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  4. Ex-Nati-Trainer Kuhn ist tot: «Köbi war ein wunderbarer Mensch»

Karli Odermatt besuchte todkranken Kuhn

«Köbi war ein wunderbarer Mensch»

Sie waren Gegenspieler und gute Freunde: Karli Odermatt trauert um seinen langjährigen Wegbegleiter. Noch vor wenigen Wochen hatte er Köbi Kuhn im Spital besucht.

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«Ich habe einen guten Freund verloren»: Fussball-Legenden Karli Odermatt (r.) und Köbi Kuhn.

David Biedert

Köbi Kuhn ist tot. Der ehemalige Nati-Trainer hatte am Dienstag seinen letzten Kampf verloren. Karli Odermatt,76, selbst Fussball-Legende, konnte seinen Freund und grossen Gegenspieler aus vergangenen Zeiten, noch vor wenigen Wochen im Zürcher Triemli-Spital besuchen. «Köbi war ein grandioser Fussballer und ein wunderbarer Mensch. Ich habe einen guten Freund verloren. Das macht mir so weh», sagt Odermatt zum «Blick».

In den 60er- und 70er-Jahren hatten sich die beiden Club-Idole heisse Kämpfe auf dem Rasen geliefert. Odermatt als Captain für den FC Basel, Kuhn als Captain für den FCZ. Zusammen spielten die beiden auch in der Schweizer Nationalmannschaft. «Wir haben uns schon damals gegenseitig sehr geschätzt. Auch als ich Köbi als Nati-Captain abgelöst habe, war er mir nicht böse. Ich überliess ihm sogar das Bändeli, als wir im Wembley gegen England gespielt haben», sagt er der Zeitung.

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Karli war sofort nach Zürich gefahren, nachdem ihn Kuhns Frau Jadwiga angerufen hatte. Als er Kuhn im Krankenbett erblickte, wusste er, dass es nicht gut um ihn steht: «Als ich ihn sah, bin ich ein bisschen erschrocken. Köbi sah nicht gut aus. Er war kreideweiss und hatte Wasser im ganzen Körper. Zudem hatte er sich das Becken und den Fuss gebrochen, weil er hingefallen war», erzählt Odermatt im «Blick».

Dennoch hoffte er bis zuletzt, seinen alten Freund bei besserer Gesundheit wieder zu sehen. Beim Verabschieden verabredeten sich die Männer auf eine Flasche Wein. Da habe Kuhn noch gescherzt, erinnert sich Odermatt. «Ich sagte: Okay Köbi, eine Magnum mit unseren Frauen. Er meinte nur: Nein Karli, die trinken wir zu zweit. Er war selbst im Krankenbett noch ein lustiger Cheib.» Doch zu einem Wiedersehen kam es nicht mehr.

Von bes am 27.11.2019
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