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  4. Lou Bega, Kid Rock, Las Ketchup: Das machen die Sommerhit-Interpreten heute

Ohrwurm gefällig?

Das machen die Sommerhit-Sänger heute

Na, wie wäre es mit einem schönen, hartnäckigen Ohrwurm? Zum Beispiel «Ayyayaya coco jambo ayyayeah» oder «A Little bit of Monica in my life, a little bit of Rita by my side». Bitte schön! Und wo die herkommen, gibt es noch mehr. Wir klären auf, wie die Interpreten der grössten Sommerhits die letzten Jahre so verbracht haben.

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Sie waren 2007 das wohl verrückteste Paar: Kid Rock und Pamela Anderson. 

WireImage

Sie sind wie Wespen: Eigentlich ein gutes Zeichen, denn es ist Sommer! Aber nach nur wenigen Sekunden endlos nervig. Sommerhits gehören mit ihren simplen Texten und Melodien zur schönsten Jahreszeit wie der Sonnenbrand aufs Dekolleté. Wir sind ganz tief in den See aus «schalalas» und «olé oleés» getaucht und haben herausgefunden, was die Interpreten der grössten Sommerhits heute so treiben. 

1. Kid Rock «All Summer Long»

Es geht um Lagerfeuer, Musik und die erste Liebe. Und den ersten Sex. Kid Rock, 49, veröffentlichte mit «All Summer Long» seinen wohl weltweit grössten Hit. Das, obwohl der Amerikaner schon mindestens ein Jahrzehnt erfolgreich als Sänger unterwegs war. Ausserdem schaffte er es, seinem Erfolgssong in Sachen Popularität vorauszueilen.

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2006 heiratete er öffentlichkeitswirksam Pamela Anderson, die als «Brautkleid» ein weisses Bikini trug. Braut und Bräutigam trennten sich nur wenige Monate nach der Hochzeit wieder und Kid Rock startete mit «All Summer Long» durch. 

Seit rund 13 Jahren läuft der Ohrwurm nun jeden Sommer im Radio und auf jeder «Hundsverlochete». Kid Rock hat unterdessen weiter erfolgreich Musik produziert. Wie sein Welthit bereits ankündigte, hat er sich vom Rap abgewandt und sich als Country-Musiker etabliert. 

Privat kam der als Robert James Ritchie Sr. geborene Kid Rock nach der Veröffentlichung von «All Summer Long» zur Ruhe. Seit 2007, also genau dem Jahr, als der Song sich in unsere Ohren frass, ist Ritschi glücklich mit seiner Partnerin Audrey Berry. 2017 machte er ihr einen Heiratsantrag. 

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Kid Rock und seine Verlobte Audrey Berry.

Getty Images

Mr. President «Coco Jamboo»

Okay, den kriegen wir alle für heute nicht mehr aus dem Kopf. Der Eurodance-Hit schallerte 1996 durch unsere Radios und so mancher tanzte sich dazu in der überhitzten Disco näher ran an den süssen Ferienflirt. 

Das Trio Mr. President konnte nicht an den Erfolg von «Coco Jamboo» anknüpfen. Sängerin Daniela Haak, damals unter dem lupfigen Künstlernamen Lady Danii bekannt, zog sich aus dem Musikbusiness zurück, studierte Design und macht heute was mit Mode. Rapper Delroy Rennalls, der sich damals Layzee Dee nannte, tingelt auch heute noch mit dem Sommerhit auf 90er-Partys rum. Und die dritte im Bunde Judith Hinkelmann — sie hört auch heute noch auf den klingenden Künstlernamen T-Seven — stellt sich ab und an zu ihrem Ex-Bandkollegen und brüllt «Ayayaya Coco Jamboo. Ayayeh» ins Mikro. 

Las Ketchup «Aserejé (The Ketchup Song)»

Okay, der ist gemein. Wir geben es zu. Aber kennt ihr das Tänzchen auch noch. Hände schütteln, Hände hinter die Ohren. Hüfte schwingen und hüpf! Irgendwie so brachten uns die drei Schwestern Lola, Lucía und Pilar Muñoz im Jahr 2002 zum Tanzen. 

Auch den Tomatensossen-Schwestern gelang es nicht, an den Riesenerfolg ihres Sommerhits anzuknüpfen. 2006 holten Lola, Lucía und Pilar noch Schwester Rocio hinzu und versuchten, beim ESC für Griechenland zu punkten. Vergeblich. Das Quartett landete auf Platz 21.

