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  3. Dominic Deville über Comedy und das Geheimnis seines SRF-Erfolgs

Er ist der neue SRF-Star am Sonntagabend

Dominic Deville über fliegende Babys, die SVP und sein Mami

In Sachen SRF und Comedy hat sich Dominic Deville gegen Michael Elsener durchgesetzt. Wie er das geschafft hat, warum er jetzt Teil des Problems ist und warum sein Mami stolz auf ihn ist, erzählt der Comedian im Interview.

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Ab 2020 setzt das SRF in Sachen Comedy voll und ganz auf Dominic Deville.

Screenshot SRF1

Wenn er loslegt, haben Herr und Frau Schweizer mächtig was zu lachen. Nun hat auch Dominic Deville, 44, allen Grund zur Freude. Gemeinsam mit seiner Crew hat der Comedian Michael Elseners, 34, Sendung «Late Update» vom SRF-Comedy-Thron gestossen.

Ab 2020 gehört der beliebte Sendeplatz am Sonntagabend Deville und seiner Crew. Bis anhin lief Devilles Sendung in der quotenschwachen Freitagnacht. Im Interview mit dem «Blick» verrät Deville nun, wie sich der Coup anfühlt: «Ein wenig wie die SVP. Da gebärdet man sich jahrelang als Opposition, fühlt sich als Rebell und plötzlich sitzt man im Zentrum der Macht. Und ist nun Teil des Problems.»

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Hat nicht viel Zeit für Pausen: Dominic Deville.

David Biedert
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Deville: «Wir versuchen, möglichst viel Spass zu haben»

Als Zugpferd, auf das das SRF neu setzt, ist der Druck, Sonntag für Sonntag zu brillieren, riesig - könnte man meinen. Deville und seine Crew lassen sich davon aber nicht beirren. «Wir haben im Team schnell gemerkt, dass man so eine Sendung nicht wöchentlich hinkriegt, wenn man sich unter Druck setzen lässt. Solange es uns als Macherinnen und Machern Spass macht, sind wir auch gut.»

Wenns mit dem Spassfaktor mal nicht klappt, weiss sich Deville bestens zu helfen. «Wir kaufen quietschende Gummihühner, ziehen in den Sitzungen alberne Perücken an und sprechen einander ausschliesslich mit australischem Akzent an. Kann ich empfehlen.»

Kätzchen, Pyramiden, fliegende Babys

Abgesehen vom Spass ist Deville sehr wichtig, was seine «Frau Mama» von ihm hält. «Sie ist sehr stolz auf mich, alles andere bedeutet mir wenig!»

Grosse Freude hat Deville derweil an seinem neuen Studio und dem neuen Erscheinungsbild. Wie hat sich das Konzept der Sendung aufgrund der neuen Kulisse verändert? «Das Schwierige war ja eben die Sendung so beizubehalten, wie sie in den letzten Jahren ganz gut funktioniert hat, darauf zu vertrauen und zu bauen, was unsere Stärken sind. Das war gar nicht mal so einfach bei all den blinkenden Türmen und Leuchttischen auf einmal! Plötzlich wünschten Karpi und ich uns ein Laser-Rollator-Ballett, ein Nasa-Orchester und einen Pointen-Chor. Zum Glück wusste unsere Produktion uns zu bremsen.»

Natürlich aber habe es die üblichen Hahnenkämpfe zwischen zu viel Kreativen gegeben, offenbart der Comedian: «Die einen wollen Kätzchen, die anderen Pyramiden und der Rest wünscht sich fliegende Babys im Logo. Aber wir haben uns gefunden, und jetzt ist alles in unserem Vorspann zu finden.»

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Hat unglaublich Lust auf Fernsehen: Dominic Deville.

David Biedert

«Wir fluten das Netz mit unseren Inhalten»

Abgesehen von Fernsehen machen, hegen Deville und seine Crew einen weiteren Plan, um sich für die Zukunft von «Deville» zu rüsten: «Wir bearbeiten schon fast manisch unsere digitalen Kanäle und fluten das Netz mit unseren Inhalten, so gut wir können.»

Ausserdem werde er sich demnächst ein Smartphone zulegen. «Mehr kann man nicht verlangen», sagt Deville abschliessend mit einem Augenzwinkern.

Von Maja Zivadinovic am 09.12.2019
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