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Notre-Dame gegen Hungernde

Natascha Ochsenknecht löst Shitstorm aus

Innerhalb von 24 Stunden wurden 700 Millionen Franken für den Wiederaufbau der Pariser Kathedrale Notre-Dame gespendet. «Traurig» findet dies Natascha Ochsenknecht mit Verweis auf hungernden Menschen weltweit. Und löst mit ihrem Instagram-Post heftige Diskussionen aus.

Natascha Ochsenknecht 2017

Natascha Ochsenknecht war fast 20 Jahre mit dem deutschen Schauspieler Uwe Ochsenknecht verheiratet.

Imago

Eigentlich liebt Natascha Ochsenknecht die Provokation. Mit so vielen Reaktionen aber hätte wohl nicht einmal die 54-Jährige gerechnet. Am Mittwoch - einen Tag nach dem verheerenden Kathedralen-Brand in Paris - postet die Ex-Frau von Schauspieler Uwe Ochsenknecht auf Instagram ein Bild der brennenden Notre-Dame. «Schon traurig dieses Bild», schreibt sie dazu. Und fügt dann an:

«Noch trauriger finde ich, dass innerhalb kürzester Zeit über 700 Millionen Euro an Spenden für den Wiederaufbau gesammelt wurden. Auf der Welt verhungern Menschen, weil kein Geld da ist. Kulturgut muss geschützt und unterstützt werden, keine Frage, aber Menschen sollten an erster Stelle stehen.»

Shitstorm für Instagram-Post

Innert kürzester Zeit löst der Instagram-Post von Natascha Ochsenknecht einen regelrechten Shitstorm aus. «Wie wenn man an Hungernde nicht seit gefühlt hundert Jahren regelmässig und sinnlos Milliarden spenden würde», meint einer. «Was hat das eine mit dem anderen zu tun?», fragt ein zweiter.

Andere aber stimmen der dreifachen Mutter zu: «Genau dasselbe habe ich sofort auch gesagt. Macht mich traurig», schreibt etwa RTL-Moderatorin Angela Finger Erben zum Post.

 

Aufbau ist absolut in Ordnung, aber...

Inzwischen haben fast 2000 Menschen den Text von Natascha Ochsenknecht kommentiert. Zum Vergleich: Auf andere Instagram-Posts erhält die Deutsche jeweils knapp 20 Antworten. Die vielen - vor allem negativen - Reaktionen veranlassten das ehemalige Model inzwischen dazu, ihre Aussage nochmals einzuordnen.

In einem Instagram-Video stellt sie klar, dass sie es absolut in Ordnung und wunderbar finde, dass ein Kulturgut wie die Notre-Dame de Paris wieder aufgebaut werde. «Was mich schockiert hat, waren die 700 Millionen Euro innerhalb von 24 Stunden.»

Wenn sie da in Deutschland die vielen Baustellen sehe - wie Kitas oder Renten - bei denen es Jahre dauere, um Geld bereitzustellen. «Und da stehen 700 Millionen in 24 Stunden einfach parat. Das finde ich schockierend. Ansonsten darf doch jeder spenden, für was er möchte. Hauptsache es ist für einen guten Zweck.»

Das Wahrzeichen in Flammen

Inferno in der Pariser Notre-Dame

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Von Thomas Bürgisser am 18. April 2019