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  4. Sven Epiney im SI.Talk vor der Ehe für alle: «Kinder stehen bei uns nicht zuoberst auf der Liste»

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Sven Epiney ist der SRF-Publikumsliebling schlechthin und gleichzeitig ein grosses Vorbild für viele Homosexuelle in der Schweiz. Im SI.Talk erklärt der TV-Moderator, warum es für ihn kein Argument gegen die «Ehe für alle» gibt, verrät wie es um die eigenen Hochzeitspläne mit seinem Verlobten Michael steht, und erzählt weshalb Kinder für sie auch bei einem «Ja» an der Urne kein Thema wären. Sina Albisetti
Sven Epiney im SI.Talk

«Kinder stehen bei uns nicht zuoberst auf der Liste»

Am 26. September entscheidet die Schweiz, ob sich künftig auch gleichgeschlechtliche Paare das Jawort geben und Kinder adoptieren können. Wo sich Sven Epiney bei einem Ja zur Ehe für alle durchaus eine Vermählung auf dem Standesamt vorstellen kann, sind Kinder mit Partner Michael derzeit keine geplant. Im SI.Talk erzählt der Moderator, weshalb – und verrät, worin er und sein Freund sich nicht ganz einig sind.

Sie haben TV-Geschichte geschrieben: Ende März 2019 hält SRF-Liebling Sven Epiney, 49, kurz vor Ende der Liveshow «Darf ich bitten?» um die Hand seines langjährigen Partners Michael Graber, 28, an. Dieser sagt völlig überwältigt Ja – und fällt seinem Freund überglücklich um den Hals.

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Der Moment, der Einzug in die Geschichtsbücher des SRF gefunden hat, ist mittlerweile bereits zweieinhalb Jahre her. Die Hochzeitspläne sind noch immer aktuell, ein Datum aber «gibt es so noch nicht», wie Epiney verrät. «Aber wir sind in der Planung.» Für das grosse Fest gibt es mehrere Optionen, von einer formellen Zeremonie bis hin zu Ferien mit dem engsten Umfeld auf der Alp ist alles mit dabei. Nur etwas ist bereits jetzt klar: «Ganz klassisch muss es nicht sein.» 

«Hey, es tut niemandem weh!»

Ob Epiney und Graber sich auch auf dem Standesamt die ewige Liebe schwören können, wie es sich der TV-Moderator gut vorstellen kann, wird sich erst noch zeigen. Am 26. September stimmt die Schweiz darüber ab, ob sich künftig auch gleichgeschlechtliche Paare das Jawort geben können. «Ich sage immer: ‹Hey, es tut niemandem weh!›», sagt der Walliser mit Berner Dialekt. «Es gibt viele Abstimmungen, bei denen die, die verlieren, irgendwo etwas weniger haben. Bei dieser Abstimmung ist das Schöne: Es geht nur um eine Gleichstellung», führt er aus. «Alle heterosexuellen Menschen in der Schweiz machen genau gleich weiter.» 

Er persönlich hoffe, dass «jetzt der Schritt gemacht werden kann», sagt Epiney. «Ich hoffe, dass es so weit ist und dass man gar nicht mehr so darüber sprechen muss.» Er findet es schade, wird so viel über das Thema diskutiert. «Weil eigentlich wäre es ja an der Tagesordnung und normal.»

Mit einem Ja zur Ehe für alle stünde es ihm und Freund Michael auch offen, Kinder zu adoptieren. Wieso das aber gegenwärtig nicht infrage kommt, was stattdessen auf der Bucket-Liste steht und in welcher Sache er und Graber sich nicht ganz einzig sind, verrät der Moderator im SI.Talk.

Von Sina Albisetti am 15.09.2021
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