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Die Sopranistin hat geheiratet!

Noëmi Nadelmann: «Lyndon ist der Mann meines Lebens»

Vor 29 Jahren haben sich Noëmi Nadelmann und Lyndon Terracini auf den ersten Blick verliebt – und dann wieder aus den Augen verloren. Doch knapp drei Jahrzehnte später sagen die Schweizer Sopranistin und der australische Bariton in Weisstannen SG zueinander offiziell Ja.

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Noëmi Nadelmann hat ihren Traummann nach fünf Jahren Beziehung geheiratet.

Justin Hession

Kurz nach neun Uhr war es so weit: Noëmi Nadelmann heisst ab sofort offiziell Noemi Terracini! Im Haus Siebenthal in Mels SG haben sich Noëmi Nadelmann, 57, und Lyndon Terracini, 69, vergangenen Freitag das Ja-Wort gegeben. Als Trauzeugen an ihrer Seite: Nadelmanns Mutter Rachel, 88, und Terracinis Tochter Catherine, 37.

«Das ist der schönste Tag überhaupt! Ich möchte meinen Ehemann heute den ganzen Tag küssen – bis ich keinen Lippenstift mehr drauf habe», sagt die Braut in ihrem saphirblauen Kleid lachend. 29 Jahre nachdem sich die Beiden erstmals als Susanna und Figaro auf der Opernbühne verliebt und dann jahrelang wieder aus den Augen verloren haben, konnten die Schweizer Sopranistin und der australische Bariton und Direktor der Opera Australia endlich auch im richtigen Leben ihre Liebe besiegeln!  

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In Weisstannen SG stiess das Paar mit Freunden und Verwandten auf seine Liebe an.

Justin Hession

«Per sempre»

«Lyndon ist der Mann meines Lebens», schwärmt sie. Und er ergänzt: «Es gibt nichts, was ich an ihr ändern würde.» «Per sempre» steht denn auch in ihren Eheringen von Cartier eingraviert. Drei ineinander geschlungene Ringe, die an ihre Liebe erinnern. «Nach drei Jahrzehnten fand unsere Liebe wie ein Puzzle zusammen.»  

Nach dem offiziellen Akt gings für die Frischvermählten weiter in die «Alte Post» in Weisstannen SG. Im Museum warteten rund 40 ihrer engsten Freunde und Familienmitglieder, sowie ein Apéro auf sie. Mehrere von ihnen sind extra aus der ganzen Welt eingeflogen, um das Ehepaar zu feiern. So auch Terracinis Bruder Winston – ein australischer Staranwalt – und seine Frau Judy. Auch Nadelmanns Cousin, Jurist Richard Ritter, ist anwesend. Nur Noëmis Tochter Jamileh konnte nicht exakt zur Hochzeit aus dem Big Apple anreisen und besuchte deshalb ihre Mama und deren Zukünftigen eine Woche davor. 

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Unter den Gästen waren auch Chansonier Michael von der Heide (links) und sein Partner Willi Spiess (rechts). 

Justin Hession

Frivole Bauernhochzeiten

«Dass wir in Weisstannen feiern, war Lyndons Idee», so Nadelmann. Er begründet: «Noëmis Familie hat eine starke Verbindung zu diesem wunderbaren Ort. Noëmi verbrachte seit sie vier Jahre alt war ihre Ferien hier.» – «Als du Weisstannen auch für unsere Hochzeit vorgeschlagen hast, kam mir sofort in den Sinn, dass ich als Kind hier schon sehr frivole Bauernhochzeiten gesehen habe», erinnert sie sich und lacht. 

Ein Akt für Noëmis verstorbenen Vater

Das Paar verrät: An ihrem schönsten Tag widmeten sie auch einen Akt Nadelmanns verstorbenem Vater, Pianist und Komponist Leo Nadelmann. Sie liessen das von ihm geschriebene «Weisstanner-Lied» spielen. «Mit unserer Feier wollte ich auch unsere beiden Familien verbinden und unseren Liebsten aus Australien die Herkunft meiner Frau näherbringen», so Terracini. 

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Das Paar achtete auf Romantik bis ins Detail.

Justin Hession

Ein Steinbock und ein Känguru auf der Hochzeitstorte

Nach dem zweistündigen Apéro im Museum gings für die Hochzeitsgesellschaft weiter ins Hotel Gemse, wo sie im Festsaal ein Fünf-Gänge-Menü mit regionalen Produkten von den Geschwistern Helen Schönbächler und Peter Tschirky geniessen durfte. Als Hauptgang gabs einen Herbstteller. Natürlich durfte auch die Musik nicht fehlen. Nadelmanns langjähriger Pianist André Desponds, seine Partnerin Andrea Herdeg und der Vibraphonist Thomas Dobler bestritten die Showblocks zusammen.

Und zum Abschluss gabs eine fünfstöckige Hochzeitstorte von Patisseurin Agnes Schneider. Die krönende Dekoration aus Marzipan widerspiegelte nicht nur beider Herkunft, sondern auch den Humor des Paars: Ein Steinbock (das Zeichen Weisstannentals) und ein Känguru! 

Herr und Frau Terracini sind überglücklich. «Wir wollten unsere Liebe offiziell besiegeln und dies mit unseren Liebsten an einem schönen Ort feiern.» 

Von Aurelia Robles am 05.10.2019
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