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Gabis Rudertagebuch

«Ich musste mich in der Kabine einschliessen»

Gabi Schenkel, 42, berichtet vom härtesten Ruderrennen der Welt. Seit dem 12. Dezember ist die Zürcherin unterwegs – als einzige Frau solo.

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Ruderin Gabi Schenkel.

ZVG

Die Hälfte meiner Transatlantik- Überquerung mit dem Ruderboot ist geschafft. Nun bleiben noch ungefähr 2000 Kilometer bis zur Ankunft in Antigua, hoffentlich noch vor Ende Februar. Letzte Woche konnte ich bis zu 100 Kilometer pro Tag rudern, auch dank günstigen Winden. Aber die Wetterbedingungen ändern ständig – eine Prognose über meine Ankunft wäre verfrüht.

Am letzten Sonntag etwa war der Ozean flach wie der Zürichsee. Am Montag hingegen musste ich mich in der Kabine einschliessen, weil mich die hohen Wellen vermutlich über Bord geworfen hätten. Darum habe ich auch die Treffen mit meinem Vogel verpasst.

Vor einem Monat ist mir nachts ein sogenannter Sturmvogel (kein Witz!) zugeflogen. Er musste sich auf der vorderen Ruderposition wieder sammeln – seither begleitet er mich. Ich glaube, wir haben Freundschaft geschlossen, und ich freue mich immer, wenn Reginald, so nenne ich ihn, zu Besuch kommt. Seit Wochen habe ich leider keine anderen Tiere gesehen.

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am 24.01.2020
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