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  4. Roger Federer sorgt bei Mirka und Sohn an den US Open für Müdigkeit

Rogers lustloser Auftritt hat Folgen!

Federer sorgt bei seiner Familie für Gähn-Attacken

Auch in der zweiten Runde an den US Open zeigt Roger Federer nicht, was er zweifelsohne draufhätte. Sein Sohn und Frau Mirka quittieren den blassen, letzten Endes aber dennoch erfolgreichen Auftritt von Roger mit einer ungewollt müden Performance in der Box.

«Das war unterirdisch von mir»: So selbstkritisch war das Resümee von Roger Federer, 38, nach seinem Auftritt an den US Open am Mittwochabend (Schweizer Zeit). Auch im zweiten Match am Turnier in New York misslang ihm der Start komplett – im ersten Satz wurde der Baselbieter gleich doppelt gebreakt und lag alsbald mit 0:4 hinten. Dieser Rückstand war selbst für King Roger nicht mehr aufzuholen; den ersten Satz musste er abgeben. Um doch noch als Sieger aus der Partie gegen den Bosnier Damir Dzumhur (ATP 99) herauszugehen, bedurfte es einer eklatanten Steigerung – doch nach 2 Stunden und 21 Minuten war es geschafft: Der Maestro gewann doch noch mit 3:6, 6:2, 6:3 und 6:4 und steht damit in der dritten Runde.

Roger Federer US Open

Ratlosigkeit: Von seinem eigenen Auftritt zeigte sich King Roger enttäuscht. In der dritten Runde solls besser werden.

Dukas

Mirka und der Zwillingsbub können nicht hinsehen

Körperlich sei er fit, hielt Federer anschliessend fest, und war selber ratlos, was die Gründe für den mutlosen Auftritt waren. Ob es wohl an Unterstützung mangelte? Denn ein Blick in Federers Box zeigte so ziemlich dasselbe Bild auf, das sich auch auf dem Platz bot: müde Gesichter.

Rogers Frau Mirka, 41, und einer der beiden Zwillingsbuben Leo und Lenny, 5, zeigten sich in der Box sehr antriebslos. Das überrascht bei den Buben mittlerweile nicht mehr gross: Schon des Öfteren verliehen sie ihrer Lustlosigkeit in der Box Ausdruck – aber wer kann ihnen das verübeln, zaubert Papa Roger immer wieder lang dauernde Tennis-Thriller auf Sand und Rasen? Da wäre den Kleinen ein Spiel à la Fangis oder Versteckis bestimmt lieber.

Mirka Federer Leo Lenny Myla Charlene

Keine Tennis-Connaisseurs: Selbst beim epischen Wimbledon-Endspiel zeigten sich Leo und Lenny ziemlich gelangweilt. Motivierter sind da schon ihre Schwestern Charlene und Myla – und natürlich Mama Mirka.

Getty Images

Dahingegen überraschend war der Auftritt von Mirka. Sie, die zuletzt auch in Wimbledon mit ihrem Roger mitfieberte, mitlitt, ihn anfeuerte und schliesslich auch befeuerte, hat man schon lange nicht mehr so müde gesehen. 

Nicht mal Schoggi hilft

Was macht man also als Mama, wenn der Bub einfach keine Lust hat? Mirka setzt auf Altbewährtes – und versuchts auf typisch schweizerische Art und Weise mit einem Schöggeli. Doch selbst das putscht den Zwillingsbuben nicht auf. Sein müder Auftritt scheint jedenfalls nicht auf einen Zuckermangel zurückzuführen sein.

Mirka Federer Leo Lenny Federer

Auch ein Schöggeli hilft nicht weiter: Mirka Federer kann ihren Sohn nicht gross motivieren.

Dukas

Ob es viel eher der Jetlag ist, der den Buben plagt? Seine kleinen Äuglein lassen fast darauf schliessen. Und da auch Mami Mirka nicht wirklich das blühende Leben widerspiegelt, dürfte eine familienübergreifende Müdigkeit im Spiel sein – und Reise-Nachwehen damit naheliegend.

In Cincinnati nicht mit dabei

Ob die Federers erst auf den Start der US Open nach New York gereist sind, ist nicht bekannt. Fest steht, dass Roger seinen Einsatz am ATP-Turnier in Cincinnati Mitte August alleine in Angriff nehmen musste. Für einmal war seine Familie nicht da, um den Tennis-Profi anzufeuern – zum ersten Mal überhaupt am Turnier in Ohio, das Federer bereits sieben Mal für sich hat entscheiden können.

Ein Jetlag würde die temporäre Müdigkeit jedenfalls erklären. Ausgeruht und erholt sollten die Federers nämlich eigentlich sein: Nach Federers verlorenem Wimbledon-Finale Mitte Juli gönnten sich er, Mirka und die Kids eine Auszeit in Alpstein. Dort machte Familie Federer Camping-Ferien – und obwohl er «wahnsinnig müde und ausgelaugt aufgewacht» sei, wie Roger gegenüber dem «New Yorker» sagte, hat zumindest er seine Batterien wieder aufladen können. «Wir hatten so viel Spass! Ich bin sehr glücklich, dass wir das gemacht haben.» 

 

Von Ramona Hirt am 29.08.2019