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Vom Aussenseiter zum Favoriten

Deshalb gewinnt Luca Hänni «Let's Dance»

Wir sagen es jetzt mal, wie es ist: Wir glauben fest daran, dass Luca Hänni «Let's Dance» gewinnt. Zugegeben, als Schweizer sind wir da nicht ganz neutral. Aber die Voraussetzungen sind nun mal perfekt. Inzwischen sehen das auch unsere nördlichen Nachbarn so. Wieso das so ist? Ein Erklärungsversuch.

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TVNOW / Stefan Gregorowius

Zurzeit tanzt sich Luca Hänni, unser (nach Michelle Hunziker) aktuell schönste Schweizer Export, bei «Let's Dance» auf RTL Woche für Woche eine Runde weiter. Und lässt damit nicht nur unsere Herzen, sondern auch jene unserer nördlichen Nachbarn immer höher schlagen. Jetzt steht der Berner im Finale. Und einmal mehr scheint sich die Geschichte zu wiederholen.

Wir erinnern uns: 2012 betrat Luca Hänni bei «Deutschland sucht den Superstar» die Showbühne, wurde als minderjähriger Maurerlehrling zu Beginn von vielen belächelt. Und gewann am 28. April 2012 als erster Nichtdeutscher Dieter Bohlens Castingshow.

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Ein ähnliches Bild im vergangenen Jahr: «Die Schweiz schickt Luca Hänni an den Eurovision Song Contest? Wieso soll der hinkriegen, was nicht einmal DJ Bobo gelang?» Wir wussten es schon damals, dass es Luca Hänni allen zeigen wird. Und prompt wurde es der 4. Platz für den heute 25-Jährigen.

Anfang Januar 2020 dann die Meldung, dass Luca Hänni bei «Let's Dance» dabei sein wird. In der Schweiz warf das grössere Wellen als in Deutschland. Bei «Bild» war der Schweizer bei der Bekanntgabe der Teilnehmenden kaum eine Erwähnung wert: Viel spannender waren da Kandidaten wie Ilka Bessin, Sabrina Setlur, John Kelly oder Laura Müller. Das gleiche Bild bei «Bunte» oder «Gala».

Maximale Punkte von der «Let's Dance»-Jury

Nach der Eröffnungsshow dann fand der Schweizer erste Beachtung, wurde vom gefürchteten Jurymitglied Joachim Llambi erstmals als Favorit genannt. Abgesehen von einem kurzen Interview mit «Gala» hielten sich die Reaktionen jedoch weiterhin in Grenzen.

Von Woche zu Woche stieg nun aber das Interesse an Luca Hänni. Klar, da war seine Trennung von Freundin Michèle Affolter. Und schnell stellte «Bild» die Frage in den Raum, ob seine Tanzpartnerin Christina Luft der Grund dafür sein könnte. Eine Spekulation, die sowohl die Sendungsmacher als auch Luca Hänni gekonnt am Leben erhielten. Und dem «DSDS»-Sieger wohl auch zu medialer Aufmerksamkeit und damit dem einen oder anderen Anruf mehr verhalf.

«Warum Luca Hänni die grössten Chancen hat»

Es wäre aber zu einfach, den aktuellen Erfolg des Sängers an dieser Geschichte aufzuhängen. Denn nicht nur medial machte der Berner eine Entwicklung durch, auch tänzerisch. Gab es in den ersten drei Shows jeweils «nur» 22 Punkte für Luca Hänni und Christina Luft, bekamen die zwei in der vierten Show für ihren Contemporary als erstes Paar 2020 von der Jury 30 Punkte.

In den folgenden Shows kristallisierten sich zwar weitere Favoriten heraus, unter anderem Artistin Lili Paul-Roncalli und Sportler Moritz Hans, die nun mit Luca Hänni im Finale stehen (alle «Let's Dance»-Folgen gibts übrigens bei TVNow nachzusehen). Im Viertelfinale und Halbfinale aber konnten sich Luca Hänni und Christina Luft immer an der Spitze behaupten – und werden jetzt auch von den Medien als Favoriten gehandelt. «Warum Luca Hänni die grössten Chancen hat», titelt Bild.de etwa. Und «Promiflash» erkor Luca Hänni schon vor dem Halbfinale zum «eindeutigen Favoriten».

Das Erfolgsrezept von Luca Hänni

Was für uns also schon lange gilt, gilt nun auch wieder für Deutschland: Luca Hänni erobert die Herzen (einmal mehr) im Sturm. Wie schon bei «Deutschland sucht den Superstar» und dem Eurovision Song Contest. Und zwar mit einem einfachen Erfolgsrezept:

Fleiss

Klar, die Tanz-Voraussetzungen waren bei Luca Hänni als Bühnenkünstler und Gewinner von «Dance, Dance, Dance» nicht schlecht. Woche für Woche neue Tänze einzustudieren aber bedeutet auch dann noch unermüdlicher Einsatz, hartes Training und extremer Wille. Schon beim Eurovision Song Contest hat Luca Hänni bewiesen, dass er alles gibt, wenn er irgendwo mitmacht. Und auch, dass er Ehrgeiz hat und – typisch schweizerisch – leicht perfektionistisch veranlagt ist, hilft wohl weiter.

Gutes Aussehen

Auch hier sind einem die Voraussetzungen natürlich in die Wiege gelegt. Aber, und da müssen wir jetzt auch einmal ehrlich sein, ein solch definierter Körper wird einem dann auch nicht einfach geschenkt. Auch da steckt einiges an Arbeit dahinter. Womit wir wieder beim Punkt 1 alias «Fleiss» wären. Kommt hinzu, dass er inzwischen auch über viel Showerfahrung verfügt – und seine Sexyness durchaus einzusetzen weiss. In Kombination mit einer Tänzerin wie Christina Luft umso einfacher!

Schweizer Freundlichkeit

Ja, es kann manchmal auch nerven, dass wir im Ausland immer als «herzige Schweizer» mit dem «lustigen Dialekt» angesehen werden. Aber es kann eben auch hilfreich sein, immer als «herzig», «freundlich» und «jö» abgestempelt zu werden. Beatrice Egli, Michelle Hunziker, Francine Jordi – sie alle machen es vor. Und eben auch Luca Hänni. Er ist immer gut gelaunt, hat immer ein Lachen im Gesicht, irgendwie halt noch herzig, zum Knuddeln, der perfekte Schwiegersohn. Ein böses Wort, eine Lästerei? Fehlanzeige. Dann doch eher ein bisschen ohne Ecken und Kanten. Typisch schweizerisch neutral.

Unsere Prognose: Luca Hänni gewinnt

Wir aber lassen das jetzt schlicht mit der typisch schweizerischen Neutralität und sagens, wie es ist: Luca Hänni wird diesen Freitag auch «Let's Dance» gewinnen und damit einmal mehr als anfänglicher Aussenseiter alle eines Besseren belehren. Die Medien zumindest hat er inzwischen überzeugt. Die Jury – inklusive Joachim Llambi – ebenfalls. Und wir wussten es schon immer.

Von Thomas Bürgisser am 20.05.2020
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