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  4. Bundesrat über Ostern: Das machen Sommaruga, Berset und Parmelin

Was machen die Bundesräte an Ostern?

Sommaruga überrascht ihre Mutter mit rührender Geste

Das lange Osterwochenende hat begonnen. In Zeiten der Corona-Krise fallen diese Feiertage auch für die Bundesrätinnen und Bundesräte anders als gewohnt aus. In einem Video verraten alle sieben Mitglieder, wie sie diese Tage nun unter Berücksichtigung von Social Distancing verbringen.

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Bundeskanzler Walter Thurnherr (ganz links) mit dem siebenköpfigen Bundesrat: Viola Amherd, Guy Parmelin, Alain Berset, Simonetta Sommaruga, Ignazio Cassis, Ueli Maurer und Karin Keller-Sutter (v. l.).

Keystone

Dieses Ostern ist anders als die Ostern der letzten Jahre: Wegen der Ausbreitung des Coronavirus hat der Bundesrat vor dreieinhalb Wochen den nationalen Notstand ausgerufen. Zum Schutz der Bevölkerung und um die Zahl der Neu-Infektionen zu bremsen und damit einer Überlastung des Gesundheitssystems vorzubeugen, müssen Restaurants, Geschäfte und Freizeitbetriebe bis mindestens 26. April 2020 geschlossen bleiben. Öffentliche und private Veranstaltungen sind verboten. Zudem wurden für Italien, Deutschland, Österreich und Frankreich Einreiseverbote verhängt.

Das prächtige Osterwetter fordert viel Willenskraft

Mit diesen Massnahmen hat der Bundesrat den Grundstein gelegt, um das öffentliche Leben weitgehend zum Erliegen zu bringen. Ob das Virus dadurch eingedämmt werden kann, hängt nun vorderhand vom Willen und Verhalten der Bevölkerung ab. Dies wurde in den zahlreichen Medienkonferenzen des Bundesrates immer wieder betont. Der Corona-Lockdown fordert viel Durchhaltewillen vom ganzen Land – gerade an diesem Osterwochenende mit prächtigem Wetter.

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Der Bundesrat appelliert auf ganz persönliche Art und Weise

Weil das Einhalten der Social-Distancing- und Hygieneregeln aber gerade jetzt enorm wichtig ist, geht der Bundesrat pünktlich zum langen Osterwochenende nochmal in die Offensive. Und dieses Mal richtig kreativ, persönlich und auch rührend: Die Bundeskanzlei hat ein Video publiziert, in dem die sieben Regierungsmitglieder verraten, wie sie unter diesen besonderen Umständen Ostern verbringen.

Die Bundespräsidentin spielt ein privates Klavierkonzert

Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga, 59, macht den Anfang und gibt ungewohnt viel privaten Einblick. «Eigentlich würde ich an Ostern meine Mutter im Altersheim besuchen. Das ist dieses Ostern nicht möglich», sagt sie und erklärt, wie sie ihre Mutter stattdessen überrascht: «Dafür habe ich mir vorgenommen, dass ich meine Mutter am Ostersonntag nachmittags anrufe. Sie kann den Hörer neben sich legen und sie kann sich wünschen, was ich ihr auf dem Klavier vorspiele.»

Auch die anderen sechs Bundesratsmitglieder verzichten darauf, ihre Freunde, Verwandten und Bekannten zu treffen. Ignazio Cassis, 58, etwa bekräftigt, dass er nicht wie gewohnt Ostern feiert: «Man isst gemeinsam... Es ist eine Gelegenheit, sich wiederzusehen. Dieses Jahr wird das nicht so sein. Wir dürfen uns nicht zu nah kommen, daher verschieben wir das Treffen», bekräftigt Cassis.

Alain Berset füllt die freie Zeit mit Lesen

Wirtschaftsminister Guy Parmelin, 60, wollte an Ostern einen schönen Ausflug mit seiner Frau Caroline, 57, unternehmen. Doch diesen hat er bis auf Weiteres vertagt: «Ich wollte mit meiner Frau nach Villars. Aber in der jetzigen Situation werde ich zu Hause in Bursins bleiben», verspricht Parmelin.

Damit tut er das Gleiche wie sein Bundesratskollege Alain Berset, 48. Der Gesundheitsminister verkürzt sich die Zeit daheim mit Bücher lesen, wie er im Video offenbart: «Ich werde in Büchern weiterlesen, die liegen geblieben sind, anstatt rauszugehen.»

Wie die weiteren Bundesräte Viola Amherd, Ueli Maurer und Karin Keller-Sutter die Ostertage verbringen, erfahrt ihr im Video oben.

Von Sarah Huber am 10.04.2020
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