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Künftige Königin rückt ins Rampenlicht

Prinzessin Elisabeth ist Belgiens Hoffnungsträgerin

Mit gerade 18 Jahren Vorbild einer neuen Generation: Auf Elisabeth von Belgien ruhen grosse Hoffnungen. Die Kronprinzessin folgt dereinst ihrem Vater auf den Thron. Und: Die künftige Königin ist noch zu haben.

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Lässig-elegant: Belgiens künftige Königin in ihrem Zuhause auf Schloss Laeken in Brüssel.

Dukas

So eisig es rund um die Prinzessin-Elisabeth-Station in der Antarktis mit bis minus 50 Grad ist – die Namensgeberin des belgischen Polarforschungsstützpunktes ist weder unterkühlt, noch lässt sie die Belgier kalt. Prinzessin Elisabeth, 18, Herzogin von Brabant, gilt als sehr warmherzig. Ein Sonnenschein, der Herzen schmelzen lässt.

Mit ihrer Volljährigkeit rückt sie ins internationale Rampenlicht. Die Kronprinzessin hat gute Chancen, Vorbild einer neuen Generation zu werden. Sie könnte die bis heute zerstrittenen flämisch- und französischsprachigen Einwohner des Landes versöhnen – und so Königin aller Belgier werden.

Geboren wurde Elisabeth Thérèse Marie Hélène von Belgien am 25. Oktober 2001 in Anderlecht. Als ältestes Kind von König Philippe, 59, und Königin Mathilde, 46. Mit ihren Brüdern Gabriel, 16, Emmanuel, 14, und Schwester Eléonore, 11, wuchs sie auf Schloss Laeken in Brüssel auf. In der Hauptstadt besuchte sie das niederländischsprachige Sint-Jan Berchmannscollege.

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Belgiens Kronprinzessin Elisabeth (r.) mit ihren Eltern Mathilde und Philippe sowie den Geschwistern Eléonore, Gabriel und Emmanuel.

imago images/Belga

Ihr Talent blitzt früh durch. 2014, sie ist gerade 13, hält sie bei einer Gedenkfeier für Opfer des Ersten Weltkriegs eine selbst geschriebene Rede. Und sie spricht im selben Jahr auch bei der Beisetzung ihrer Grosstante, der einstigen Königin Fabiola. Vergangenes Jahr wechselt sie ans UWC Atlantic College nach Grossbritannien. Hollands König Willem-Alexander drückte dort die Schulbank.

Ein Vierbettzimmer und zwei Leibwächter

«Sie kann da ein normales Leben führen, was ich sehr wichtig finde. Das soll sie ausnutzen, sie ist noch jung», sagt ihre Mutter. Ob Elisabeth einen Freund hat, darüber rätselt das Land. Jan Van den Berghe, Jour-
nalist der Tageszeitung «Het Laatste Nieuws», sagt: «Ich vermute, dass es weitere acht Jahre dauern kann, bis ein potenzieller Verlobter zu sehen ist.»

Sie teilt sich ein Vierbettzimmer im Internat an der walisischen Atlantikküste. Zwei Leibwächter sorgen für ihre Sicherheit. Gebüffelt wird von 8 bis 13.10 Uhr, danach stehen je zwei Stunden freiwillige Arbeiten, Sport und kreative Aktivitäten auf dem Plan. Elisabeth engagiert sich für Kinder mit Lernschwierigkeiten, ältere und behinderte Menschen, Obdachlose. In ihrer Freizeit spielt sie Klavier und Tennis, geht tauchen, segeln oder Ski fahren (in Verbier VS). Sie liebt es, zu kochen, zeichnet und liest gern.

 

Zapfenstreich ist 22.15 Uhr, am Wochenende haben die Internatsschüler eine Stunde länger Ausgang. Wobei: In der ländlichen Gegend rund um St.Donats gibts einzig sechs Pubs. Cardiff, die nächste Party-Hochburg, ist drei viertel Autostunden entfernt.

Türen der Elite-Unis stehen offen

Elisabeth gilt als fleissige Schülerin, nächstes Jahr schliesst sie die Schule mit dem «International Baccalaureate» ab. Mit ihren guten Noten und ihrem Sprachtalent (sie spricht neben den drei Amtssprachen Französisch, Flämisch und Deutsch auch Englisch) stehen ihr die Türen jeder Elite-Uni offen.

Für Anerkennung sorgt Elisabeths Entscheid, freiwillig auf ihre Apanage von einer Million Franken zu verzichten. In offizieller Mission tritt sie mit Königin Mathilde erstmals vergangenen Juni in Kenia auf – für die Unicef. Einen Monat später begleitet sie ihren Vater zur Ansprache des Königs zum Nationalfeiertag ins TV-Studio.

Elisabeth ist selbstbewusst, punktet auch modisch mit ihrem lässig-eleganten Stil. Ihr Auftritt am Nationalfeiertag im geblümten Sommerkleid und royalblauen High Heels liess die «Het Laatste Nieuws» verzückt titeln: «Elisabeth zieht alle Blicke auf sich!» Neuerdings ziert sie auch eine Briefmarke.

An ihrem 18. Geburtstag dankt sie vor vier Wochen öffentlich der Familie: «Wir bilden ein starkes Team – meine Brüder und meine Schwester. Danke, Mama, für deine Verfügbarkeit und dein offenes Ohr. Danke, Papa, für dein Vertrauen. Ich weiss, dass ich immer auf dich zählen kann.» Und die herzerwärmende Eisprinzessin gelobt: «Das Land kann auf mich zählen!»

Von René Haenig am 25.11.2019
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