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Gnadenlose Zuschauerzahlen

Das sind die Gewinner und Verlierer beim SRF

Welche Sendungen haben im Jahr 2019 Zuschauer gewonnen? Welchen Moderatoren lief das Publikum davon? Die am Donnerstag publizierten Einschaltquoten des Schweizer Fernsehens verraten es. Einige Formate müssen brutale Einbussen hinnehmen.

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Sabine Dahinden und «Schweiz aktuell» mussten einen deutlichen Zuschauerschwund hinnehmen.

SRF

Das Schweizer Fernsehen legte am Donnerstag seine Zuschauerzahlen des Jahres 2019 vor. Die drei SRF-Fernsehsender SRF 1, SRF zwei und SRF info erreichten im vergangenen Jahr einen Marktanteil von 31,5 Prozent, das ist im Vergleich zum Vorjahr (32,7) ein leichter Rückgang. Allerdings war 2019 ein Nicht-Sportjahr. Vor diesem Hintergrund ein guter Wert.

Die publikumsstärkste Sendung nach «Meteo» war laut dem Sender im abgelaufenen Jahr die «Tagesschau»-Hauptausgabe vom 13. Januar mit im Schnitt 879'000 Zuschauenden. Auf grosses Interesse stiessen auch die «Auf und davon»-Spezialsendungen zum zehnjährigen Jubiläum sowie «Die Auswanderer ein Jahr danach» mit durchschnittlich 867'000 respektive 862'000 Zuschauenden.

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Wer hat zugelegt, wer verloren im Vergleich zum Vorjahr? Eine Analyse der Zuschauerzahlen zeigt: Im News-Bereich konnte von den wichtigen Formaten einzige die «Rundschau» sein Publikum vergrössern (+10'000). Den grössten Verlust fuhren «Schweiz aktuell» (-30'000), Glanz und Gloria» (-29'000), «Eco» (-20'000), «Einstein» (-20'000) und Puls» (-18'000) ein. Auch «Tagesschau» (-9000), «10vor10» (-10'000) und «Meteo» (-10'000) verloren Publikum. Ein kleines Minus müssen «Arena» (-1000) und «Club» (-7'000) hinnehmen.

Immerhin: News-Flaggschiffe wie «Tagesschau», «10vor10» und «Meteo» blieben zumindest in Sachen Marktanteil stabil beziehungsweise legten gar leicht zu. Bei «Schweiz aktuell», «Eco», «Einstein» und «Glanz und Gloria» nahm nebst den realen Zuschauerzahlen auch der Marktanteil zum Teil deutlich ab – «Glanz und Gloria» verlor ganze drei Prozent.

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Die «Rundschau» legte als einzige der wichtigen Newsformate zu.

SRF

Unterhaltungssendungen

Bei den Unterhaltungsshows mit mehreren Ausgaben pro Jahr verlor einzig die Tanzshow «Darf ich bitten?» (-28'000), andere Formate legten zum Teil sogar deutlich zu. Gewinner ist etwa Nik Hartmann, 47, mit seinen «SRF bi de Lüt - live»-Shows (+60'000), aber auch «Happy Day» (+7'000), «Samschtig-Jass» (+14'000), «Donnschtig-Jass» (+6'000) und «1gegen100» (+2'000) gehören zu den Quotensiegern.

Weiter zulegen konnten ausserdem die freitäglichen «SRF bi de Lüt»-Formate, darunter etwa «Familiensache» oder die SRF-Auswanderer. Es resultiert ein Plus von 14'000 Zuschauer pro Sendung. Und auch Mona Vetsch, 44, kann sich freuen: Ihr «Mona mittendrin» steigerte sich um krasse 52'000 Zuschauer pro Folge im Vergleich zum Vorjahr.

Fiktion: Eher überraschend kommt der deutliche Anstieg beim «Tatort» (+48'000). Dafür musste die SRF-Eigenproduktion «Seitentriebe» einen herben Dämpfer hinnehmen. Unglaubliche 136'000 Zuschauer liefen der Sex-Serie 2019 pro Folge im Vergleich zu 2018 davon, der Marktanteil rasselte von 16,3 auf 10,3 Prozent runter.

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Nik Hartmann ist beliebt wie eh und je: Seine «SRF bi de Lüt»-Liveshows konnten Publikum gewinnen.

SRF

SRF-Sport

Und beim Sport? «Sport aktuell» verlor unter der Woche im Schnitt 5'000 Zuschauer, konnte dafür in der Samstagsausgabe um 11'000 zulegen. Das «Sportpanorama» legte durchschnittlich um 7'000 Zuschauer zu.

 

Von Tom Wyss am 09.01.2020
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