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Geldsegen nach Medaille

So viel kassiert Beat Feuz für seinen Olympia-Erfolg

Beat Feuz krönte mit seiner Goldmedaille in der Abfahrt an den Olympischen Spielen in China seine Karriere. Doch auch sein Konto dürfte sich über den Erfolg freuen. Wäre er jedoch aus Hongkong, hätte er jetzt beinahe ausgesorgt.

Beat Feuz, Ski Alpin, Olympiasieger Peking Beijing 2022, Gold Medaille, SI 06/2022

Olympiasieger Beat Feuz jubelt über seinen Sieg. Und auch ein bisschen über die Prämie. 

Reuters

Ein Sieg an den Olympischen Spielen ist für einen Sportler ein Erfolg für die Ewigkeit. Beat Feuz (34) machte sich mit seiner Goldmedaille in Peking als Abfahrer unsterblich und sicherte sich einen Eintrag in den sportlichen Geschichtsbüchern dieser Welt. Als Erinnerung bringt der Emmentaler eine güldene Auszeichnung mit nach Hause, die aber eher einen emotionalen, denn einen finanziellen Wert hat. Die Goldmedaillen, die in Peking den Erstplatzierten umgehängt werden, bestehen nämlich vor allem aus Silber. Von den 556 Gramm Gesamtgewicht, sind nur 6 Gramm der Medaille aus reinem Gold. Würde Beat Feuz die Medaille verkaufen, bekäme er beim aktuellen Kurs von Edelmetall ungefähr 700 Franken. 

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Interessanter dürfte die Prämie sein, die er für seinen ersten Platz bekommt. Swiss Olympic würdigt Gold an den Olympischen Spielen mit 40'000 Franken, 30'000 Franken gibt es für Silber, 20'000 Franken für Bronze. Erfolge von kleinen Teams von zwei bis vier Personen, werden mit 60'000 Franken honoriert, grössere Teams oder Mannschaften erhalten 80'000 Franken. Diese Vergütungen klingen grosszügig, doch vergleicht man die Schweizer Prämien mit denen von internationalen Verbänden, wirkt der Medaillen-Batzen fast schon mickrig. 

Geldsegen aus Hongkong und der Türkei

Geht man als Athlet oder Athletin aus der chinesischen Sonderverwaltungszone Hongkong an den Start und gewinnt an den Olympischen Spielen Gold, hat man quasi ausgesorgt. Hongkong überweist nämlich laut dem Magazin «Forbes» bei einem Sieg den unglaublichen Betrag von 593'000 Franken. Die Chancen, dass diese Prämie jedoch jemals überwiesen wird, ist verschwindend klein. Für Hongkong gehen nur drei Personen an den Start: Zwei Ski-Alpin-Fahrerinnen und ein Shorttrack-Eisschnellläufer. 

Die Türkei zeigt sich gegenüber seinen Wintersportlern ebenfalls äusserst grosszügig und will mit finanziellen Anreizen wohl Höchstleistungen herauskitzeln. Für Gold gäbe es 354'000 Franken und zusätzlich eine lebenslange Rente. Knackt man den Olympia-Rekord, kommen nochmals 175'000 Franken obendrauf. Der Geldsegen wurde aber noch keinem Sportler oder Sportlerin zuteil. Bei 17 Teilnahmen an Olympischen Winterspielen schaffte es noch niemand aus der Türkei in die Medaillenränge. 

Skifahrerin Audrey Alice King

Die 19-jährige Slalom-Fahrerin Audrey Alice King aus Hongkong ging in Peking an den Start, schaffte es aber nicht ins Ziel. 

Av Martin Rulsch, Wikimedia Commons
Italien ist äusserst grosszügig

Das grosszügigste Land unter den grossen Sportnationen ist Italien. Gold vergoldet unser Nachbar mit 196’000 Franken, 100’000 bekommt man für Silber und 66’000 für Bronze. Das geht für den italienischen Olympiaverband ziemlich ins Geld. Nach den Sommerspielen in Tokio 2021 wurden fast acht Millionen Franken an Sportlerinnen und Sportler überwiesen. 

Zypern ist sich wohl bewusst, dass ein Podestplatz an den Olympischen Winterspielen ein Traum bleiben wird und überweisst darum Prämien bis zum 16. Rang – 10'000 Franken gibt es bei dieser Platzierung. Als Sportler aus Lettland oder Deutschland kann man sich bis Platz sechs über einen schönen Bonus freuen. Aber auch in der Schweiz honoriert man nicht nur Medaillen. Schafft man es als Schweizer Athletin auf die Plätze vier bis acht, winken immerhin noch 2'000 bis 8'000 Franken als Belohnung. 

Von lme am 10. Februar 2022 - 15:21 Uhr
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