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Neo-Eltern Stee Gfeller & Sabrina Kern

«Als Familie haben wir uns eingegrooved!»

Vor eineinhalb Monaten sind Schauspielerin Sabrina Kern und «Zibbz»-Musiker Stee Gfeller Eltern geworden. Im Interview erzählt das Künstler-Paar, wie Töchterchen Juno das Leben auf den Kopf stellt und was sie generell unter-, aber auch überschätzt haben.

Stee Gfeller und Sabrina Kerns Baby Juno

«In einer ziemlich unerwarteten und schnellen Wendung der Ereignisse wurde unser kleiner Junikäfer am Abend des 7. April per Kaiserschnitt geboren», so teilen die frischen Eltern Sabrina Kern und Stee Gfeller die Geburt ihrer Tochter Juno Laya Rose mit. 

ZVG

Stee Gfeller und Sabrina Kern, wie fühlt es sich an, eine Familie zu sein?
Stee: Es ist einfach wunderschön! Der kleine Zuwachs macht das Leben um eine Dimension lebenswerter, und wir haben uns als neue Family schon richtig «eingegrooved»!

Wie hat sich euer Alltag durch die Geburt von Töchterchen Juno Laya Rose am 7. April verändert?
Sabrina: Wir sind mehr zuhause als zuvor und geniessen jede wache Minute mit der Kleinen. Durch unsere selbständigen Jobs ist auch das Homeoffice gut umsetzbar und spielt uns in dieser Zeit auch sehr in die Karten.

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Wie sieht der Alltag denn jetzt aus?
Sabrina: Ich bin Vollzeitmama und Stee arbeitet als Musik-Produzent zum Teil von zuhause aus, da Auftritte im Moment noch nicht so ein Thema sind. Jedoch freuen wir uns auf die Lockerungen und gehen sicher wieder viel mehr raus.

Schauspielerin Sabrina Kern mit Baby Juno

Schauspielerin Sabrina Kern, 32, lebte und arbeitete mehrere Jahre in Los Angeles. Zurzeit ist sie Vollzeit-Mama und geniesst Baby Juno. 

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Wie macht sich Juno?
Stee: Ohne zu Bluffen: Sie ist echt ein Vorzeige-Baby, unkompliziert, gut drauf, und lässt uns in der Nacht gut schlafen. (Holz anfassen, dass das so bleibt)

Wie läufts als Neo-Eltern?
Sabrina: Wir schaukeln das Ding sehr gut, haben unsere Aufgaben gut verteilt und packen beide an, so dass jeder seine Zeit mit Juno hat.

Worin ist mittlerweile Stee der Baby-Master? Und worin Sabrina?
Stee: Sabrina ist natürlich der Fels in der Brandung für Juno. Wenn sie sich nicht beruhigen kann, ist Sabrina die, die es schafft.
Sabrina: Stee ist der «Runner» für etwaige Windel-Umfälle oder Still-Utensilien, macht viel im Haushalt und die Einkäufe. Er ist der Profi darin, die Kleine zum Rülpsen zu bringen und trägt sie auf der Schulter während er Baby-Songs frei erfindet.

Stee Gfeller und Sabrina Kerns Baby Juno

Die Eltern schwärmen: «Juno ist echt ein Vorzeige-Baby, unkompliziert, gut drauf, und lässt uns in der Nacht gut schlafen.»

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«Wir haben das ‹schwanger werden› unterschätzt. Man denkt immer, das klappt dann so einfach und schnell, sobald man es probiert.»

Sabrina Kern
Stee Gfeller mit Baby Juno

«Zibbz»-Musiker Stee Gfeller, 33, kann als Musik-Produzent teilweise von Zuhause aus arbeiten.

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Was sind die Freuden? Was die Herausforderungen?
Stee: Jeden Tag in die Augen der Kleinen zu blicken, ab und zu ein Lächeln zu erhalten oder einfach Zeit miteinander zu verbringen, macht den Alltag superleicht. Die Herausforderung ist wahrscheinlich das tägliche Zeitmanagement, da wir uns gerne auf den Rhythmus von Juno einstellen wollen.
Sabrina: Für mich war das Stillen am Anfang eine grosse Herausforderung. Da spricht man zu wenig davon, wie kompliziert und schmerzhaft die Geschichte zu Beginn ist. Und sobald man denkt, jetzt habe ich den Dreh langsam raus, ist am nächsten Tag alles wieder anders. Aber das macht es natürlich auch spannend.

