1. Home
  2. People
  3. International Stars
  4. Krieg in der Ukraine: Natalia Klitschko bangt um das Leben ihres Mannes Vitali

«Ich habe keinen Hass»

Natalia Klitschko bangt um das Leben ihres Mannes

Der frühere Boxstar Vitali Klitschko ist Bürgermeister von Kiew und befindet sich momentan mitten im Krieg. Seine Frau Natalia und die drei Kinder sind derweil in Deutschland. In einer TV-Show erzählte Natalia, wie sehr sie sich um ihren Mann sorgt und was ihr in dieser schweren Zeit Hoffnung gibt.

Natalia und Vitali Klitschko

Natalia Klitschko ist in grosser Sorge um ihren Mann Vitali.

imago/Future Image

Der Krieg in der Ukraine erschüttert die ganze Welt. Seit Tagen wird das Land von Wladimir Putins Armee angegriffen, über eine Million Menschen sind auf der Flucht und unzählige leisten hartnäckig Widerstand gegen die russische Invasion. Mitten im Kriegsgeschehen ist auch Ex-Profiboxer Vitali Klitschko (50). Er ist seit 2014 Bürgermeister der ukrainischen Hauptstadt Kiew und verteidigt von dort aus sein Land. 

Mehr für dich
 
 
 
 

Seine Frau Natalie und die drei Kinder Max (16), Elizabeth-Victoria (19) und Yegor-Daniel (21) sind derweil in Deutschland – und natürlich in grosser Sorge um ihn. In der «NDR Talk Show» vom Freitagabend erzählte Natalia, wie dankbar sie jeden Tag ist, wenn Vitali auf ihre Nachrichten antwortet und sie wissen lässt: «Ich bin in Kiew, ich bin am Leben.»

Vitali Klitschko

Vitali Klitschko ist seit dem Jahr 2014 Bürgermeister von Kiew.

imago/ZUMA Press

Auch ihre Mutter sei noch immer in der Ukraine, denke nicht daran, zu flüchten, sondern koche für die Soldaten und unterstütze andere Frauen. Zu Natalia habe sie gesagt: «Ich bleibe in meinem Land. Ich will hier helfen. Und wir werden es schaffen.»

«Ich bin stolz auf mein Volk und mein Land»

Die Einstellung ihrer Mutter und vieler weiterer Ukrainerinnen und Ukrainer bewundert Natalia Klitschko. Im Interview sagte sie: «Unsere Männer, unsere Soldaten – ich bin stolz auf mein Volk und mein Land. Sie waren gezwungen, die Waffen in die Hand zu nehmen und unser Land zu verteidigen. Das machen sie bis jetzt mit einem Mut, wie es ihn, so glaube ich, in kaum einem anderen Land gibt.»

Dieser Widerstand mache ihr trotz der ganzen Tragik Hoffnung. Natalia sagte weiter: «Ich glaube an mein Volk.» Zudem wünsche sie sich, dass sich trotz der schrecklichen Ereignisse kein Hass im Herzen ihrer Kinder entwickle. Über sich selbst sagte sie: «Ich habe keinen Hass. Ich habe keine Wut.» Was gerade passiert, tue ihr auch leid fürs russische Volk. 

Für sie ist klar, dass es jetzt auf die Solidarität ankommt. Man könne nicht mehr bloss zuhören, sondern müsse deutlich machen: «Wir spielen dieses Spiel nicht mit, wir sind für Frieden auf der ganzen Welt.»

Von fei am 5. März 2022 - 16:00 Uhr
Mehr für dich