1. Home
  2. People
  3. International Stars
  4. Wüste Beschimpfungen gegen Wendler und Laura auf dem Oktoberfest

Seit wann sind Trash-Promis Freiwild?

Wüste Beschimpfungen gegen Wendler und seine Laura

Michael Wendler und seine Freundin Laura wurden auf dem Münchner Oktoberfest so heftig beschimpft, dass sie ihren Auftritt abbrechen mussten. Das bringt unsere Redaktorin zum Nachdenken – und sie fragt sich: Darf man Rampensäue wie Freiwild behandeln?

Laura Müller und Michael Wendler

Lächeln trotz Horror-Wiesn: Michael Wendler und Laura Müller.

Instagram/Michael Wendler
Berit-Silja Gründlers
Berit-Silja Gründlers

Man kann ja über den Wendler, 47, und seine sehr junge Freundin Laura sagen, was man will: Aber in Sachen Vermarktung ihrer Liaison ist das Paar absolut schmerzfrei und gnadenlos. 

Vor jede Kamera hüpfen sie, inszenieren sich, wenn immer möglich, knutschend, kuschelnd und verliebt. So sollte das auch am Oktoberfest geschehen. Die 19-Jährige und ihr Lover wollten sich dabei filmen lassen, wie sich sich für die Sause medienwirksam aufbrezeln lassen und sich danach auf der Wiesn ins Getümmel stürzen. So weit der Plan. 

So ein dickes Fell kann keiner haben

Womit Laura und der Wendler allerdings nicht gerechnet haben, ist das «Monster», das sie mit ihrer Beziehung geschaffen haben. Gemäss «Bild» wurde das Paar, kaum betrat es das Festgelände, so übel beschimpft, dass Laura einen Zusammenbruch erlitt und die Dreharbeiten unterbrochen werden mussten. 

Beleidigungen und Anschuldigungen, die ich hier nicht zitieren möchte, wurden dem Schlagersänger und seiner Freundin entgegengebrüllt. Die Menge muss sich derart hochgeschaukelt haben, dass sogar das dicke Fell des wohl mediengeilsten Paares Deutschlands nicht dick genug war. 

Wem's nicht gefällt, der schaut weg

Alkohol hin oder her: So ein Verhalten geht einfach nicht. Ist unmenschlich und peinlich. Und auch wenn Michael Wendler und Laura ihre Beziehung in die Öffentlichkeit tragen, sind die beiden zwar Rampensäue, aber kein Freiwild! 

Jetzt stellt euch das doch mal so vor: Ihr geht am Samstag PET-Flaschen entsorgen und plötzlich brüllen euch eure Miteinkäufer an, weil ihnen eure Blumen auf dem Balkon nicht passen. Am Montag auf der Post dasselbe Spiel, am Mittwoch beim Yoga auch. 

Natürlich hinkt der Vergleich, ihr seid keine Personen des öffentlichen Lebens und eure Blumen machen keine Lippenstift-Werbung auf Instagram. Aber genau wie bei eurer Balkon-Bepflanzung gilt auch beim Wendler: Sie sind legal und wems nicht gefällt, der schaut weg. 

Fürchterlich dunkle Zeiten

Versteht mich nicht falsch: Auch ich habe Vorbehalte gegenüber einer Beziehung, die vor allem im Rampenlicht stattfindet. Auch ich finde es höchst fragwürdig, wenn ein 47-jähriger Familienvater mit einer 19-Jährigen durchbrennt. Und ich denke auch, dass sich die beiden ein gewisses Mass an Kritik gefallen lassen müssen. Wenn ich Geranien anpflanze, darf mein Nachbar auch einmal motzen. 

Doch wenn ein wütender Mob auf zwei Menschen losgeht, sie aufs übelste beschimpft und verängstigt, dann erinnert mich das an fürchterlich dunkle Zeiten unserer Geschichte.

Jung und dumm sein ist grossartig

Die Leidtragende in meinen Augen ist Laura. Vergessen wir nicht, sie ist 19 Jahre alt. Ich habe in dem Alter knapp um eine Ecken denken können und sehr selten mein Hirn eingeschaltet. Das ist doch auch das Schöne daran, so jung zu sein: Das Leben ist wie ein Shopping-Paradies, in dem alles gratis ist. Man nimmt mit, was geht. Und genau das macht Laura. Leider geht in ihrem Leben wahnsinnig viel, und sie sammelt so gierig ein, dass sie ihr überfülltes Körbli kaum noch tragen kann.

So sollten Beziehungen sein

Des Wendlers Aufgabe wäre es, finde ich, seine junge Freundin besser zu schützen. Und was macht er? Gibt Laura einfach ein grösseres Körbli und schubst sie zurück auf die Verkaufsfläche. 

Wer jetzt sagt: «Er ist ihr Freund, nicht ihr Vater», der hat recht. Doch auch in einer Partnerschaft muss man aufeinander aufpassen. Ich erwarte auch von meinem Freund, dass er mich darauf aufmerksam macht, wenn ich seiner Meinung nach dumme Sachen mache. So sollten Beziehungen sein. Auch öffentlich gelebte. 

Von Berit-Silja Gründlers am 1. Oktober 2019