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Die Tessinerin über Coronavirus

Christa Rigozzi: «Jetzt müssen wir zusammenhalten»

Christa Rigozzi und Giovanni Marchese sind gerade aus den Ferien mit ihren zwei Töchtern heimgekehrt. Die Familie landete direkt aus der entspannten Strand-Bubble im Corona-Schreck. Wie die Entertainerin mit der Situation umgeht und ob sie sich Sorgen macht, erzählt die Tessinerin im Interview mit schweizer-illustrierte.ch

Christa Rigozzi und Gioanni Marchese, 2020

Christa Rigozzi und Giovanni Marchese müssen sich nach den Traumferien an der mexikanischen Karibik-Küste mit dem Coronavirus arrangieren. Ihre Strategie: Keine Panik, aber aufmerksam bleiben. 

Instagram/christarigozzi

Christa, du bist direkt aus der karibischen Strandidylle im Corona-Schreck gelandet. Seid ihr bei der Ankunft erschrocken, über das was hier gerade abgeht? 
Erschrocken sind wir nicht, aber natürlich haben wir grossen Respekt vor dem, was uns gerade weltweit und in der Schweiz bezüglich Coronavirus beschäftigt. Die Situation ist ernst und man muss sich an die Richtlinien vom Bund halten. Aber keine Angst oder Panik haben, sondern ruhig bleiben.  

Habt ihr den Verlauf in den Ferien mitverfolgt und allenfalls bereits erste Vorkehrungen getroffen, euch etwa noch in Mexiko mit Desinfektionsmittel eingedeckt? 
Als wir in die Ferien flogen, gab es das Coronvirus schon in China. Unsere Verwandten haben uns gefragt, ob wir trotzdem fliegen. In Mexiko war Corona kein Thema, es gab keine Zeichen, keine Kontrollen, nichts. Vom ersten Fall in der Schweiz haben wir dort erfahren – am 25. Februar, genau an Gios Geburtstag. Wir waren in Mexiko, aber Corona war für uns in der Schweiz. 

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Hattet ihr ein mulmiges Gefühl im Bauch bei der Heimreise? 
Nein, ich bin sehr ruhig und habe keine Panik oder Angst. Mich beschäftigt aber das Thema natürlich schon. Vor allem, weil es bereits erste Verschiebungen oder Absagen im Bereich Events und Veranstaltungen gibt.  

Macht ihr das, was viele versuchen, nämlich ganz normal weitermachen – und vielleicht etwas öfter Hände schrubben? 
Ich fühle mich weiterhin wohl. Angst oder Panik zu haben, bringt nichts. Ich halte mich einfach an die Massnahmen. Hygiene steht da an erster Stelle und ist sehr wichtig. Gestern hatte ich meinen ersten Event abends mit einem kleinen handverlesenen Publikum. Ich war froh, dass alle, auch die Gäste, entspannt blieben. The show must go on! 

Macht ihr euch als Eltern mehr Sorgen? 
Wir machen uns Gedanken, wie wir mit dieser Situation umgehen sollen. Wir vermeiden natürlich alles, was für unsere Kinder und für uns riskant sein könnte. Aber wir gehen immer noch einkaufen oder besuchen Restaurants, um auswärts zu essen. Das Leben muss weitergehen. Für die Wirtschaft ist das auch wichtig, für alle Firmen und Mitarbeiter und Arbeitgeber in der Schweiz. Wir alle zusammen müssen uns in diesem Moment gegenseitig unterstützen und nicht nichts mehr machen.  

Besprecht ihr die Situation mit euren Töchtern? 
Nein, sie verstehen die Corona-Situation mit drei Jahren noch nicht. Es ist besser und schöner so. Wir möchten keinen Alarmismus machen. Sie gehen noch nicht in die Krippe und bekommen von anderen Kindern nichts mit. 

Hat Corona bereits Auswirkungen auf deinen Job? 
Ja, leider ist das so. Die grossen Messen wurden gecancelt, einige Events verschoben im Hinblick auf bessere Momente. Aber es gibt auch Events, die stattfinden, was ich gut finde. Wir müssen ein Zeichen setzen, dass das Leben weiter geht und nicht plötzlich alles still steht! Das wäre meiner Meinung nach falsch.  

Planst du nun, Vorräte anzulegen? Viele Leute machen das zurzeit.  
Wir haben sowieso schon einen sehr gut gefüllten Vorratsraum. Mehr brauchen wir nicht. Zudem – zu viel einzukaufen, um es dann später wieder wegzuschmeissen, finde ich nicht gut.  

Von Bettina Bendiner am 06.03.2020
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