Mittlerweile wieder zu dritt, machen Rocio, Pilar und Lola immer noch Musik. Und auch immer noch eher, ... sagen wir mal ..., einfach. Fun Fact: Ihr Vater ist der in Spanien erfolgreiche Flamenco-Gitarrist Juan Muñoz, der in seiner Heimat auch unter dem Namen «El Tomate» bekannt ist. Das erste Album der Schwestern hiess denn auch «Hijas del Tomate» (Töchter der Tomate). Das Folgewerk und damit der weltbekannte Sommerhit ist nun also die zerquetschte Version des Erstlings.

Lou Bega «Mambo No. 5»

Der Sommerhit, vor dem alle Sommerhits den Strohhut ziehen. Lou Bega platzierte 1999 den «Mambo No. 5» unwiderruflich in unsere Gehörgänge. Der als David Loubega geborene Deutsche landete mit dem Cover sogar in den USA auf Platz drei der Charts. Und weils so schön ist (not), hier bizzli frauenfeindliche Lied. 

Lou Bega macht auch heute noch genau dasselbe wie vor 21 Jahren. Er singt von Monica, Mary und Anita, tänzelt auf Revival-Partys und ist damit auf sehr seltsame Weise erfolgreich. Ausserdem soll er, wie gut informierte Quellen behaupten, hier und da auf einem Kreuzfahrtschiff auch Rentner bespassen. Was aber gern vergessen geht, ist, dass im Schatten von «Mambo No. 5» 17 weitere Songs entstanden sind. Darunter Perlen wie «Just a Gigolo» oder «Sweet Like Cola». Zuletzt brachte Lou Bega gemeinsam mit Scatman John das Lied «Scatman & Hatman» auf den Markt. Versteht ihr, Lou Bega trägt immer einen Hut ... 

 

Los del Rio «Macarena»

Kaum ein Lied stellte unsere motorischen Fähigkeiten nach dem ersten Cüpli so sehr auf die Probe wie «Macarena». 1996 war plötzlich die Strandbar ein Aerobic-Studio und alle tanzten diese furchtbare Choreografie. Und gebt es doch zu, ihr wisst auch heute noch, wies geht. Oder ist doch ein Reminder vonnöten? Ihr wolltet es so.

Die beiden Herren im besten Alter, die da steifhüftig zwischen sich rekelnden jungen Damen an ihren Mikros stehen sind in ihrer Heimat Spanien grosse Stars. Waren es auch schon bevor «Macarena» sich schneller verbreitete als das Coronavirus. Und auch noch heute im stolzen Alter von 72 Jahren treten Antonio Romero Monge und Rafael Ruiz Perdigones regelmässig auf. 

Über die Jahre spielten die Herren rund dreissig Alben ein. Zu Ehren ihres grossen Hits taufte ihr Heimatort Dos Hermanes in der Nähe von Sevilla die Konzerthalle in Los Del Rio um. 

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Antonio Romero Monge (rechts) und Rafael Ruiz machen eigentlich erfolgreich Flamenco.

Redferns

Hansons «MMMBop»

Ihr dachtet, wir wären mit «Macarena» bereits beim nervigsten Ohrwurm angekommen? Oh, wie falsch ihr liegt. Denn mit «MMMBop» legt das Brüder-Trio Hanson noch einen drauf. 

Isaac, Taylor und Zach Hanson waren 1997 gerade einmal 16, 14, und 12 Jahre alt und schafften es, Eltern zu nerven und Teenager-Mädchenherzen zu brechen.

Was man kaum glauben mag, die drei Brüder haben nach ihrem Hit weiter relativ erfolgreich Musik gemacht. Zwar wurden ihre Folgealben nie über die USA hinaus bekannt, aber in Amerika lief es für die Blondschöpfe nicht schlecht. Nachdem poppigen Pre-Stimmbruch «MMMBop» wurde die Musik der Hansons rockiger und war besonders bei Connaisseuren der Indie-Musik beliebt. 

Der kollektive Herzensbrecher und Sänger der Band Taylor ist heute 37 Jahre alt, verheiratet und hat sage und schreibe sechs Kinder. Youngster Zac, 34, zählt mit seiner Frau bereits vier Sprösslinge, nur der älteste Isaac, 39, hinkt mit drei Kids hinterher. 

 

Von Berit-Silja Gründlers am 14.07.2020
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