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Adieu royales Protokoll

Diese Regeln müssen Harry und Meghan nicht mehr befolgen

Seit dem 1. April 2020 sind Herzogin Meghan und Prinz Harry offiziell keine arbeitenden Royals mehr. Ihr Rückzug bringt neben vielen neuen Herausforderungen auch einige Vorteile: So können sie das strenge Hof-Protokoll nun getrost ignorieren. Hier kommen 10 Regeln, auf die das Paar seit dem 1. April pfeifen kann.

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Seit dem 1. April 2020 sind Herzogin Meghan und Prinz Harry offiziell keine arbeitenden Royals mehr.

WireImage

1. Kontakt mit Fans

Ab jetzt dürfen Prinz Harry und Herzogin Meghan einen herzlicheren Kontakt mit ihren Fans pflegen. Früher war es ihnen nicht erlaubt, Fans zu umarmen oder zu küssen. Dies nicht nur aufgrund der royalen Etikette, sondern auch weil Berührungen ein erhöhtes Sicherheitsrisiko für die Mitglieder der royalen Familie bedeuten. Besonders die ehemalige «Suits»-Darstellerin dürfte es freuen, dass sie ab jetzt viel freier ist im Umgang mit ihren Fans. In der Vergangenheit zeigte sie nämlich, wie gern sie Umarmungen verteilt.

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Herzogin Meghan ist eine Umarmerin: Sie liess sich während ihrer Zeit als hochrangiges Mitglied der Königsfamilie mehrfach dazu hinreissen, wie hier etwa bei ihrem Besuch in Chichester, Grossbritannien.

UK Press via Getty Images
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2. Autogramme

«Kann ich bitte ein Autogramm haben?» – Diese Bitte kennt jeder Star und auch den britischen Royals ist dieser Wunsch nicht fremd. So soll Prinz Charles laut einem Bericht von «Insider» einst auf eine Autogramm-Anfrage geantwortet haben: «Es tut mir leid. Aber das ist mir nicht erlaubt.» Auch Herzogin Meghan wurde bei ihren öffentlichen Auftritten bereits mehrfach um eine Unterschrift gebeten. Obschon die Herzogin dies eigentlich nicht darf, liess sie es sich 2018 nicht nehmen, das Autogrammbuch eines 10-jährigen Mädchens zu unterschreiben.

3. Eigenes Geld

Mit ihrer Rolle der Rachel Zane in der Anwaltsserie «Suits» wurde Meghan Markle als Schauspielerin einem grösseren Publikum bekannt. Aufgrund ihrer Heirat mit dem britischen Prinzen musste die US-Amerikanerin ihre Schauspiel-Karriere allerdings beenden. Dies, weil es britischen Royals nicht erlaubt ist, ein eigenes Einkommen zu erzielen und gleichzeitig Gelder von den britischen Steuerzahlern zu erhalten. Jetzt nach dem Megxit werden Harry und Meghan wohl oder übel ihr eigenes Geld verdienen müssen. Ob die Herzogin ihr Comeback als Schauspielerin gibt oder doch lieber einem anderen Job nachgehen will, steht ihr nun frei.

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Die Rolle der Anwältin Rachel Zane in «Suits» war Meghan Markle auf den Leib geschneidert.

NBCU Photo Bank/NBCUniversal via

4. Die Queen repräsentieren

Als hochrangige Mitglieder der royalen Familie war es Harrys und Meghans Pflicht, die Monarchin und das Königshaus an öffentlichen Anlässen zu vertreten. Nebst jährlich wiederkehrenden Festivitäten und Gedenktagen wie etwa der «Trooping the Colour»-Parade oder dem «Remembrance Day» übernahmen die Herzogin und der Herzog von Sussex auch viele Besuche bei Charity-Organisationen, Bildungsinstitutionen oder wichtigen Unternehmen. Nachdem die Queen über die Rückzugsbedingungen entschieden hat, steht fest, dass die von Sussex ab 1. April 2020 gar keine königliche Pflichten mehr wahrnehmen werden. Im Palast-Statement hiess es: «Wie in dieser neuen Vereinbarung vereinbart, verstehen sie, dass sie von ihren königlichen Pflichten zurücktreten müssen, einschliesslich offizieller militärischer Ernennungen. Sie erhalten keine öffentlichen Gelder mehr für königliche Pflichten.»

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Hie und da präsentierten sich Herzogin Kate, Prinz William, Prinz Harry und Herzogin Meghan auch als royales Quartett. Solche Auftritte müssen sie ab Frühling 2020 nicht mehr wahrnehmen.

