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Zu den Werbe-Deals kommt eine Startup-Beteiligung

Federer rüstet sich für eine Zukunft nach dem Tennis

Mit 38 Jahren gehört Roger Federer immer noch zu den besten Tennisspielern der Welt. Auch wenn seine Fans sich diesen Tag nie herbeiwünschen – eines Tages wird das Schweizer Tennis-Ass zurücktreten. Dass seine Tage auf dem Court gezählt sind, ist auch Federer bewusst. Finanziell hat er vorgesorgt und sich längst ein Geschäftsimperium aufgebaut.

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Roger Federer gehört mit 38 Jahren immer noch zu den besten Tennisspielern der Welt.

Getty Images

Für einmal überrascht Roger Federer, 38, mit Neuigkeiten abseits des Courts: Der Schweizer Tennisspieler steigt beim Zürcher Laufschuh-Startup On AG ein. «Es reizt mich, mit einem jungen Schweizer Unternehmen zusammenarbeiten zu können, das auf dem Sprung ist», sagt Federer im Gespräch mit der «NZZ am Sonntag». Das Jungunternehmen schreibt dazu auf seiner Website: «Er wird die Zukunft der Schweizer Sportmarke prägen.»

«Der Batzen war gross genug, dass ich mir das gut überlegen musste»

Laut dem Bericht wird Federer als Miteigentümer unternehmerisch tätig sein. Wie hoch seine Aktienbeteiligung ist, verrät On nicht. Auch Federer selbst hält sich bedeckt, offenbart aber: «Der Batzen war gross genug, dass ich mir das gut überlegen musste.» Er habe ein Zeichen für On setzen wollen, «um ihnen zu zeigen, wie sehr ich an die Firma glaube und dass ich langfristig mit ihnen plane.»

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Federer zeigte bereits im Frühling sein Flair für die Schuhe

Wie begeistert er von den Schweizer Laufschuhen ist, machte King Roger bereits im Mai 2019 in Paris am Rande der French Open öffentlich. Auf Facebook postete der Baselbieter ein Bild seines Besuchs in der Fondation Louis Vuitton, wo er ein On-Paar des Modells Cloud Terry trägt.

12 lukrative Werbe-Deals speisen sein Bankkonto

Die Beteiligung bei On ist nur ein Beispiel dafür, wie Federer dafür sorgt, dass sein millionenschweres Vermögen auch nach seinem Rücktritt eines Tages weiter wächst.

Zurzeit verdient der Tennis-Star seine Millionen aber noch als aktiver Tennis-Profi auf dem Court. Laut dem US-Magazin «Forbes» fliessen aktuell gut 90 Millionen Franken im Jahr in die Taschen des Tennis-Profis. Fast zwei Drittel des Geldes werfen seine lukrativen Werbe-Deals ab. Laut einer Auflistung auf seiner offiziellen Website hat Federer Verträge mit zwölf Sponsoren: Rolex, Mercedes-Benz, Credit Suisse, Jura, Moët & Chandon, Barilla, Lindt, Wilson, Netjets, Sunrise, Rimowa und seit letztem Jahr auch noch die japanische Modemarke Uniqlo.

Die restlichen Einkünfte setzen sich aus seinen Turnier-Teilnahmen zusammen: Antrittsgagen, Preisgelder für einen Turniergewinn oder auch Show-Matches bringen Federer jährlich einen sehr grossen Batzen ein.

Federer soll nach dem Rücktritt noch mehr Einkünfte haben als jetzt

Da die Millionen-Preisgelder nicht noch ewig fliessen werden, hat Federer finanziell vorgesorgt: Schon früh baute er mit Vertrauten ein Geschäftsimperium um sich und die Marke «RF» auf. Das Kernstück ist die Tenro Holding AG mit Sitz in Bottmingen BL. Im Handelsregister ist Federer als Präsident des Verwaltungsrats eingetragen. Unter deren Dach sind die Tenro AG – unter anderem für Beteiligungen wie die am Laufschuh-Startup On AG und die Tenro Event AG. 

Tony Godsick, sein langjähriger Manager, verriet einst, dass Federer in Zukunft noch mehr verdienen wird als jetzt als aktiver Tennis-Profi: «Roger, du bist jetzt erfolgreich. Aber ich verspreche dir: Nach deiner Tennis-Karriere wirst du noch erfolgreicher sein.»

Von Sarah Huber am 24.11.2019
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