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Skistar über Freundin Katrin und Tochter Clea

Deshalb lebt Beat Feuz in wilder Ehe

Abfahrts-Weltmeister Beat Feuz spricht vor dem Start in die neue Weltcupsaison über sein Problemknie, sagt, weshalb er Freundin Katrin nur vielleicht heiratet – und wie ihn Töchterchen Clea verändert hat.

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Traut er sich oder nicht? Beat Feuz mit seiner langjährigen Freundin Katrin.

Kurt Reichenbach

Dieses Wochenende greifen die Speed-Spezialisten mit Super-G und Abfahrt im kanadischen Lake Louise ins Ski-Weltcup-Geschehen ein. Im Fokus aus Schweizer Sicht: Beat Feuz, 32. Der Berner ist der Schweizer Trumpf in Sachen Abfahrt, holte vier Medaillen bei WM und Olympia und hat 11 Weltcupsiege auf seinem Konto. In einem Interview spricht Feuz über Schmerzen, Ambitionen und seine Familie.

Feuz über sein Problemknie

Er habe eine zwiespältige Beziehung zu seinem Knie, sagt Feuz im Gespräch mit dem Portal «Watson». «Wir waren in der Vergangenheit ab und zu miteinander auf Kriegsfuss.» Mittlerweile sei er wieder besser zufrieden mit seinem Problemkörperteil. «Es wird zwar nie mehr so, wie es einmal war. Doch ich habe bewiesen, dass ich mit den derzeitigen Voraussetzungen erfolgreich Skifahren kann.» Er habe auch gelernt, mit den Schmerzen umzugehen, sagt Feuz. «Ich bezeichne einen Schmerz in meinem Knie wohl nicht mehr spezifisch als solchen. Es ist vielmehr ein Dauerzustand, mit dem ich leben gelernt habe.»

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2017 holte Feuz Gold bei der WM-Abfahrt in St. Moritz.

Keystone

Feuz über seine Ambitionen

Dem Routinier ist klar: Was vor einigen Jahren noch zum Sieg gereicht habe, sei heute nicht mehr genug. «Es gibt immer mehr Athleten, die sich auf einem Topniveau bewegen.» Da es eine Saison ohne Grossereignis sei, würden für ihn die Klassiker in Wengen und Kitzbühel noch mehr im Fokus stehen. «Das sind sicher die beiden grössten Rennen, aber zu den Klassikern gehören aus meiner Sicht weitere Abfahrten. Ich bin im letzten Jahr auf den beiden Strecken von Bormio und Gröden, wo ich mich zuvor nie so richtig wohl gefühlt hatte, aufs Podest gefahren. Dort nochmals einen Schritt zu machen, ist auch ein interessantes Ziel.»

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Seit 12 Jahren ist der Berner mit seiner Katrin liiert.

Kurt Reichenbach

Feuz über seine Freundin

Das Abfahrts-Ass ist seit nunmehr zwölf Jahren mit der ehemaligen österreichischen Ski-Nachwuchshoffnung Katrin Triendl, 32, liiert. Die beiden lernten sich 2006 an der Junioren-WM in Québec kennen, ein Jahr später wurden sie ein Paar.  Das gemeinsame Glück krönte Ende Juni 2018 die Geburt von Töchterchen Clea, 1. Kein Thema ist beim Paar hingegen die Hochzeit. «Zu heiraten ist nicht mehr wie früher ein Zwang. Vielleicht passiert es irgendwann und sonst halt nicht», so Feuz lachend. Doch ob mit oder ohne Trauschein – Katrin habe einen riesigen Anteil an seinem Erfolg, ist er überzeugt. «Sie hat mir schon vor meinen Verletzungen geholfen und danach noch viel mehr. In erster Linie als Freundin, aber auch als Physiotherapeutin. Ich hatte quasi eine Rundumbetreuung.» Ohne dies wäre er gar nicht mehr an die Spitze zurückgekommen, ist Feuz sicher.

Feuz über seine Tochter

Clea habe ihn sicher positiv verändert, schwärmt Feuz. «Das ist das Schönste, was mir passiert ist. Ich geniesse jede Minute zuhause», so der glückliche Vater. Es sei eine ideale Abwechslung zum Skisport. «Nur ein Beispiel: Meine Tochter interessiert es am Montagmorgen herzlich wenig, ob ich am Wochenende gut gefahren bin. Das empfinde ich als etwas Schönes. Ich komme nach Hause und es geht um die Familie und nicht darum, ob ich im Sport Erfolge gefeiert habe.» Er habe sich als Vater nun schon Routine aneignen können. «Und trotzdem ist es wieder eine neue Situation. Unsere Tochter ist ein Jahr älter geworden. Sie kann ein wenig quatschen, sie kann gehen, sie will beschäftigt werden.»

Feuz über seine Wahlheimat Österreich

Zusammen mit Freundin und Tochter lebt der Berner in Aldrans im Bundesland Tirol. Dort werde er nicht ganz so häufig erkannt wie in der Schweiz, so Feuz dazu. Erfreulich sei aber: Die Reaktionen seien auch im «Feindesland» erstaunlich positiv. «Man findet meine Leistungen auch hier ziemlich cool.»

Feuz über Rücktritt

Die Frage nach dem Karriereende stelle sich ihm derzeit überhaupt nicht, sagt Feuz. So lange er Freude am Skifahren und speziell an den Rennen habe, verspüre er kein Bedürfnis, damit aufzuhören. Er findet: «Wenn weiterhin alles zusammenpasst, kann ich mir gut vorstellen, noch zwei, drei Jahre zu fahren.»

Von Tom Wyss am 30.11.2019
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