler aller Zeiten. Auf 50 Seiten zeigen wir exklusive Bilder. Beleuchten die Höhepunkte seiner grandiosen Karriere. Sprechen mit dem Familienvater über seine Zwillinge, die Ehe mit Mirka und sein Engagement für Afrika.

Das ist denn auch der Grund für unser SI-Spezial: The Match for Africa am 21. Dezember. Im Zürcher Hallenstadion fordert Roger Federer seinen grossen Rivalen und Freund Rafael Nadal heraus. Der Reinerlös des Tennis-Showdowns des Jahres geht an die Roger Federer Stiftung. Freuen Sie sich auf das spektakuläre Heft – nächste Woche an Ihrem Kiosk.

Ich wünsche Ihnen bis dann viel Lesevergnügen mit Ihrer Schweizer Illustrierten!

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