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  4. Tamy Glausers Nationalrat-Aus: Dominique Rinderknecht lenkt sie ab

Nach Glausers Nationalrats-Pleite

Dominique lässt ihre Tamy den Frust vergessen

Erst am Mittwoch hat Tamy Glauser ihre Nationalrats-Kandidatur offiziell zurückgezogen. Ablenkung war nicht weit: Am Nationalfeiertag genoss sie entspannte Stunden in ihrer Heimat Bern. Das lag vor allem an Freundin Dominique Rinderknecht.

Tamy Glauser Dominique Rinderknecht

Über den Dächern von Bern: Dominique Rinderknecht lässt ihre Tamy wieder strahlen.

Instagram/Tamynique

Es war ein Paukenschlag: Am Mittwoch gab Tamy Glauser, 34, bekannt, dass sie nun doch nicht in den Nationalrat will. Erst im Mai hatte sie verkündet, den Kanton Zürich als Nationalrätin in Bern vertreten zu wollen. Im Anschluss wurde sie von den Grünen des Kantons Zürich offiziell nominiert – und der Weg schien geebnet für eine Politkarriere. 

Doch daraus wird nun erst einmal nichts. Sie sei noch nicht bereit für das Abenteuer Nationalrat, schrieb Glauser am Mittwoch auf Instagram. Das liegt mitunter an der grossen öffentlichen Kritik, die das Model erfuhr, als es kurz nach der Nominierung für einen kleinen Skandal gesorgt hatte. Glauser, ihres Zeichens selber Veganerin, hatte zuvor auf Instagram geschrieben, dass das Blut von Veganern Krebszellen töten könne, was heftige Reaktionen auslöste. Damit habe sie nicht gerechnet, hielt Glauser am Mittwoch fest. «Es hat mir weh getan und mir aufgezeigt, wo meine Grenzen liegen.» Daher habe sie sich dafür entschieden, die Kandidatur zurückzuziehen.

Dominique lenkt sie ab

Glauser selbst schrieb in ihrem Statement, dass es ihr schwer falle, die Zeilen zu schreiben. Das kurze, intensive Abenteuer habe ihr grosse Lust auf Politik gemacht. Sich einzugestehen, dass man trotz Interesse noch nicht bereit ist für ein politisches Amt, ist kein Leichtes – für niemanden. Glauser erfährt in diesen Zeiten aber grosse Unterstützung von ihrem Umfeld – allen voran von ihrer Lebensgefährtin Dominique Rinderknecht, 30, die alles daran setzt, ihre Freundin von der Nationalrats-Pleite abzulenken.

Den Nationalfeiertag am 1. August hat das Paar natürlich gemeinsam verbracht. In Glausers Heimatstadt Bern genossen Tamynique, wie Dominique und Tamy liebevoll genannt werden, zuerst eine kleine Stadtführung. Obschon sie beide sehr sportlich sind, griffen Rinderknecht und Glauser auf die Hilfe des «Senkeltrams» zurück: Der Lift brachte sie vom Mattequartier sicher und schweisslos auf die Münsterplattform.

Tamy in der alten Heimat

Im Lift zeigt sich die Fremdenführerin: Glauser, die nur unweit der Stadt in Stettlen aufgewachsen ist, weist ihre Freundin Dominique liebevoll darauf hin, dass diese doch mal die Aare filmen solle. «Oh, ja!», zeigt sich Rinderknecht einsichtig und schwenkt die Kamera gekonnt in Richtung des Berner Bijous. 

Einige Hintergrundinfos schaden aber weder der Einheimischen, noch dem Zürcher Meitli Dominique. Der Liftboy informiert die beiden über die Umgebung. «Das sind alles Privatgärten», erklärt er. Doch noch etwas anderes erregt seine Aufmerksamkeit: die Hunde des Paares, Yumi und Muffin, die ebenfalls mit dem Mattelift in die Höhe chauffiert werden und die das Spektakel sichtlich geniessen. Auf die Frage des Liftboys, ob die Hunde denn gerne Lift fahren würden, antwortet Glauser überzeugt mit «Ja».

Grillparty über den Dächern von Bern

Doch nur wenig später ist der Spass für die Vierbeiner zu Ende: Das laute Geknalle des 1.-August-Feuerwerks macht ihnen zu schaffen. Sie mummeln sich in eine Tasche ein und kuscheln sich ängstlich aneinander.

Muffin Yumi Rinderknecht Glauser

Verängstigt: Die Hunde Muffin (oben) und Yumi haben keine Freude an den Raketen, Zuckerstöcken und dem Bengalfeuer.

Instagram/Tamynique

Gut, ist Frauchen Tamy zur Stelle. Die kümmert sich liebevoll um die beiden Tiere. «728 Jahre Schweiz – und ich schaue zu den Hunden», hält sie humorvoll fest. 

Ein bisschen gefeiert wurde dann aber doch noch. Mit einigen Freunden grillierten Glauser und Rinderknecht und liessen den Abend bei einer atemberaubenden Aussicht auf Berns Altstadt ausklingen, bevor es sie weiter ins Konzertlokal Dachstock zog.

Kehrt Glauser doch nach Bern zurück?

Fast ein bisschen ironisch ist, dass Tamynique den 1. August in Bern feierten – also genau dort, wo Glauser als Nationalrätin ihren Arbeitsplatz gehabt hätte. Doch was vorerst nicht ist, kann bekanntlich noch werden.

Denn dass sie doch noch als Politikerin Karriere macht, schliesst Tamy Glauser nicht aus. Für die Rechte der LGBTI-Gemeinschaft und die Umweltanliegen werde sie weiter kämpfen, gab das Model bekannt. «Und wer weiss, vielleicht gibt es in vier oder acht Jahren sogar eine reifere und stärkere Nationalratskandidatin Tamy Glauser.» Auf die Unterstützung ihrer Freundin dürfte sie in diesem Fall zweifellos zählen. 

Von Ramona Hirt am 2. August 2019