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Pro und Contra

Haben die Herzoginnen Kate und Meghan wirklich Streit?

Die Schlagzeilen um einen Streit zwischen Herzogin Kate und Herzogin Meghan reisen nicht ab. Was aber ist dran an den Gerüchten? Unsere Redaktion ist sich nicht einig, ob die zwei ehemals Bürgerlichen nun beste Feindinnen oder beste Freundinnen sind.

Herzogin Kate Herzogin Meghan

Herzogin Kate und Herzogin Meghan: Beste Freundinnen und Feindinnen?

Dukas

Es vergeht kaum ein Tag, an dem uns nicht eine Schlagzeile zum Streit zwischen Herzogin Kate, 37, und Herzogin Meghan, 38, erreicht. Zuletzt am Freitag, als ein Insider der «DailyMail» erzählte, wie der Streit begann. Und dass sich die zwei Ehepaare – Herzogin Kate und Prinz William sowie Herzogin Meghan und Prinz Harry – wirklich nicht sehr nahestehen.

Nun ist das so eine Sache mit «Insidern»: Gibt es sie wirklich? Und wenn ja: Stimmt es, was sie über Meghan und Kate sagen? So kommt es immer wieder zu Diskussionen auf unserer Redaktion. Und inzwischen sind die Meinungen gemacht.

Thomas Bürgisser: «Meghan und Kate treffen sich regelmässig zum gemütlichen Lästern»

«Vielleicht glaube ich auch einfach zu sehr an das Gute im Menschen. Aber irgendwie kann ich mir einfach nicht vorstellen, dass sich Herzogin Kate und Herzogin Meghan nicht verstehen. Gegenargumente wie Zitate von ‹Insidern› oder Bilder mit missgünstigen Blicken lasse ich nicht gelten. Erstere sind – ohne jemandem etwas unterstellen zu wollen – schnell herbeigeschrieben. Und für zweitere gilt: Wenn die dutzenden Paparazzi bei öffentlichen Auftritten der Herzoginnen nur oft genug abdrücken, finden sich ganz bestimmt Bilder mit einem komischen Gesichtsausdruck. Selbst eine Schauspielerin kann nicht stundenlang durchlächeln.

Bis zu einem richtigen Gegenbeweis also (ich würde zum Beispiel öffentliches Anschreien gelten lassen) bleibe ich dabei: Die beiden Herzoginnen sind beste Freundinnen. Wieso nicht? Sie kommen beide aus einem – zugegeben gut situierten – bürgerlichen Umfeld, wurden wegen ihrer Liebe zu Prinzen nach einem Kurz-Briefing ins Haifischbecken beziehungsweise den Britischen Hof geschmissen und müssen seither bei allen royalen Vorzügen einiges ertragen: Ständige Beobachtung, reisserische Schlagzeilen, ungünstige Fotos, der immer wiederkehrende Blick von allen auf ihren Bauch und die strenge Schwieger-Grossmutter in Form von Queen Elizabeth II. höchstpersönlich. Freut man sich da nicht über eine Leidensgenossin?

Entsprechend kann ich mir Eifersucht, Neid und Missgunst schlicht nicht vorstellen. Von beiden Seiten nicht. Vielmehr könnte es doch so sein, dass Herzogin Kate ganz einfach froh ist, seit der Hochzeit von Harry und Meghan weibliche Unterstützung zu haben. So kann sie zwischendurch die eine oder andere Supermarkt- oder Kindergarten-Eröffnung abschieben und zu Hause mit George, Charlotte und Louis spielen. Meghan wiederum dürfte glücklich sein, dass sie sich bei der bereits erfahrenen Kate den einen oder anderen Tipp holen kann. Wieso denn sollen zwei schöne, erfolgreiche Frauen nicht einfach ein starkes Team sein? Ich zumindest bleibe bei meiner Märchenvorstellung, dass sich Kate und Meghan regelmässig im Frogmore Cottage oder Kensington-Palast zum Tee treffen. Und während die Kinder spielen, können sie gemütlich lästern. Nicht übereinander, sondern miteinander. Über die langweiligen Anlässe, die sie besucht haben, die kurligen Mitglieder der Königsfamilie und über die nervige Weltpresse, die ihnen ständig Streit andichtet.»

Tom Wyss: «Wegen Meghan nun pikiert zu sein, ist nachvollziehbar und normal»

«Jedes Gerücht hat einen wahren Kern, heisst es. Ich bin sicher: Das ist auch bei den zahllosen Berichten über die dicke Luft zwischen Meghan und Kate der Fall.

Stellt euch vor, ihr seid Herzogin Catherine. Der schöne, umschwärmte Star der Königsfamilie, wohlerzogen, bis in die Haarspitzen der Etikette verpflichtet und liebevolle, ja fehlerfreie, Mutter dreier Kinder – und deswegen der Liebling der Royal-Fans.

Dann taucht wie aus dem Nichts eine Seriendarstellerin aus den USA aus ziemlich schlechtem Hause auf, die weder sonderlich berühmt noch sonderlich begabt ist, reisst sich ganz gezielt euren Schwager unter den Nagel, um fortan ein Leben als Adlige leben zu können, heiratet ihn und lässt sich von ihm ein Kind machen – und stiehlt euch fortan die Show. Weil sie, die Schwägerin, exotischer, eigensinniger, frecher – und insgesamt interessanter rüberkommt als ihr. Und euch damit den Platz an der Sonne (oder zumindest im Herzen vieler Fans) streitig macht.

Meghan Kate

Nebeneinander stehen, eine Qual? Man wird den Eindruck nicht los, dass sich die beiden Herzoginnen nicht grün sind.

Getty Images

Wegen alledem (also wegen Meghan) zumindest ein bisschen pikiert zu sein, ist doch nur normal. Und sehr nachvollziehbar. Vermutlich geht es eurer neuen Rivalin ähnlich: Sie findet euch als unterkühlte Britin einen Zacken zu bieder, einen Zacken zu angepasst und damit zwei Zacken zu langweilig, um sich mit euch abgeben zu wollen und müssen.

Das Resultat? Ihr beide geht euch mehrheitlich aus dem Weg (mittlerweile wohnt ihr auch ziemlich weit weg voneinander) und macht bei öffentlichen Auftritten gute Miene zum bösen Spiel. Sich zu beherrschen, wurde euch mit dem Eintritt in die Königsfamilie quasi eingeimpft. Dennoch gelingt es euch leider nicht immer – und so nährt ihr die Gerüchte um einen Zoff zwischen den beiden Herzoginnen. Hier gilt für mich die Faustregel: Bilder sagen oft mehr als tausend Worte.

Aber macht euch locker: Es muss nicht alles perfekt und eitel Sonnenschein sein. Auch bei Hofe nicht! Versteiftes Verhalten ist so 2018. Dass dem nicht so ist, macht euch ja gerade sympathisch, ja menschlich. Und das alle beide. Wenigstens in diesem Punkt habt ihr etwas gemein.»

am 17. August 2019