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Vom Ex-Partner der Mutter

Bachelorette-Massimo wurde als Kind misshandelt

In der aktuellen Bachelorette-Staffel räumt Massimo ein Einzeldate nach dem anderen ab. Zuletzt spricht er mit Andrina offen über die Misshandlungen durch seinen Stiefvater in der Kindheit. Eine prägende Zeit für ihn.

Bachelortte Kandidat 2019 Massimo

Massimo hatte bereits zwei Dates mit Andrina.

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Als Kandidat der Kuppel-Show «Die Bachelorette» buhlt der Italo-Thai Massimo aktuell um die Gunst von Andrina Santoro, 26. Bis anhin läuft es nicht schlecht für den Koch: Bereits zwei Dates mit der Junggesellin konnte er für sich gewinnen.

Nun stellt sich die Frage, ob es zwischen den beiden klappen könnte. Denn Massimo ist mit seinen 23 Jahren jünger als die Influencerin. In einem Gespräch mit Andrina offenbart Massimo, woher seine Reife kommt. Die Geschichte treibt Andrina fast Tränen in die Augen: Er wurde als Kind von seinem Stiefvater körperlich misshandelt. Im Gespräch mit SI online spricht er ausführlich über die schwere Zeit.

Der aggressive Stiefvater

Fünf Jahre lebte Massimo mit seiner jüngeren Schwester und seinem Mami in Spanien. Grund für die Auswanderung war eine neue Liebe der Mutter. Der damals 10-Jährige musste nicht nur Schulfreunde zurücklassen, sondern auch seinen Vater. In den ersten Monaten schien alles, bis auf etwas Heimweh, perfekt. Doch mit der Zeit wendete sich das Blatt zum Schlechten für Massimo und seine jüngere Schwester.

«Der neue Partner meiner Mutter wurde immer aggressiver», erinnert sich Massimo. «Bis es schliesslich zu ersten Handgreiflichkeiten kam.» Weiter erzählt er: «Ich hatte lange nicht die mentale Reife um zu verstehen, dass es nicht okay ist, grundlos geschlagen zu werden.»

«Es war schrecklich, wie in einem Hollywood-Film»

Massimo öffnete sich gegenüber seiner Mama und berichtete ihr von den Übergriffen. «Meine Mutter konfrontierte ihren Partner damals mit den Vorwürfen, doch dieser stritt alles ab. Er war ein Manipulator, der es schaffte, jede Geschichte so zu drehen, dass ihm Glauben geschenkt wurde.»

Massimo litt unter der Situation so sehr, dass er seinen Papa in der Heimat verständigte. «Als mein Vater versuchte, mich und meine Schwester zurück in die Schweiz zu holen, wurde er von spanischen Beamten festgenommen. Mein Stiefvater liess alles so wirken, als ob er uns entführen wollte. Es war schrecklich, wie in einem Hollywood-Film.»

Mit 14 Jahren kam bei Massimo das Umdenken. Er wurde seelisch und körperlich stärker und begann, seinem Stiefvater die Stirn zu bieten. «Ich realisierte, dass ich meine Schwester vor seiner körperlichen Gewalt beschützen muss. Ich wurde vorlaut und frech.» Dieses Verhalten kam allerdings beim Partner der Mutter gar nicht gut an, denn Widerstand wurde nicht gerne gesehen: «Meinem Stiefvater fiel es immer schwerer, vor meiner Mutter den Engel zu spielen. Bis er schliesslich auch vor ihr handgreiflich wurde.»

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Schlussstrich

Nachdem Massimos Mami die Geschehnisse und die Handgreiflichkeiten selber miterlebt hatte, zog sie unverzüglich einen Schlussstrich: «Innert kürzester Zeit organisierte meine Mutter unsere Rückreise in die Schweiz und setzte dem Horror ein Ende.»

Massimo sagt, er habe die Erlebnisse inzwischen gut überstanden. «Ohne das wäre ich nicht der, der ich heute bin. Seitdem wir zurück sind, habe ich in unserem Haushalt die Männerrolle übernommen. Ich will meine Schwester und meine Mutter beschützen können!», sagt er bestimmt. Doch ganz anders sein Mami: «Meine Mutter macht sich bis heute Vorwürfe, dass sie nicht früher reagiert hat. Das muss sie aber nicht, sie kann nichts dafür!»

Von Toni Rajic am 13.05.2019