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Von Depressionen betroffen

Für diese Stars war Reden Gold wert

Sie sind erfolgreich und beliebt – und haben tiefe Täler durchschritten. Offen und ehrlich haben Ariella Kaeslin, Stress, Robbie Williams & Co. über ihre Depression gesprochen – und damit einen wichtigen Schritt in Richtung Gesundheit getan.

Ariella Käslin, ehemalige Schweizer Kunstturnerin, fotografiert in Luzern am Vierwaldstättersee.
Lea Meienberg / 13 Photo

Ariella Kaeslin 33, ehemalige Kunstturnerin

«Die Struktur meines Lebens fiel auseinander. Dann stehst du plötzlich vor der Leere», sagt Ariella Kaeslin 2015, als sie ihre Biografie «Leiden im Licht» veröffentlicht. Darin erzählt sie vom Leiden und dem Druck als Kunstturnerin und über den wahren Grund ihres Rücktritts mit 23 Jahren: Erschöpfungsdepression. Seitdem geht sie offen mit dem Thema um. «Gerade Sportler, die so im Rampenlicht stehen, sollten Schwäche zeigen. Sonst denken die Leute, stimmt, Schwäche zeigen geht nicht.»

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Stress Meh.Stress ist nicht mer depressiv.Zürich (ZH)
Joseph Khakshouri

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Vergangenes Jahr macht der Schweizer publik, dass er an Depressionen leidet und deswegen schon Suizidgedanken gehabt hat. In seiner Single «Terre brûlée» («Verbrannte Erde») verarbeitet er dieses dunkle Kapitel. Geholfen habe ihm eine Therapie. Auf Instagram teilt er gar ein Video mit einem Ausschnitt aus einer Therapiesitzung. Damit will er zeigen, dass es keine Schwäche ist, wenn man Hilfe holt. «Eine unbefangene, neutrale Person kann dir die Augen öffnen und dich weiterbringen.»

LONDON, ENGLAND - NOVEMBER 05:  Julia Roberts at the "Wonder" Press Conference at the Langham Hotel on November 5, 2017 in London, England.  (Photo by Vera Anderson/WireImage)
Getty Images

Julia Roberts 53, Schauspielerin

Ihr Lachen ist weltberühmt. Doch hinter der Fassade des Hollywood-Stars sah es auch schon anders aus: Ihr Job und ihr geringes Selbstbewusstsein haben sie krank gemacht. Roberts litt an einer Depression, wie sie 2015 in einem Facebook-Post offenbart. Sie habe immer geglaubt, sie sei «nicht gut genug oder zu alt» für neue Rollenangebote. Sie habe dagegen angekämpft, ohne jemandem etwas davon zu sagen, bis sie einen Weg aus ihrer Krankheit gefunden habe, so die «Pretty Woman»-Schauspielerin.

Rene Rindlisbacher SRF Quizsendung 2018
©Geri Born Zuerich

René Rindlisbacher 57, Komiker

Im Comeback mit Tochter Laura steht er 2019 wieder auf der Bühne. Doch es gab eine Phase, da war dem Komiker nicht zum Lachen zumute. 2006 brach er vor einer Premiere zusammen. Er und Bühnenpartner Sven Furrer mussten die Edelmais-Tournee absagen. Danach gestand er als einer der ersten Schweizer Prominenten öffentlich: «Ich habe Depressionen.» Bis heute ist es bei dieser einmaligen Episode geblieben. Auch weil er sich und seinem Körper seitdem besser Sorge trägt.

CANNES, FRANCE - NOVEMBER 12:  Robbie Williams arrives at the 18th NRJ Music Awards at the Palais des Festivals on November 12, 2016 in Cannes, France.  (Photo by Toni Anne Barson/FilmMagic)
Getty Images

Robbie Williams 46, Entertainer

«In meinem Kopf sitzt eine Krankheit, die mich töten will», sagt Williams Anfang 2018 in einem Interview über seine Depressionen und Angstzustände. Sein Leben war seit der Jugend neben Erfolg auch von Drogenmissbrauch und Alkoholexzessen geprägt. «Durch die Dinge, die ich mir antat, war ich dem Ende schon oft sehr nah», so Williams weiter. Seine Frau Ayda Field, mit der der Sänger zwei Kinder hat, habe ihm das Leben gerettet. «Sie ist alles für mich.»

BAG Logo Psychische Gesundheit Kampagne Dezember 2020
ZVG

Über die Aktion «DARÜBER REDEN. HILFE FINDEN.»

Viele Menschen in der Schweiz leiden auch seelisch unter den Auswirkungen der Coronakrise. «DARÜBER REDEN. HILFE FINDEN» heisst der Aktionstag, der vom BAG initiiert wurde und am 10. Dezember 2020 stattfindet. Die Hilfsorganisationen Pro Mente Sana, Dargebotene Hand, Pro Juventute, Pro Senectute, Caritas und das Schweizerische Rote Kreuz widmen sich gemeinsam mit Ringier, der SRG (alle vier Sprachregionen) und vielen weiteren Akteuren den verschiedensten Aspekten des Themas «psychische Gesundheit». Menschen in schwierigen Situationen erfahren so Solidarität und werden über konkrete Hilfsangebote informiert. Der Tag sensibilisiert auch die Gesamtbevölkerung dafür, im Umfeld aufmerksam zu sein und Hilfe zu leisten.

Weitere Informationen: bag-coronavirus.ch/hilfe

Von Schweizer Illlustrierte am 07.12.2020
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