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Drmic ist nicht allein im Chart-Verderben

Auch Büssi, Beller & Rentsch quälten uns mit Musik

Manche Künstler haben eine musikalische Ader. Andere können es einfach nicht sein lassen. Diese Sportler, Ex-Bachelors und Millionärs-Gattinnen stürzen sich kopfvoran und hemmungslos ins Chart-Verderben. Egal aus welchen Gründen sich die Promis in die Musikwelt trauen - wir geniessen die Unterhaltung.

Stefan Buesser, Kiko und Boro

Lustiges Trio: Stefan Büsser mit Kiko & Boro.

Youtube

Aufgepasst! Immer mehr Schweizer Stars nutzen ihren Bekanntheitsgrad und begeben sich in ein völlig neues Metier. Fussballer, Ex-Bachelors oder auch Jetset-Ladys gehen unter die Musiker.

Josip Drmic: Kein Chart-Stürmer

Seinen Schuss in die Musikwelt hat er in der Sommerpause getätigt. Und er geht ziemlich daneben. Nati-Stürmer Josip Drmic, 26, veröffentlicht kürzlich den Elektro-Sommer-Hitversuch «No Tomorrow». Ein offensichtlich bearbeiteter Gesang und ein ziemlich seltsam anmutendes Video (in dem der Fussballer seine Kopfhörer trägt) prägen Drmics Ausflug in die Branche. Geschrieben wurde das Lied vom deutschen Rapstar Eko Fresh, 35. Gut gemeint war der Versuch jedenfalls. Die Einnahmen sind laut Drmic für einen guten Zweck.

Irina Beller: Das grosse, selbstironische Vorspiel

Unberechenbar, schrill und hemmungslos: Jetset-Lady Irina Beller darf auf dieser Liste nicht fehlen. Im Frühsommer 2017 beglückt sie uns mit ihrem Song «Mr. Rich» und zeigt ihre Männer-Strategie musikalisch auf.

Ihr «Gesang» ist ein unverständliches Gestöhne und der aufgedrehte House Beat ist mindestens auf dem gleichen Trash-Level wie ihr Musikvideo. Eines muss man der Millionärs-Gattin, die von Selbstironie geprägt ist, aber lassen: Sie sorgt wieder einmal für Unterhaltung wie kein anderer im Schweizer Show-Business. 

Wer sich Irinas Song noch nicht gegönnt hat, sollte es sich auf jeden Fall noch reinziehen. Vielleicht nicht unbedingt im Grossraumbüro.

Tobias Rentsch: Hymne für die Bauern

Als Bachelor hat er Herzen gebrochen und Rosen verteilt – und jetzt schiesst der Berner musikalische Liebespfeile an die Bauern. Tobias Rentsch, 42, performt für die 3+ Sendung «Bauer, ledig, sucht…» einen mottogerechten Song. Wir vermuten, das Lied heisst «BLS». Denn so startet der Refrain des «Hit-in-the-making». Es handelt von Liebe, Bauern und Höfen – kurz: Es präsentiert ein Kaleidoskop an Gefühlen in wunderbarster Reimkunst. Rentsch sagt zu SI online: «Ich sehe rockig und hart aus. Aber meine Lieder sind eher sanft.» 

Anthony Briscoe: Ex-Bachelorette-Sieger rappt für die Nati

Zur WM 2006 landete Sänger Baschi, 32, einen Volltreffer. Es ist nicht ungewöhnlich, dass Künstler den grossen Sportanlass musikalisch begleiten. Vergangenes Jahr kam Ex-Bachelorette-Gewinner Anthony Briscoe, 27, auf die glorreiche Idee, einen Chart-Versuch für die Schweizer-Nati zu starten. Damit hätte er «beinahe» DJ Antoine, 44, mit seinem WM-Titel «Ole Ole» Konkurrenz gemacht. Leider ist das Musikvideo zum schweizerdeutschen Rap vom Platz verwiesen worden.

Stefan Büsser: Reggae gegen Regen

Redegewandt und witzig: Zwei Eigenschaften, die wir von Moderator und Comedian Stefan Büsser, 34, nur zu gut kennen. Diesen Frühling versuchte er sich auch als Sänger. Zusammen mit den Rappern Kiko und Boro hat er einen Reggae-Track gecovert. Aus «Sunshine Reggae» wird «Scheiss Rege».  

Vreni Schneider: Legendärer «Kafi am Pischterand»

Von der Piste auf die Bühne: Ex-Skirennfahrerin Vreni Schneider, 54, versuchte sich nach ihrer Sportkarriere in der Musik-Branche. Die Charts blieben auf der Strecke. Ein Song ging aber dennoch viral: Der legendäre «Kafi am Pischterand». Die Kritik nach ihrem Auftritt bei «Happy Day» geht ihr aber doch zu sehr ans Herz. Schneider lässt seither die Finger vom Mikrofon.

Von Lorena Wahrenberger am 29. Juli 2019