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Zwei Wochen gemeinsam auf See

Dieser Royal segelt mit Greta Thunberg nach New York

Vorzeige-Aktivistin Greta Thunberg möchte die Welt verbessern. Dafür muss sie nach New York zum UNO-Klimagipfel. Auf ihrer Hochsee-Reise über den Atlantik begleitet sie Pierre Casiraghi. Die Schwedin und der Monegasse müssen sich vom Komfort verabschieden, denn die Fahrt wird alles andere als gemütlich.

Greta Thunberg in Wien

Emissionsfrei: Für den Klimagipfel in New York nimmt Greta Thunberg eine zweiwöchige Fahrt über den Atlantik auf sich.

imago images / CHROMORANGE

Am 23. September 2019 findet in New York der UNO-Klimagipfel statt. Vorzeige-Aktivistin Greta Thunberg darf bei dem grossen Anlass nicht fehlen. Die 16-Jährige hat sich im vergangenen Jahr einen Namen in der Klima-Szene gemacht und tritt regelmässig vor wichtige Politiker. 

Diesen Auftritt möchte sie sich natürlich nicht entgehen lassen. So musste die Klima-Aktivistin einen Weg am Flugzeug vorbei finden. Gestern Montag verkündet sie über Twitter, wie sie ihre emissionsfreie Reise angehen wird: «Mir wurde eine Fahrt auf dem 18-Meter langen Rennboot Mailizia angeboten. Wir werden Mitte August von Grossbritannien nach New York über den Atlantischen Ozean segeln.»

Unter royaler Obhut

Die schwedische Schülerin wird auf ihrer zweiwöchigen Reise über den Atlantik von einem professionellen Team begleitet. Darunter befinden sich der deutsche Segel-Profi Boris Herrmann, 38, und Pierre Casiraghi, 31, der Sohn von Caroline von Monaco, 62. Ausserdem begleiten sie ihr Vater und ein Kameramann, der die Reise dokumentiert.

Pierre Casiraghi (MC), bei der Präsentation der Hightechrennyacht Malizia vom Yacht Club de Monaco vor der Elbphilharmonie in Hamburg, Deutschland. 25. Juli 2018.

Pierre Casiraghi ist ein begnadeter Segler. Hier bei der Präsentation der Hightechrennyacht Malizia vom Yacht Club de Monaco vor der Elbphilharmonie in Hamburg, Deutschland.

Danapress

Eine Sprecherin der Crew sagt gegenüber der deutschen Presse-Agentur, dass die Reise unter bestimmten Wetterbedingungen recht unruhig werden könnte. «Aber Greta ist ein mutiges Mädchen, sie wird das locker hinkriegen.

Greta Thunberg

Für den Klimaschutz pfeifft Greta Thunberg auf die Schule.

Instagram/gretathunberg

Herausfordernde Bedingungen an Bord

Luxus sieht anders aus: Die Schülerin und ihr royaler Begleiter müssen sich vom Komfort verabschieden. Das Boot zählt weltweit zu den modernsten und leistungsfähigsten Eintrumpf-Yachten. Das garantiert aber keine gemütliche Reise, denn unter Deck finden sich keine Kajüten, sondern eine enge und düstere Carbon-Höhle. Ausserdem gibt es keinen Wassertank und schon gar keine Toilette. 

Ihre Rede muss die Aktivistin im Kopf üben, denn ab einer gewissen Geschwindigkeit ist der Lärm so gross, dass man seine eigenen Worte nicht mehr hört. Ausserdem ist man auf seinen eigenen Füssen nicht mehr sicher, denn ab 20 Knoten Geschwindigkeit sind die Schläge und das Rucken unberechenbar.

Hauptsache weniger Umweltauswirkungen als beim Luftverkehr: Von den Bedingungen lässt sich die 16-Jährige nicht beeindrucken. Lieber ist Greta Thunberg eine Reise, die ihren Prinzipien entspricht. Wie es sich gehört, wird selbst der Strom an Bord mittels Solarpanels und Unterwasserturbinen erzeugt.

Vom Schule streiken zum weltweiten Vorbild

Vergangenen August entscheidet sich Greta Thunberg, fürs Klima zu streiken. Dass die schwedische Schülerin damit solche Wellen schlagen würde, erwartete die damals 15-Jährige nicht. Mit ihrer Aktion inspiriert sie 1,6 Millionen Menschen in über 100 Ländern dazu, Massnahmen zu ergreifen und die Thematik rund um den Klimawandel hervorzurufen. Gretas Klima-Schulstreik ist unter dem Nahmen «Fridays for the Future» bekannt und wurde regelrecht zu einer Bewegung.

Die junge Aktivistin liess sich für ihre Kampagnen ein Jahr lang von der Schule befreien. «Wenn man die Klimakrise erst einmal vollständig verstanden hat, kann man sie nicht mehr nicht verstehen: Man muss etwas unternehmen», erklärt sie gegenüber der «Vogue»

Für ihren Aktivismus wird Greta Thunberg belohnt. Die 16-Jährige ziert im September mit 15 anderen Power-Frauen (und einem Spiegel) das Cover der «Vogue». Die auserwählten Frauen kommen in der Ausgabe alle zu Wort.

Herzogin Meghan, 37, arbeitete bei der September-Ausgabe mit. Als Gastherausgeberin entscheidet sie sich dafür, den Klimawandel, LGBTQ+-Rechte, Fragen rund um die psychische Gesundheit und die Flüchtlingskrise zu thematisieren. Die engagierten Frauen sollen die Themen begleiten.

Von Lorena Wahrenberger am 30. Juli 2019