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«Seine Ex-Frau und ich haben uns unterstützt»

Irina Beller spricht über die Beisetzung von Walter

Viel zu plötzlich musste Society-Lady Irina Beller ihren Mann Walter beerdigen. Jetzt erzählt sie, wie die Beisetzung vonstatten ging und wie sehr die Familie trauert.

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Irina und Walter Beller waren 20 Jahre verheiratet.

Fabienne Bühler

Nur sieben seiner engsten Familienmitglieder nahmen am 29. Mai 2020 von Unternehmer Walter Beller, †71, Abschied. «Ich wollte weder Fremde noch Fotografen dabei haben, das hätte ich einfach nicht anständig gefunden», sagt seine Witwe Irina, 48, auf Anfrage vom «Blick»

Nachdem Fremde das neu gegründete Familiengrab in Freienbach SZ bereits kurz nach dem plötzlichen Tod des Unternehmers gestürmt hatten, hat Irina Datum und Uhrzeit der Beisetzung geheimgehalten. Sie wollte, dass die Familie in Ruhe trauern kann.  

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Von Tochter Natascha sollte Walter Beller im September sein erstes Enkelkind bekommen.

facebook.com/natascha.beller
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«Der gegenseitige Trost hat und gut getan»

Stimmig und schön sei der Abschied gewesen, erzählt die gebürtige Russin weiter. «Die Sonne schien auf sein Grab, es herrschte eine schöne Ruhe. Wir waren sieben Leute. Walters Tochter Natascha, 38, mit ihrem Freund, sein Sohn Patrick, meine und seine Schwester sowie seine Ex-Frau. Sie und ich haben uns die ganze Zeit umarmt, uns Halt gegeben. Wir beide waren seine Ehefrauen, unser gegenseitiger Trost hat uns gut getan.»

Im Anschluss wollten alle Trauernden für sich sein. «Wir gingen alle nach Hause, wir hatten keine Lust, noch zu essen. Jede und jeder von uns wird Walter feiern, aber dies innerlich und nicht in einem Restaurant», sagt Irina Beller. 

Tagelang nur geweint

Tagsdrauf sei sie noch einmal alleine zum Grab ihres Mannes gegangen und erlebte einen ganz besonderen Moment. «Es tönt jetzt sehr kitschig, doch drei Sonnenstrahlen schienen auf sein Grab. Ich hatte Hühnerhaut. Es war für mich wie ein Zeichen von ihm, dass er immer bei mir ist», sagt sie und ergänzt: «Vielleicht hat er auch ein schlechtes Gewissen, weil er mich so plötzlich allein liess und ich tagelang nur geweint habe. Es war auf jeden Fall ein schöner Moment.»

Walter Beller starb am 19. Mai überraschend in der Wohnung in Pfäffikon SZ, in der er gemeinsam mit seiner Frau lebte. Irina hielt sich zu dieser Zeit im Tessin auf und wartet auf ihren Mann. Dementsprechend schwer fiel es ihr, wieder in an den Ort zurück zu gehen, an dem ihr Mann von ihr ging. «Ich liess die Wohnung reinigen, daher roch alles frisch und mehr nach Leben als nach Tod. Doch es fiel mir sehr schwer. Übernachten könnte ich da noch nicht.»

Sie übernimmt die Geschäfte

Sie lebe im Moment bei ihrer Schwester Elona, 37, in Bäch SZ. «Die nächsten Wochen pendle ich zwischen unserer Wohnung im Tessin und hier. Ich kann seit der Beerdigung wieder durchschlafen, weine nicht mehr so oft und weiss, dass Walter wollen würde, dass ich in seinem und unseren Sinn weitermache.»

So übernimmt Irina Beller die Immobiliengeschäfte ihres Mannes und will so sein Erbe weiterführen. «Was immer in meinem Leben alles noch passiert, ich werde nichts tun, was Walter nicht gefallen würde. Diesen Respekt hat er verdient.»

Von Berit-Silja Gründlers am 03.06.2020
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