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Kinostart am 28. April 2022

«Downton Abbey: Eine neue Ära»: Grosse Veränderungen für die Crawleys

Mit «Downton Abbey II: Eine neue Ära» kommt bereits der zweite Film nach der erfolgreichen Serie auf die grosse Leinwand. Durch das Anwesen der Crawleys streicht dieses Mal ein Hauch Moderne und ein Teil der Familie begibt sich auf grosse Reise. Am Ende bricht mit einem Abschied eine neue Zeit an.

«Downton Abbey II: Eine neue Ära» startet am 28. April in den Kinos. Die britische Erfolgsserie «Downton Abbey» kehrt damit zum zweiten Mal als Filmfortsetzung auf die grosse Kinoleinwand. Sorgte im ersten Teil ein Besuch von König George im Haus der Adelsfamilie Crawley für Aufregung, ist es dieses Mal eine Filmcrew, die sich auf dem Anwesen ausbreitet und für Wirbel sorgt. Zudem bricht ein Teil der Familie nach Südfrankreich auf, um ein Familiengeheimnis aus der Vergangenheit aufzuklären.

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«Downton Abbey II: Eine neue Ära»: Darum geht's

Von 2010 bis 2015 begeisterte die britische Produktion «Downton Abbey» Serienfans weltweit. 2019 wurde der Zuschauer abermals mit auf den Familiensitz von Graf und Gräfin von Grantham, Downton Abbey, in der Grafschaft Yorkshire genommen und die Geschichten rund um das Personal und Lord Granthams (Hugh Bonneville) Töchter weitererzählt. Nicht anders ging Julian Fellowes (72), aus dessen Feder die Serie und der erste Film entstammen, im zweiten Teil vor.

Die zuletzt zart geknüpften Bande zwischen Tom Branson (Allen Leech, 40) und Miss Lucy Smith (Tuppence Middleton, 35) führen zu Anfang des Films, der 1928 angesiedelt ist, zu deren Vermählung. Viel Zeit bleibt im Hause Downton nicht, um die Frischvermählten zu feiern. Der Anwalt der Familie kündigt sich an, der gemeinsam mit dem Oberhaupt der Familie, der Dowager Downton (Maggie Smith, 87), etwas zu verkünden hat: Violet Grantham hat eine Villa in Südfrankreich vom geheimnisvollen Marquis de Montmirail geerbt, die sie nun an ihre Urenkelin Sybbie vermachen will. Violets Sohn Lord Grantham will sich selbst ein Bild von dem Anwesen machen und reist gemeinsam mit einem Teil der Familie an die Côte d'Azur. Dort angekommen, wirft eine böse Überraschung viele Fragen auf, die nur seine Mutter beantworten kann.

Währenddessen hält Lady Mary (Michelle Dockery, 40) als «Kapitänin» die Stellung auf Downton. Sie beschäftigt noch immer die Frage, wie der Erhalt des Familienwesen gesichert werden kann. Ein grosszügiges Angebot einer Filmproduktionsfirma kommt da sehr gelegen. Mr. Barber (Hugh Dancy, 46) rückt mit seiner Crew an, um in dem herrschaftlichen Haus seinen Stummfilm «Der Glücksspieler» zu drehen. Dafür werden die Räumlichkeiten auf den Kopf gestellt, was nicht von jedem Familienmitglied gutgeheissen wird. Die Stars des Films, Myrna Dalgleish (Laura Haddock, 36) und Guy Dexter (Dominic West, 52), sorgen ebenso für Wirbel und Bewunderung bei den Hausangestellten. Doch eine Neuerung im Filmgeschäft macht dem Regisseur zu schaffen: Tonfilme machen den Stummfilmproduktionen Konkurrenz. Das Projekt droht zu scheitern, als Lady Mary mit einer Idee um die Ecke kommt.

«Die neue Welt» trifft auf Altbewährtes

Der wohl grösste Pluspunkt des Films, wie auch schon im ersten Teil, ist das Wiedersehen mit der gesamten Originalbesetzung der Serie. Die weitererzählten Geschichten, sei es Tom Bransons Liebes-Happy-End oder Thomas Barrows (Rob James-Collier, 45) Suche nach gleichgeschlechtlicher Liebe, holt insbesondere die Fans ab. Zudem bringt die zweite Filmfortsetzung alle «Downton Abbey»-Elemente mit, die über sechs Staffeln lang und im ersten Kinowerk ebenso liebgewonnen wurden. Familie Crawley zeigt einmal mehr, wie eng verbunden sie sich mit ihrem Personal fühlt, dem zum Ende des Films hin dieses Mal sogar eine besondere Aufgabe zuteilwird. Die spitzzüngigen und amüsanten Dialoge und Bemerkungen der Dienerschaft sowie der Dowager Downton kommen dieses Mal ebenso nicht zu kurz wie die Kulisse des imposanten Crawley-Anwesens, das einmal mehr zu Anfang mit der ikonischen Titelmelodie unterlegt wurde.

Eine gewisse Spannung zieht sich dieses Mal dank der zwei Haupthandlungsstränge, die Filmproduktion und die Frankreichreise, durch den Film. Im Vergleich zum ersten Teil gibt es zum einen eine optische Vielfalt, da neben Downton Abbey die opulente Villa und das südfranzösische Savoir-vivre eindrückliche Leinwandbilder bietet. Zum anderen liefert die Filmproduktion spannende Einblicke in den Wendepunkt der Branche vom Stumm- zum Tonfilm und bietet Platz für neue Gesichter im Downton-Universum, allen voran die Stars des Films, überzeugend gespielt von Laura Haddock und Dominic West. Dass das damalige moderne Hollywood in die altehrwürdigen Downton-Hallen Einzug hält, liefert einen starken Kontrast und «die neue Welt» sorgt bei den konservativen Familienmitgliedern wie Lord Grantham für amüsante Reaktionen.

Fazit

Auch der zweite Teil der «Downton Abbey»-Fortsetzung ist vor allem ein Liebhaberfilm und Geschenk an die Fans der Serie, die erneut in die Wohlfühl-Welt der Crawleys und deren Bediensteten eintauchen können. Tickten die Uhren auf Downton scheinbar schon immer langsamer, machen dieses Mal jedoch die Zeichen der Zeit nicht Halt vor der Familie. Ein grosser Abschied und ein Neuankömmling in der Familie könnten beim Zuschauer für gemischte Gefühle sorgen und ihn am Ende traurig und versöhnlich zugleich zurücklassen. Eine neue Ära auf Downton ist damit definitiv eingeläutet - ob das Publikum diese in einem dritten Film erleben darf, ist noch nicht bekannt. Fest steht, dass ein neues Werk um einen grossen Teil Downtons ärmer wäre.

Von spot on news AG am 28. April 2022 - 16:15 Uhr
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