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«Küsst meinen Hintern!»

Britney Spears rechnet mit Familie und Hatern ab

Der Gerichtsprozess um die Vormundschaft von Britney Spears ist in vollem Gange – das hält die Musikerin aber nicht davon ab, sich auch auf Insta energisch für ihren freien Willen auszusprechen. Doch wie konnte es überhaupt soweit kommen? Das ist die Geschichte von Aufstieg und Fall der Britney Spears.

Britney Spears

Britney Spears, 39, kämmt um ihr Recht für Selbstbestimmung. 

Instagram/britneyspears

Es ist einer der meist beachtetsten Promi-Prozesse des Jahres. Musikerin Britney Spears, 39, kämpft vor Gericht darum, dass ihr Vater als ihr Vormund entlassen wird und sie wieder eigenständig über ihr Leben entscheiden darf. Am 14. Juli sagte sie unter Tränen zum zweiten Mal am Superior Court in Los Angeles gegen ihren Vater Jamie Spears, 69, aus und erhob schwere Vorwürfe gegen ihn. «Ich bin hier, um von meinem Vater loszukommen. Ich fühle mich bedroht, und ich sollte nicht bedroht werden. Ich hatte Angst vor meinem Vater» so Britneys erschütternden Aussagen. 

Aber auch privat nimmt Britney die Zügel wieder in die Hand und macht mit verschiedenen Insta-Posts klar, dass sie sich ab sofort nichts mehr gefallen lassen will.

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Nicht nur Vater Jamie, sondern auch Britneys kleine Schwester Jamie Lynn Spears, 30, bekommt ihr Fett weg. «Hast du deine Hand ausgestreckt, als ich am Ertrinken war? Nein!», schreibt die Sängerin auf Instagram und wird noch konkreter: «Trotzdem besitzt du die Frechheit, etwas über meine Situation zu sagen. Bitte hör auf mit der Selbstgerechtigkeit, wenn du so weit von der Selbstgerechtigkeit entfernt bist!» An Fans, die sich über ihre Tanzvideos lustig machen, richtet sie klare Worte: «Küsst meinen Hintern!»

Demonstrationen und Star-Anwalt

Landesweit erfährt Britney Spears Unterstützung von ihren Fans, die zu hunderten auf die Strasse gehen und mit Plakaten und Sprechchören für eine «freie Britney» demonstrieren. Und auch in den sozialen Medien ist die Resonanz auf ihre emotionalen Posts riesig – das dürfte Balsam für Britneys geschundene Seele sein. Doch der Streit wird nicht auf der Strasse oder Instagram, sondern vor Gericht entschieden – aber auch da zeichnet sich ein Vorteil für die Sängerin ab. Per sofort kümmert sich Mathew Rosengart, 58, um die Anliegen von Britney vor Gericht, zuvor war der Star-Anwalt bereits in Prozessen von Hollywood-Größen wie Sean Penn, 60, Steven Spielberg, 74, Winona Ryder, 49, Keanu Reeves, 56, Ben Affleck, 48, und dessen Bruder Casey, 45, erfolgreich.

Wie konnte es soweit kommen?

Britney Spears mit 17 Jahren

Ein Foto der jungen Britney, 17, zu Zeiten ihres Super-Hits «Baby One More Time».

WireImage

Mit gerade mal 17 Jahren startete Britney Spears mit ihrem Über-Hit  «Baby One More Time» durch, es folgten Chart-Erfolge wie «Oops! … I Did It Again» oder «Toxic», die Britney zu einer der erfolgreichsten Stars der Nullerjahre machten. Niemand konnte sich damals vorstellen, wie schlimm ihr Absturz sein würde – die Chronologie des Aufstiegs und Falls von Britney Spears. 

1999 Das Debüt-Album «Baby One More Time» schiesst sofort auf Platz 1 der Hitparade, im selben Jahr gewinnt Britney an den MTV Video Music Awards in allen vier Kategorien Best Song, Best Pop, Best Female und Best New Act den begehrten Preis. 

2000 bis 2002 Britney startet international durch, ihr zweites Album «Oops! … I Did It Again» verkauft sich weltweit rund 20 Millionen Mal. 

Britney Spears mit 18 Jahren

Britney Spears mit knapp 18 Jahren ganz am Anfang ihrer grossen Karriere. 

FilmMagic

2004 Die Hochzeit mit Tänzer Kevin Federline schien Britney Spears gut zu tun, die beiden bekamen zwei Buben (Sean, 15, und Jayden, 14) – die Ehe scheiterte jedoch, sie wurde 2007 nach drei Jahren geschieden.

Britney Spears und Kevin Federline

Britney Spears mit ihrem damaligen Ehemann Kevin Federline, 43.

WireImage for Ogilvy Public Rela

2007 Die Bilder von Britney Spears, wie sie sich in einer Nacht-und-Nebel-Aktion den Kopf kahl rasieren liess und mit einem Regenschirm Paparazzi attackierte, gingen um die Welt. Kurz darauf begab sie sich freiwillig in eine Suchttherapie, die sie nach kurzer Zeit wieder abbrach. 

2008 Britney verbarrikadierte sich mit ihren Kindern in ihrer Villa in Los Angeles, die Polizei wurde alarmiert und belagerte das Haus, bis sich die Sängerin ergab. Sie wurde daraufhin mit dem Krankenwagen in eine Klinik eingewiesen, weil sie «eine Gefahr für sich und andere darstellt». Als Reaktion auf den Vorfall wurde Britney das Sorgerecht für ihre zwei Söhne entzogen, sie wurde entmündigt und das Sorgerecht wurde auf ihren Vater Jamie übertragen. 

Britney Spears legt sich mit Paparazzi an

Nach der Scheidung im Jahr 2007, fiel Britney Spear immer wieder negativ auf. 

Getty Images

bis 2019 Es kamen verschiedene Alben von Britney Spears heraus, sie tourte um die Welt und spielte erfolgreiche Shows in Las Vegas – an die früheren Erfolge konnte sie aber nie mehr anknüpfen. 

Ab 2019 Britney nahm zum ersten Mal den Kampf gegen die Vormundschaft ihres Vater auf, der nicht nur ihr Vermögen von zirka 60 Millionen Franken verwaltet, sondern ihr auch verbietet, weitere Kinder zu bekommen oder zu heiraten. 

Seit 2021 Der Prozess um die Wiedererlangung ihrer persönlichen Freiheiten startet erneut und geht in die heisse Phase. Fans und Prominente weltweit setzten sich in den sozialen Medien und auf der Strasse für eine «Free Britney» ein. 

NEW YORK, NEW YORK - JULY 14: Britney Spears supporters gather to protest at the #FreeBritney Rally in Washington Square Park on July 14, 2021 in New York City. Supporters chanted for Spears to be released from her 13-year-long conservatorship controlled by her father, James Parnell Spears, and Jodi Montgomery. On June 23, 2021 Spears, who appeared virtually, told a judge she wanted her conservatorship ended. (Photo by Alexi Rosenfeld/Getty Images)

In ganz Amerika (hier in New York) gehen Menschen für eine freie Britney Spears auf die Strasse. 

Getty Images
Von Lucien Esseiva am 19.07.2021
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