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Emotionale Worte nach ihren Fehlgeburten

Charlotte Würdig: «Ich wusste, das wird nicht gutgehen»

Charlotte Würdig musste durchmachen, wovor sich viele Schwangere fürchten: Sie erlitt zwei Fehlgeburten. In einem emotionalen Interview spricht die Frau von Rapper Sido über ihren Schmerz und die erschütternden Erfahrungen.

Charlotte Würdig

Mit ihrer Geschichte will Charlotte Würdig anderen Frauen Mut machen.

Getty Images

Charlotte Würdig, 41, und Paul Würdig alias Rapper Sido, 38, sind seit 2012 glücklich verheiratet. Die beiden haben zwei gemeinsame Söhne. Beruflich läuft es bestens. Das Glück scheint perfekt. Doch ein Thema überschattet die Freude der Moderatorin und lässt sie nicht los: ihre beiden Fehlgeburten.

Zwischen den Geburten ihrer beiden Söhne in den Jahren 2013 und 2016 verlor die Blondine zwei Kinder. Aus diesen Schicksalsschlägen machte Charlotte nie ein Geheimnis. Nun spricht sie allerdings erstmals detailliert darüber, wie es sich anfühlt, ein Baby zu verlieren. Ihr Ziel: Fehlgeburten sollen und dürfen kein Tabu-Thema mehr sein.

«Ich wusste intuitiv, das wird nicht gutgehen»

«Die erste Fehlgeburt war über Nacht mit Krämpfen und ich wusste intuitiv, das wird nicht gutgehen.» Charlotte sollte recht behalten: Sie sei sofort mit ihrem Mann Sido ins Krankenhaus gefahren, doch dort hätten die Ärzte ihr mitgeteilt: «Wir können jetzt hier nichts aufhalten», offenbart Würdig in der Sat.1-Sendung «Akte». 

Der Schmerz sitz tief, doch der Wunsch nach einem zweiten Kind ist grösser. Das Paar versucht es ein weiteres Mal. Erfolglos. Es folgte eine weitere Fehlgeburt im dritten Schwangerschaftsmonat. «Bei der zweiten Fehlgeburt war es so, dass der Fötus sich nicht weiterentwickelt hat und man dann sagen musste, wir geben dem noch ein bisschen Zeit, man hätte auch schon Wunder erlebt», so Charlotte. Weiter fügt sie an: «Aber dann war es halt nur eine längere Schreckensperiode. Und dann nach einigen Wochen hat man gesagt: ‹Wir können hier jetzt nichts mehr machen.›»

Eine Erklärung für das Unfassbare

Auch in den sozialen Medien will Charlotte aufklären und postet auf Instagram ein Statement: «‹FEHLgeburten› beinhaltet schon das Wort ‹Fehler›. Nur wessen Fehler ist es? Und kann man es überhaupt als Fehler bezeichnen? Häufig geben wir Frauen uns selbst die Schuld, wenn wir ein ungeborenes Kind verlieren. Wir fordern eine Erklärung für das Unfassbare, finden aber selten eine.»

Sido gab ihr Halt

Bereits im April sprach Würdig in einem Interview mit RTL über das Thema: «Für mich war das ganz klar, dass ich mit meinen Fehlgeburten rausgehe. Weil ich nicht möchte, dass die Frau, die zu Hause sitzt und eine Fehlgeburt erleidet oder erlitten hat, sich so alleine fühlt wie ich damals.»

Ihr grösster Halt in dieser schweren Zeit war ihr Mann Sido, wie sie vor einigen Jahren im RTL-Interview erzählte: «Er hat dem Ganzen Raum gegeben und das war für mich persönlich sehr gut, weil ich dann zur Ruhe gekommen bin. Das war echt wichtig.»

Von TR am 18.10.2019