Dukas

5. Tauf-Prozedere

Taufen haben in der britischen Königsfamilie eine lange Tradition. So trägt der Täufling etwa immer das gleiche Taufkleid. Bei Söhnchen Archie, zehn Monate, hatten Harry und Meghan die Tradition noch gepflegt und ihr Baby in das royale Kleidli gehüllt. Wie seine Cousins ​​wurde auch Archie mit Wasser aus dem Jordan getauft, da angeblich dort Jesus getauft wurde. Sollten Harry und Meghan ihre Familie erweitern wollen, sind sie bei Baby Nummer 2 frei in der Gestaltung der Taufe.

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Klein Archie musste bei seiner Zeremonie im Juli 2019 noch das traditionelle Taufkleid tragen.

Instagram / Sussexroyal

6. Ansprache

Als hochrangige Royals zählten Prinz Harry und Herzogin Meghan zum erlauchten Kreis der Personen, die mit «Ihre Königliche Hoheit» angesprochen wurden. Mit dieser förmlichen Distanz ist es nun vorbei. Harry und Meghan haben ihre Hoheitstitel «His/Her Royal Highness» abgegeben. Ob sie in ihrem neuen Alltag fortan bei ihren Vornamen genannt werden wollen oder ob Meghan auf ihren Geburtsnamen Markle zurückgreift, ist ungewiss. Die Queen jedenfalls hat schon damals in ihrem Statement nur noch von «Harry» und «Meghan» gesprochen.

7. Zuneigung in der Öffentlichkeit

Turteln ist schwer verboten. Die Mitglieder der königlichen Familie dürfen keinerlei Art von Zuneigung in der Öffentlichkeit zeigen. Im Unterschied zu Harrys Bruder Prinz William und dessen Gattin, Herzogin Kate, scheuten sich Harry und Meghan allerdings nie, ihre Zuneigung füreinander öffentlich zu zeigen. Da war es ihnen herzlich egal, ob sie gegen die Etikette verstossen. Bei zahlreichen Gelegenheiten hielten sie Händchen, lehnten sich vertraut aneinander oder küssten sich sogar in Momenten, in denen alle Augen auf sie gerichtet waren. Einen solch innigen Moment gab es etwa bei der Pokalübergabe im Royal County of Berkshire Polo Club im Juli 2018. Mit dem royalen Rückzug sind Harry und Meghan nun noch freier, ihre Liebe und Zuneigung öffentlich zu zelebrieren.

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Bei der Pokalübergabe im Royal County of Berkshire Polo Club im Juli 2018 hatte Harry nur Augen für Meghan.

Getty Images

8. Kleiderwahl

In Sachen Kleider war die Herzogin als Prinzen-Gemahlin sehr eingeschränkt: So gab es strikte Regeln, wie lang der Rock mindestens sein muss. Statt Jeans, T-Shirt und Lederjacke waren Blusen, Roben und Mäntel ihre treusten Garderoben-Begleiter. Bei öffentlichen Veranstaltungen durfte Meghan während der Zeit als hochrangiges Mitglied zudem auch keinen Modeschmuck tragen. Erlaubt war nur Schmuck aus den Schatullen der royalen Familie. Was Nägel und Haare anbelangt, war Natürlichkeit gefragt. Das heisst, Meghan durfte sich weder die Haare mit Extensions verlängern noch die Nägel anmalen. Hätte sie sich eine Tätowierung zugelegt, wäre das ein absolutes No-Go gewesen. Ab jetzt dürfen wir wieder auf mutigere Looks hoffen, wie Meghan sie damals als Schauspielerin präsentiert hatte.

9. Beine übereinanderschlagen

Bloss nicht die Beine übereinanderschlagen, lautete eine weitere Regel am britischen Königshaus. Auch wenn die Herzogin von Sussex bei manchen Veranstaltungen stundenlang stillsitzen musste, durfte sie ihre Sitzposition nicht gross verändern. Lediglich die Knöchel durfte sie überkreuzen, Beine und Knie mussten dabei stets zusammenbleiben. Ab jetzt steht es Meghan frei, wie sie sich hinsetzen will.

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Beim Tennisspiel in Wimbledon sass Herzogin Meghan kerzengerade im Publikum. 

Getty Images

10. Kurze Hosen für Knaben

Was für ein Glück für Klein Archie! Der Sohn von Herzogin Meghan und Prinz Harry hat viel mehr Kleiderfreiheiten als seine beiden männlichen Cousins, Prinz George und Prinz Louis. Das Hofprotokoll schreibt nämlich vor, dass Knaben bis zu ihrem achten Geburtstag nur Shorts tragen dürfen – egal bei welchem Wetter. In Harrys und Meghans neuer Wahlheimat Vancouver Island, Kanada, dürften die Temperaturen hie und da unter 0 Grad sinken. Da kann es Archie nur recht sein, dass ihm Mama und Papa lange Hosen anziehen.

Von Sarah Huber am 02.04.2020
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