Was habt ihr unterschätzt und was vielleicht sogar überschätzt?
Stee: Unterschätzt, wieviele Windeln so ein Baby braucht. Nein, Spass bei Seite – was für ein unbeschreibliches Erlebnis die Geburt ist!
Sabrina: Unterschätzt habe ich auch, wie krass die Schmerzen nach dem Kaiserschnitt sind. Ausserdem haben wir das «schwanger werden» etwas unterschätzt. Man denkt immer, das klappt dann so einfach und schnell, sobald man es probiert. Wenige sprechen darüber, wie lange es dauern kann und wie oft Fehlgeburten passieren. Leider hatten wir beim ersten Mal eine frühe Fehlgeburt – und das war emotional echt ganz schön hart. Das wünsche ich niemandem. Überschätzt: wieviel Stress ein Baby verursachen soll. Da hört man schon viele Horror-Storys. Bei uns läuft das Ganze soweit echt relativ locker.

Wie könnt ihr euch gegenseitig unterstützen?
Sabrina: Wir geben uns beiden als Eltern den Raum, um auf eigene Art mit dem Baby und der neuen Situation umzugehen, zu lernen und sich als Elternteil zu entwickeln.

Schauspielerin Sabrina Kern mit Baby Juno

Sabrina Kern romantisiert weder die Geburt, noch den Start als frischgebackene Mama. «Die Schmerzen nach dem Kaiserschnitt sind krass», sagt sie. «Und für mich war das Stillen am Anfang eine grosse Herausforderung.»

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Sabrina, du hast geschrieben, dass du Schlafneid gegenüber deinem Partner empfindest. Wie gehst du damit um?
Sabrina: Manchmal schau ich echt zu ihm und denke: «Wow häsches du guet!» (Lacht) Aber in anderen Nächten geniesse ich die Ruhe und der Moment, der nur mir und der Kleinen gehört, wenn ich am Stillen bin. Stee hilft aber auch in der Nacht sehr viel mit, muss ich sagen. Er wickelt sie immer und manchmal gibt es statt der direkten Quelle auch ein «Muetermilchschöppeli» von Stee.
Stee: Ich gebe zu, die Natur hat so einiges etwas unfair verteilt. Aber um so mehr ist es für mich als Vater wichtig, bei anderen Sachen anzupacken. Ich merke, Schlaf ist mir sicher wichtig. Ich versuche in der Nacht genügend davon zu bekommen, dass ich am Tag produktiv und hilfreich sein kann.

Welche Seiten habt ihr neu aneinander kennengelernt?
Stee: Dass Sabi von Natur aus eine super Mamma und eine Power-Frau ist!
Sabrina: Dass auch der «Happy-go-lucky»-Stee mal zickig sein kann!! (Lacht) Was Schlafmangel so ausmachen kann. Aber Stee ist, wie ich es erwartet habe, ein mega super Papi.

«Die Natur hat so einiges etwas unfair verteilt. Umso mehr ist es für mich als Vater wichtig bei anderen Sachen anzupacken.»

Stee Gfeller
Stee Gfeller und Sabrina Kerns Baby Juno

Als Eltern von Juno wollen sie sich gegenseitig den Raum geben, dass jeder auf eigene Art mit dem Baby und der neuen Situation umgehen, lernen und sich als Elternteil entwickeln kann.

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Wie hat sich euer Miteinander durch das Kind verändert?
Stee: Uns ist bewusst, dass wir im Moment nicht ganz auf die gewünschte gemeinsame Zeit kommen, aber das ist ganz normal und wird sich mit den Monaten sicher ändern.

Gibt es schon eine Phase, auf die ihr euch freut, dass sie vorbei ist?
Stee: Ich denke jede Phase hat ihre Sonnen- und Schattenseiten und wir nehmen jede, wie sie kommt. Wir freuen uns auf die ganze Bandbreite von Emotionen und Abenteuer!

Was könnt ihr kaum erwarten?
Stee: Mit Juno in den Europapark zu gehen!
Sabrina: Auf alle «ersten Male». Das erste «Mami», das erste laute Lachen, das erste Mal gemeinsam im Meer und so weiter.

Wie beurteilt ihr euch als Eltern-Gespann?
Beide: 9 von 10, wir sind ein sehr ergänzendes Team, aber man hat nie ausgelernt!

Stee Gfeller mit Baby Juno

«Manchmal schau ich echt zu ihm und denke: ‹Wow häsches du guet! ›», meint Sabrina Kern, wenn sie in den Nächten ihren schlafenden Partner Stee neben sich sieht. 

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Von Aurelia Robles am 23. Mai 2021 - 19:09 Uhr
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