Jeep Grand Cherokee Wuchtiges Comeback

Mit der Übernahme von Chrysler gehört nun auch deren Tochter Jeep zum Fiat-Konzern. Und so fährt der wuchtige Grand Cherokee neu mit italienischem Flair vor.
Kraftvoll: Nicht weichgespült wie viele seiner SUV-Konkurrenten, sondern mit einem wuchtigen Sechs-Streben-Grill fährt der Jeep Grand Cherokee bei seinem Comeback vor.
Kraftvoll: Nicht weichgespült wie viele seiner SUV-Konkurrenten, sondern mit einem wuchtigen Sechs-Streben-Grill fährt der Jeep Grand Cherokee bei seinem Comeback vor.

Ein Jeep von Fiat? Fans des Offroad-Klassikers dürfte dieser Gedanke nach der Fiat-Übernahme vor zwei Jahren die Nackenhaare aufgestellt haben. Zu Unrecht, wie das Comeback des Grand Cherokee zeigt. «Ich hatte nie Bedenken», verrät Herbert Meyer, Country-Manager Jeep. «Bekanntlich sind Italo-Western die amerikanischsten und erfolgreichsten Western überhaupt. Daher traute ich es den Italienern auch zu, den amerikanischsten aller Jeeps zu realisieren.»

Von optischer Zurückhaltung wie bei der SUV-Konkurrenz kann beim neuen Grand Cherokee keine Rede sein. Schmale Bi-Xenon-Scheinwerfer mit Fernlicht-Automatik und der typische Sechs-Streben-Kühlergrill sorgen für einen wuchtigen optischen Auftritt. Stilvoll zeigt sich dagegen das Interieur mit viel Leder und Holz – der ästhetische Einfluss der Italiener wird hier am deutlichsten. Praktisch der neue Drehknopf für verschiedene Fahrmodi (Sport, Schnee, Normal, Sand/Schlamm, Felsen). Ein Knopfdruck genügt und schon wird der vollautomatische 4×4-Antrieb mit Geländeuntersetzung und Bergan- und -abfahrtassistent optimal auf den jeweiligen Untergrund angepasst. So kämpft sich der Jeep selbst durch unwegsamstes Gelände.

Aber auch auf Asphalt macht der kräftige Amerikaner eine ansprechende Figur und überzeugt dank Einzelradaufhängung mit gutem Fahrverhalten. Schade bloss, dass die serienmässige 5-Stufen-Automatik mit merklicher Verzögerung schaltet und so die geballte Kraft des V8- und V6-Benziners etwas hemmt. Hemmungsloser ist dagegen der Durst des US-Offroaders. Doch hier gelobt Jeep bereits Besserung: Ab Mai 2011 wird auch ein deutlich sparsamerer Drei-Liter-Diesel erhältlich sein. Und dann dürfte der Mix des Italo-Amerikaners vollends passen.

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