1. Home
  2. People
  3. International Stars
  4. Darum wollte Sara Nuru nicht mehr modeln

GNTM-Siegerinnen hängen Karriere an den Nagel

Darum wollte Sara Nuru nicht mehr modeln

Vor zehn Jahren gewann Sara Nuru bei «Germany's next Topmodel». Es war der Start einer erfolgreichen Karriere. Und plötzlich war ihr der Job zu belanglos, sie hörte auf. Sie ist nicht die einzige GNTM-Siegerin, die dem Model-Business den Rücken kehrte.

Sara Nuru

Ihre Model-Karriere empfand Sara Nuru bald als belanglos.

Dukas

Vor zehn Jahren schien es, als hätte sich ihr grösster Traum erfüllt: Sara Nuru, 29, gewann die vierte Staffel von «Germany's next Topmodel». Es folgten Aufträge von renommierten Designern, Sara lief über die Catwalks von New York, London und Mailand.

Bald merkte das Model aber: Das Mode-Business, das ist nicht ihre Welt. «Meine Karriere kam mir belanglos vor», sagt Sara Nuru in einem Podcast von «Focus». 

Ein Engagement in Äthiopien - ihrer Heimat - legte das Fundament für ihren Karrierewechsel. Noch während der Dreharbeiten zu «GNTM» wurde Sara Botschafterin von «Menschen für Menschen». Die Stiftung unterstützt Projekte in Äthiopien und leistet damit Entwicklungshilfe. 

Sara Nuru

Sara Nuru unterstützt Frauen in Äthiopien.

Instagram / Sara Nuru

Das Model reiste fortan regelmässig in ihre Heimat. Gleichzeitig schwelgte sie bei ihren Model-Jobs im Luxus, residierte in teuren Hotels. «Der Kontrast zum Leben in Äthiopien hätte krasser nicht sein können», sagt die heute 29-Jährige.

«Was zum Teufel machst du hier?»

Und sie erinnert sich an einen Schlüsselmoment: Für einen TV-Sender sollte sie ein 1'000 Euro teures Glace, das mit Blattgold verziert war, testen. «Da habe ich mich so geschämt und mir gedacht: Was zum Teufel machst du hier, Sara?» Nach diesem Erlebnis habe sie sich dazu entschlossen, ihre Model-Verträge zu kündigen und sich aus der Öffentlichkeit zurückzuziehen.

Heute ist Sara Nuru Unternehmerin. Gemeinsam mit ihrer Schwester Sali gründete sie «nurucoffee». Sie importieren fair-trade Kaffee aus ihrem Heimatland. Mit dem Erlös finanzieren sie Mikrokredite, Trainings und Schulungen für Frauen in Äthiopien.

Auch anderen Models war das Business zu oberflächlich

Nicht nur Sara wurde in der Model-Branche nicht glücklich. Auch ihre Vorgängerin Jennifer Hof, 28, hat den Job aufgegeben. Sie liess sich zur Steuerfachangestellten ausbilden und ist inzwischen Mutter von zwei Töchtern. Jana Beller, 28, - die Siegerin aus dem Jahr 2011 - ist ebenfalls Unternehmerin. Sie führt mehrere Backshops. Genau wie Jennifer Hof empfand sie die Model-Welt als «zu oberflächlich».

Von Fabienne Eichelberger am 12. Juli 2019