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Serie: Stars weichen auf andere Jobs aus

Sarah-Jane greift wieder zur Schere

Von heute auf morgen ohne Arbeit. Künstler trifft die Corona-Krise hart: geschlossene Theater. Abgesagte Konzerte. Gestrichene Shows. Die einen gehen zurück in ihren ursprünglich erlernten Beruf, andere sind bei der Suche nach Job-Alternativen kreativ. Im letzten Teil unserer Serie: Schlagersängerin Sarah-Jane.

Sarah Jane, Schlagersängerin und Coiffeuse, mit ihrer Mutter Käthy Riek, im Salon zu Hause, Rothenfluh BL, 04.05.2020, Foto Lucia Hunziker

Im Coiffeursalon: Sarah-Jane frisiert ­Kunden im Haus ihrer Eltern im Baselbiet.

Lucia Hunziker

Mit doppelter Wucht trifft im März der Corona-Lockdown Sarah-Jane, 34. Die Baselbieter Schlagersängerin darf weder auf der Bühne stehen und singen noch in ihrem erlernten Beruf als Coiffeuse Haare schneiden. Konzertveranstalter canceln ihre Auftritte, sie selbst muss alle Kundentermine absagen. «Das war wie zwei Schläge auf einmal ins Gesicht.» Für sie stellt sich von heute auf morgen die Frage: Wie verdiene ich meine Brötchen? Zu ihrem Mann sagt die Sängerin mit Galgenhumor: «Jetzt essen wir nur noch Chlöpfer.»

Als nächstes Hundebettchen

Da Sarah-Jane vor ihrer Hochzeit im Jahr 2018 eine GmbH gründete, hat sie als Angestellte ihres Coiffeursalons ­Anspruch auf Hilfsgelder des Bundes, die sie bis jetzt erhält. «Dafür bin ich sehr dankbar.» Inzwischen darf sie wieder zu Föhn und Schere greifen, auch wenn das Arbeiten mit Maske für sie als Asthmatikerin nicht einfach ist. «Die erste Woche drehte ich im ­roten Bereich, hatte oft Kopfweh.» ­Momentan ist Sarah-Jane dabei, sich ein drittes Standbein zu erarbeiten: Sie und ihre Mutter nähen in einem kleinen Atelier Hundebettchen und -taschen. Auch Singen wird sie nach langer Pause wieder: und zwar am 26. September, ihrem 35. Geburtstag.

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Von René Haenig am 01.10.2020
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