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Freier Wille?

Prinzessin Sofia wird immer die zweite Geige spielen

Die Nummer eins der Thronfolge hat einen klaren Lebensplan – Königin oder König werden. Den Zweitgeborenen steht theoretisch die Welt offen. Theoretisch.

SOMAO, SPAIN - OCTOBER 17: Princess Sofia (L) and Princess Leonor of Spain during their visit to Somao, which has been honoured as the 2020 Best Asturian Village, with their parents King Felipe and Queen Letizia of Spain, the day after the 'Princesa de Asturias' Awards on October 17, 2020 in Somao, Spain. (Photo by Carlos Alvarez/Getty Images)

Kronprinzessin Leonor und Prinzessin Sofia posieren im Dezember 2020 für die royale Weihnachtskarte.

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Irgendwann in vermutlich ein paar Dekaden wird Prinzessin Leonor von Spanien die Krone von ihrem Vater übernehmen. Die Infantin, wie spanische Prinzessinnen professionell heissen, wird ihr Land regieren. Der Plan ist klar und für Leonor eigentlich verbindlich (es gibt nicht sehr viele Könige, die wie König Edward VIII. 1936 für die Liebe abdankten). 

Ob das immer ein Spass ist, wenn der eigene Lebensplan schon durch ein simples (und bezogen auf das Individuum durchaus zufälliges) Geburtsrecht vorprogrammiert ist? Auf den ersten Blick haben es die Zweit- und weiteren Nachgeborenen also einfacher. Sie hätten in der Theorie eine Wahl. So entschied sich Prinz Harry für eine Militärkarriere, bevor er zum Dienst als Senior British Royal antrat und dann vor einem Jahr seinen Job kündigte.

 

SOMAO, SPAIN - OCTOBER 17: Princess Sofia (L) and Princess Leonor of Spain during their visit to Somao, which has been honoured as the 2020 Best Asturian Village, with their parents King Felipe and Queen Letizia of Spain, the day after the 'Princesa de Asturias' Awards on October 17, 2020 in Somao, Spain. (Photo by Carlos Alvarez/Getty Images)

Prinzessin Sofia (links) hat in der Theorie die freie Wahl und könnte sich auch für eine Karriere oder einen Beruf, statt royalem Dienst entscheiden. Ihre ältere Schwester Leonor ist diese Option verwehrt. Sie ist die Kronprinzessin von Spanien. 

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Hat Prinzessin Sofia wirklich eine Wahl?

Doch seien wir ehrlich: So wirklich frei sind die Geschwister zukünftiger Königinnen und Könige nicht. Alles, was sie tun, strahlt in irgendeiner Form auf ihre gekrönten Schwestern und Brüder ab. Und für die Monarchie in irgendeiner Form arbeiten, müssen sie alle. 

So glaubt die spanische Adelsexpertin Andrea Mori, dass Infantin Sofia ihre Schwester Leonor dereinst beim Repräsentieren der spanischen Monarchie unterstützen wird. Zu klein ist der Kreis skandalfreier Spanien-Royals für all die Aufgaben, die ein Königshaus normalerweise zu stemmen hat. 

Doch Sofia habe die Wahl der Wahl, so Mori im Interview mit adelswelt.de. «Sollte sie die Krone aber in Zukunft weiter vertreten, wird sie keine Wahl haben, als auf eine Karriere zu verzichten», sagt die Expertin. König Felipe wolle hier keine Zweispurigkeiten.

 

MADRID, SPAIN - JUNE 19: King Felipe VI of Spain, Queen Letizia of Spain, Princess Leonor of Spain (R) and Princess Sofia of Spain (L) attend a contemporary flamenco performance at Teatros del Canal on June 19, 2020 in Madrid, Spain. (Photo by Carlos Alvarez/Getty Images)

Die spanische Königsfamilie wirkt hier beim Bummeln schon nahezu «normal».

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Ob Prinzessin Sofia sich für ein anderes Leben entscheiden wird? Das wird sich zeigen müssen. Üblicherweise kommt die Geburt in ein Königshaus – ob an erster oder irgendeiner anderen Stelle in der offiziellen Thronfolge – sowieso mit einem ganzen Katalog an Verpflichtungen daher. So ganz «stinknormal» wächst keine Prinzessin und kein Prinz auf.

Und so ganz ausklinken können sich «Hauptroyals» eigentlich nie. Und die Zweitgeborenen sind immer ein klein wenig abhängig von der Gunst der Erstgeborenen – denn wie viel Rampenlicht sind die bereit, abzugeben. Ein Umstand, den etwa die Netflix-Serie «The Crown» in der Beziehung zwischen Queen Elizabeth und ihrer Schwester Margaret erforscht.

Dort suggeriert die Fiktion, dass die Zweitgeborene immer ein wenig unter dem Glanz der grossen Schwester gelitten hat. Doch in Spanien gibt es Grund zur Hoffnung: Die beiden Prinzessinnen sollen sich ganz hervorragend verstehen. Drücken wir also die Daumen, dass das so bleibt.

Von Schweizer Illlustrierte am 22.02.2021
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