Schweizer Illustrierte Wenn die Liebe zurückkehrt

Tagebuch von Nik Niethammer, Chefredaktor.
Tagebuch.
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Bernhard Russi Aufmerksamen Beobachtern war nicht entgangen, dass sich Bernhard Russi und seine Frau Mari wieder gemeinsam in der Öffentlichkeit zeigten – neun Monate nach Bekanntgabe ihrer Trennung. Das erste Mal bei der Knie-Gala für Beat Richner im Mai in Zürich, im September bei der Premiere von Arthur Cohns Film «Die Kinder der Seidenstrasse» und beim «Rose d’Or»-Festival in Luzern.

Doch erst heute bricht Bernhard Russi sein Schweigen. Daheim in Andermatt UR gewährt der Ski-Star unserem Reporter Thomas Renggli einen tiefen Blick in seine Seele. Zum ersten Mal spricht der 62-Jährige über die schlimmste Zeit seines Lebens. Den Trennungsschmerz. Die Selbstzweifel. Und wie er und Mari in der Hütte am Wildenmattensee wieder zueinanderfanden.

Es gebe kein Patentrezept, sagt Russi. «Man muss an seiner Beziehung arbeiten, miteinander sprechen, akzeptieren, dass nicht immer alles rund läuft, und auch bereit sein, sich ehrlich zu hinterfragen.»

Die Liebe ist zurück – ab Seite 18.

In eigener Sache Sie müssten mich jetzt sehen können, liebe Leserin, lieber Leser. Ich schreibe diese Zeilen sozusagen auf gepackten Koffern. Während ich Buchstaben aneinanderreihe, räumt meine Assistentin Sara Schrepfer die letzten Regale leer. Packt Bücher und Ordner in Kisten. Klebt Etiketten drauf. Wir ziehen um!

Nach 3148 Tagen im «Exil» geht es zurück in die «Zentrale».

Über acht Jahre lang haben wir die Schweizer Illustrierte an der Höschgasse 45 im Zürcher Seefeld produziert. Seit Montag dieser Woche arbeiten wir wieder im Hauptgebäude des Verlagshauses. Auf persönliche Einladung unseres Verlegers Michael Ringier. Er wünschte sich sein Flaggschiff zusammen mit der Blick-Gruppe unter einem Dach.

Wer schon einmal seinen Keller geräumt oder den Dachstock entrümpelt hat, kennt das: Sich von Dingen zu trennen, ist ein schmerzvoller Prozess. Aber wirkt doch ungemein befreiend. So werfe ich nun alles weg, was sich über die Jahre angesammelt hat: Schmähbriefe, laue Konzepte, nicht veröffentlichte Geschichten. Und Werbegeschenke wie das Plastikgeweih samt Hirschröhren ab Band, mit dem eine österreichische Ferienregion um Schweizer Kunden warb.

Sie, liebe Leserin, lieber Leser, spüren von unserem Umzug nichts. Wir werden Sie auch aus der neuen Redaktionsstube Woche für Woche schnell und kompetent mit den spannendsten Geschichten über unsere Stars und Persönlichkeiten versorgen. Ich wünsche uns allen einen guten Start im neuen Grossraumbüro – und Ihnen wie gewohnt viel Vergnügen mit der Schweizer Illustrierten!

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